Arbeiten als Chemielaborant/-in

Der Chemiebaukasten war schon früh dein liebster Zeitvertreib? Außerdem waren die naturwissenschaftlichen Fächer die Schulstunden, in denen du hellwach warst vor Begeisterung? Dann könnte Chemielaborant dein Traumberuf sein! Tatsächlich ähnelt die Arbeit von Chemielaboranten ein wenig den spielerischen Anfängen mit dem Baukasten. Allerdings gehst du vorsichtiger mit deinen Stoffen um, planst die Versuche genauer und hast ein Forschungsziel. Auch dein Arbeitsplatz hat sich verändert. Das Kinderzimmer wird durch ein Labor ersetzt, in dem du deine Versuchsreihen durchführen kannst. Deine Ergebnisse protokollierst du und wertest sie anschließend aus. Egal ob du gerade Chemikalien analysierst, trennst oder chemische Substanzen herstellst: Du arbeitest immer konzentriert und verantwortungsbewusst. Deine Hauptaufgabe: organische und anorganische Stoffe prüfen und chemischen Prozessen auf den Grund gehen. Dabei werden die Grundlagen verschiedener Fächer wie Physik, Biologie, Umwelt- und Giftkunde zu einem spannenden Feld vereint.

Arbeiten in diesem Berufsfeld

Wichtige Fähigkeiten als Chemielaborant/-in

Um deine Versuchsreihen erfolgreich zu testen, wendest du verschiedene chemische und physikalische Verfahren an. Darunter sind beispielsweise biotechnische Untersuchungen oder die Diagnostik. Letztere ist übrigens nicht mit der Diagnostik von Ärzten zu verwechseln! Dafür brauchst du natürlich eine Menge fachspezifisches Wissen, sei es über die Chemie selbst oder über physikalische Messtechnik und Prüfverfahren. Außerdem musst du wissen, wie du deine Versuche richtig durchführst, protokollierst und anschließend auswertest. Denn nur so kannst du sicher gehen, dass deine Ergebnisse zum einen richtig sind und zum anderen auch einen Sinn haben. Da du entweder im Labor neue Versuche durchführst oder am Schreibtisch Stoffuntersuchungen planst oder auswertest, musst du beides beherrschen: Die Technik im Labor und die Auswertungssoftware am Computer. All deine Aufgaben fallen dir leichter, wenn du selbst mathematisch-technisches Verständnis mitbringst. Außerdem setzt das Berufsbild schnelles Reaktionsvermögen voraus, um die gelernten Sicherheitsmaßnahmen im Ernstfall anzuwenden. Schließlich arbeitest du bei manchen Versuchen mit leicht entzündbaren oder sogar explosiven Stoffen. Deswegen trägst du im Labor auch eine Schutzbrille und spezielle Kleidung.

Hardskills

  • Chemisches Fachwissen
  • Physikalische Mess- und Prüfverfahren
  • Versuchsdurchführung und -auswertung
  • Labortechnik
  • Sicherheitsmaßnahmen

Softskills

  • Mathematisch-technisches Verständnis
  • Reaktionsvermögen
  • Handgeschicklichkeit

So wirst du Chemielaborant/-in

Als Chemielaborant kommst du in deinem Arbeitsalltag mit vielen chemischen Stoffen in Berührung und führst Versuche durch. Da dies sowohl Verantwortungsbewusstsein als auch ein fundiertes Wissen voraussetzt, ist der Weg in den Beruf gesetzlich geregelt. Außerdem solltest du für die Ausbildung bereits viel chemisches und mathematisches Vorwissen mitbringen. Unternehmen stellen besonders gerne Bewerber mit Hochschulreife oder einem mittleren Bildungsabschluss ein. Außerdem solltest du keine Allergien oder empfindliche Haut haben, da du häufig mit Chemikalien in Kontakt bist. Hast du einen der Ausbildungsplätze erhalten, kannst du dich auf eine duale Ausbildung einstellen. Das bedeutet, dass deine praktische Lehrzeit im Betrieb um theoretischen Unterricht an einer Berufsschule ergänzt wird. Dort beschäftigst du dich vor allem mit naturwissenschaftlichen Fächern, die Stoffkunde, Elektrotechnik oder Mikroorganismen behandeln. Bereits nach dem 2. Ausbildungsjahr wirst du den ersten Teil deiner Abschlussprüfung meistern müssen. Der zweite Teil folgt nach der gesamten Ausbildungszeit von 3,5 Jahren. Nur wenn du diese Prüfung bestehst, darfst du dich Chemielaborant nennen.

Deutschland

  • 3,5-jährige Ausbildung
  • Du solltest keine empfindliche Haut oder Allergien haben

Fortbildungen und Spezialisierungen

Weiterbildungen

  • Chemietechniker/-in
  • Industriemeister/-in der Chemie

Fortbildungen

  • Chemische Technik
  • Naturwissenschaftliches Labor
  • Physikalische Messtechnik
  • Umgang mit Gefahrstoffen

Studium

  • Chemie
  • Chemieingenieurwesen

Egal ob du deiner Karriere durch ein Studium oder durch eine Weiterbildung zum Techniker oder Meister einen Sprung nach oben verschaffen möchtest: Beide Möglichkeiten werden dir helfen. An den meisten Universitäten und Fachhochschulen benötigst du jedoch eine Hochschulzugangsberechtigung, um dein Chemiestudium zu starten. Ansonsten hast du jederzeit die Möglichkeit, spannende Fortbildungen zu besuchen und dein Wissen in einem Fachbereich zu vertiefen.