Christina WarkentinAuszubildende Einzelhandelskauffraubei tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG
Stadt
Gießen
Alter
14 - 17
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

„Versuch’ durch jeden neuen Menschen den du kennenlernst, etwas für dich mitzunehmen, um dadurch deine Fertigkeiten und Fähigkeiten zu verbessern.“ Dieser Ratschlag ist für Christina Warkentin wichtig im Leben. Sie ist auszubildende Kauffrau im Einzelhandel bei tegut… gute Lebensmittel. „Ich finde es toll, dass die Menschen zu einem kommen und sagen, dass man sie gut beraten hat. Ich bin zur Zeit in der Feinkost eingesetzt, da ist aktives Verkaufen einfach ein Muss.“

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich heiße Christina Warkentin, bin zur Zeit im dritten Lehrjahr zur Kauffrau im Einzelhandel und mache meine Ausbildung bei tegut in Giesen.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Tegut gehört zum Lebensmitteleinzelhandel und achtet besonders auf gute Lebensmittel, auch im Bio-Bereich aber auch auf Regionalität. Ich bin zur Zeit in der Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. Bei mir dauert die Ausbildung 2 Jahre dadurch, dass ich Abitur habe. Die Ausbildung besteht darin, dass man die Abteilung im Supermarkt durchläuft. Also diese sind Obst und Gemüse, Brot und Backwaren, Molkereiprodukte, Getränke, Feinkost und Tiefkühlkost aber auch Trockensortiment. Ich bin zur Zeit im dritten Lehrjahr und dadurch, dass ich ja schon fast alles kann, kann ich auch flexibel eingesetzt werden. Unsere Arbeitsschicht ist sozusagen in Früh- und Spätschicht aufgeteilt. Und wenn ich jetzt zum Beispiel die Frühschicht im Obst und Gemüse habe, dann komme ich morgens in den Markt, ziehe mir meine Paletten nach vorne, setze das Obst und das Gemüse ab und räume das alles schön ein. Ich muss dann auch nachsehen, ob alles frisch ist. Wenn etwas nicht frisch ist, nehme ich es aus dem Regal raus. Damit auch die Zahlen stimmen muss ich das auch noch abschreiben. Danach bringen wir alles wieder zurück ins Lager und machen Ordnung. Wir putzen dann auch noch, das gehört auch noch dazu. Dann mache ich auch ganz am Anfang des Tages die Temperaturkontrolle. Diese ist auch sehr wichtig weil wir auch Sachen haben die gekühlt werden müssen. Im Laufe des Tages kommen dann auch noch die Schüler oder auch generell noch andere Kunden, weshalb man dann auch mal eine weitere Kasse öffnen muss. Ich bin dann auch an der Kassa eingesetzt. Und dann muss man noch schauen, dass man auch das was weggekauft wurde wieder auffüllt. Das nimmt dann auch wieder ein bisschen Zeit in Anspruch. Und wenn man dann alles erledigt hat soweit, schließt man mit der Bestellung eigentlich den Tag ab und hat somit sein Soll geleistet. Die Berufsschule ist zweimal in der Woche. Ich habe montags und dienstags Berufsschule. Montags nur drei Stunden. Das heißt, ich kann danach noch arbeiten gehen. Und dienstags den vollen Tag, acht Stunden. Danach muss man aber nicht mehr arbeiten gehen. Man lernt dort die einzelnen Lernfelder und das reicht von der Kosten-Leistungs-Rechnung bis zur Deckungsbeitragsrechnung. Man lernt aber auch was Kommunikation und Konfliktstrategien sind, alle möglichen Sachen die wichtig sind im Einzelhandel.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich habe 2014 mein Abitur gemacht auf einer Schule im Vogelsbergkreis. Und habe mich dann nach Studiengängen umgesehen. Ich war noch nicht so ganz entschlossen und habe mich dann auf der Homepage bei der TAM durchgeblättert und den Studiengang Maschinenbau entdeckt. Und dachte mir: “Gut, warum nicht. Kann man ja mal machen!” Ich habe mich dann eingeschrieben und wurde genommen. Ich habe dann eineinhalb Semester dort studiert aber ich habe gemerkt, dass das einfach nichts für mich ist. Ich habe mich dann nach Ausbildungen und auch anderen Studiengängen umgesehen. Und letztendlich bin ich dann auf der Seite von tegut gelandet und habe gesehen, dass sie noch jemanden suchen. Ich habe dann meine Bewerbung dort hingeschickt und relativ kurze Zeit später habe ich dann auch schon eine Einladung in die Zentrale nach Fulda bekommen. Dort gab es dann das klassische Vorstellungsgespräch. Und dann wurde vereinbart, dass man in dem eingesetzten Gebiet seine Joberkundigstage macht. Die habe ich dann gemacht und es war erfolgreich. Ich habe dann direkt den Ausbildungsvertrag unterschrieben.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Man sollte auf jeden Fall offen sein. Man sollte keine Scheu vor anderen Menschen zeigen. Also Kundenkontakt ist einfach ein absolutes Muss. Man sollte ein bisschen flexibel sein, was die Arbeitszeiten angeht oder auch das frühe Aufstehen zum Beispiel, oder auch am Wochenende arbeiten. Das sind alles Sachen, die zwar mit der Zeit kommen, aber am Anfang ist es schwierig sich da einzugewöhnen.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Ich finde es toll, dass die Menschen zu einem kommen und sagen, dass man sie gut beraten hat. Ich bin zur Zeit in der Feinkost eingesetzt. Da ist aktives Verkaufen einfach ein Muss. Und wenn sie dann sagen es hat super lecker geschmeckt, was sie mir da gegeben haben dann freue ich mich einfach. Letztens habe ich einen Kunden gehabt, der mich auf Englisch angesprochen hat und ich war ein bisschen verwirrt weil ich das nicht mehr gewohnt war. Darauf hin habe ich ihn erstmal angelächelt und er sagte dann zu mir: “Nice smile!”

Was ist die größte Herausforderung?

Also eine der Herausforderungen ist auf jeden Fall sich jeden Tag neuen Situationen zu stellen. Man kommt jeden Tag in den Laden rein und es ist immer was anderes los, andere Kundschaft, andere Menschen oder allgemein die Situation ist einfach anders. Das ist einfach etwas Herausforderndes was man bewältigen muss und wo man vielleicht auch ein bisschen unsicher ist. Man muss sich dann selbst immer wieder sagen: “Ich bin etwas sicherer. Ich schaffe das schon!”

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Ja, versuche durch jeden neuen Menschen, den du kennenlernst etwas für dich mitzunehmen und einfach dadurch deine Fertigkeiten und Fähigkeiten zu verbessern.

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