Jürgen SteinbergerGeschäftsführung Systeme für Nutzfahrzeuge GmbHbei Knorr-Bremse AG
Stadt
München
Alter
45 - 54
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Abgeschlossenes Studium

„Es macht mir wahnsinnig Spaß, Dinge voranzubringen und Erfolg zu haben. Erfolg, den man als Team verbucht und nicht alleine. Und es macht mir wahnsinnig Spaß, an der Technologie zu arbeiten und die Zukunft des Unternehmens zu gestalten.“ Jürgen Steinberger ist Mitglied der Geschäftsführung bei der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH. „Es geht nicht immer alles total leicht von der Hand sondern man braucht Disziplin und muss arbeiten. Man erfährt auch Druck von den Kunden und das ist schon eine Herausforderung, aber so ist das Business.“

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Habe den Mut, Dinge, die stören, in einer verhältnismäßigen Form anzusprechen und deinen Standpunkt klar zu vertreten. Das Zweite, was ich Ihnen mitgeben würde, ist: Wenn man momentan schlechte Noten oder nicht ganz so gute Noten hat, nicht verzweifeln. Dranbleiben! Zu lernen und Disziplin zu haben natürlich. Aber, der Knoten geht irgendwann auf. Und wenn er 13 oder 14 ist, dann ist es vielleicht noch ein bisschen früh, dass der Knoten aufgegangen ist. Der geht dann auf, wenn er 17 oder 18 ist. Und als Drittes gebe ich Ihnen mit, am wichtigsten ist, wenn er dann eine Berufswahl trifft, er soll das machen, wo er richtig gut ist und woran er richtig viel Spaß hat. Weil nur da, wo man richtig gut ist und richtig viel Spaß hat, wird man auch immer besser.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Jürgen Steinberger, Knorr-Bremse, Mitglied der Geschäftsführung.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Es macht mir wahnsinnig Spaß, Dinge voranzubringen. Es macht mir wahnsinnig Spaß, Erfolg zu haben. Auch mit meinen Leuten. Also jetzt nicht ein Erfolg, den man allein verbucht, sondern Erfolg, den mal als Team verbucht. Es macht mir wahnsinnig Spaß, an der Technologie zu arbeiten. Und die Zukunft von der Knorr-Bremse zu gestalten.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Es geht nicht immer alles total leicht von der Hand, sondern man braucht schon bisschen Disziplin, man muss schon auch ein bisschen arbeiten, man erfährt auch Druck von den Kunden, auch mal vom Chef, wenn es nicht so funktioniert, das ist normal. Das ist natürlich erst einmal der Druck des Business, die Disziplin, die man haben muss und die Vielzahl an Aufgaben oder die Vielzahl an Bällen, die man in der Luft halten muss, das ist schon eine Herausforderung.

Worum geht es in Deinem Job?

Knorr-Bremse ist der führende Hersteller von Bremssystemen für die Schienenfahrzeuge und für die Nutzfahrzeuge. Und ich bin in der Geschäftsführung für die Nutzfahrzeuge, für den europäischen Teil der Nutzfahrzeuge, verantwortlich. Für den Bereich Vehicle dynamics, also Fahrdynamik, für den Geschäftsbereich Fahrdynamik und für die Systementwicklung. Im Bereich der Fahrdynamik ist ein Hauptteil meiner Arbeit momentan der Aufbau des automatisierten Fahrens. Und im Bereich der Systementwicklung ist ein Hauptfokus von mir die Bewertung, welche neuen Technologien relevant sind und welche Projekte wir aufsetzen müssen, damit wir für die Zukunft gewappnet sind, technologisch gewappnet sind. In der Anfangsphase gibt es viele Workshops. Viele Workshops, um strategisch die richtigen Zeichen zu setzen. Gerade auch im Bereich des automatisierten Fahrens. Wir machen natürlich auch viele Reviews. Also um zu sehen, ob die Projekte wirklich alle on check sind. Ich habe diese Woche bestimmt 10 Stunden Reviews von Projekten. Wir nützen Reviews auch für unser wichtiges Projekt, das ist die neue Programmsteuerung, da sperren wir uns auch wirklich einen ganzen Tag lang pro Monat weg und reviewen dieses Projekt. Viele Gespräche mit Mitarbeitern. Viele Vier-Augen-Abstimmungen. Es geht ja nicht nur um die richtige strategische Zeichensetzung, sondern es geht auch darum, dass wir die richtigen Leute an Bord kriegen. Und es geht auch darum, dass man die Leute einfach nachhaltig begeistert und auch entsprechend führt. Das Thema Führung ist immer präsent. Und da geht bestimmt 30 % meiner Zeit weg.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Mit 17 bin ich nach Amerika für ein Jahr, als Austauschschüler. Kam zurück, habe mein Abi gemacht und habe dann mich entschieden für Physik als Studium. Neben anderen Möglichkeiten ist dann Physik das allgemeinste Studium gewesen. War für mich auch wichtig, weil das unglaublich die Fähigkeit bei mir geschult hat, zu denken und logisch zu denken. Ich habe an der TU München studiert und während meines Studiums bin ich relativ viel auf Reisen gegangen. War also in Asien unterwegs, in Südamerika, alles in allem ungefähr eineinhalb Jahre. Nach der Promotion bin ich bei Knorr-Bremse eingestiegen, in das Management-Entwicklungsprogramm. Nach dem Programm habe ich dann unterschiedliche Positionen bei der Knorr-Bremse gehabt, in unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Und dann war für mich die Zeit, mal was Neues zu sehen. Ich bin also dann weg von der Knorr-Bremse, habe dreieinhalb Jahre lang in einem anderen Unternehmen in der Geschäftsleitung die Forschung und Entwicklung geleitet. Und dann kam der Anruf von Knorr-Bremse, ob ich nicht Interesse hätte, hierher zurückzukommen, den Bereich automatisiertes Fahren aufzubauen, als Mitglied der Geschäftsführung. Und das ist so spannend, da konnte ich nicht nein sagen. Und jetzt bin ich seit eineinhalb Jahren wieder zurück.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Was wichtig ist für meinen Job, ist ein technisches Verständnis. Und ein strategisches Verständnis. Das kann man aber auch machen, indem man Bauingenieurswesen studiert oder Maschinenbau oder Elektrotechnik. Was wichtig ist, man braucht ein Gespür für Menschen. In der Position, in der ich mich befinde, sind einmal das Fachliche und viel auch das Persönliche gefragt. Also persönliches Miteinander, die Menschen verstehen, das lernt man eigentlich nicht im Studium. Das lernt man, indem man so was macht wie ich, indem man nach Amerika geht, indem man auf Reisen geht, das hat mich immer ein bisschen geerdet. Und das halte ich für wichtig!