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Lisa LehmannAuszubildende Servicekauffrau im Luftverkehrbei Flughafen München
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Jahre in der Organisation
< 1
Jahre in der aktuellen Tätigkeit
< 1
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Man durchläuft verschiedene Abteilungen: Passage, Operations und Lost & Found.” Lisa Lehmann ist mitten in der Ausbildung zur Servicekauffrau im Luftverkehr am Flughafen München. Die Zeitabstimmung und Informationskoordinierung sind dabei die größte Herausforderung. Besonders toll, findet sie, “dass man wirklich mitbekommt, wer was macht.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin die Lisa Lehmann und mache derzeit die Ausbildung bei aerogate zur Servicekauffrau im Luftverkehr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Ich mache die Ausbildung am Flughafen in München und bin derzeit im zweiten Lehrjahr. Die Ausbildung geht zweieinhalb Jahre und man durchläuft verschiedenen Abteilungen. Passage, Operations und Lost and Found. In der Passage geht es darum, dass man die Passagiere nett begrüßt und eincheckt, je nachdem auf welchen Flug. Und später dann ist man zuständig für den Flugsteig bzw. Gatebereich, wo die Passagiere ins Flugzeug einsteigen. Auf der Rampe, also Operations, ist man für die Flugzeug Abfertigung zuständig und im Lost and Found gehts hauptsächlich um die Gepäckermittlung. Wenn jemand zum Beispiel sein Gepäckstück nicht erhalten hat auf dem Flug, sind wir dafür zuständig, dass man einen bestimmten Fall aufnimmt und je nachdem sobald wie möglich wieder das Gepäckstück dem Passagier zurückgeben kann. Zur Zeit bin ich zuständig im Lost and Found und da ist es so, man kommt morgens ins Büro und es gibt eine bestimmte Aufteilung. Hauptsächlich gehts um die Ankünfte in den verschiedenen Modulen A bis D im Terminal 1 und je nachdem teilt uns der Schichtleiter dann ein. Zum Beispiel sagt er: “Lisa du bist jetzt von 07.00 bis 10.00 Uhr im Ankunftsmodul B”. Da kommen dann verschiedene Flieger an und wir sind dafür zuständig, wenn Passagiere auf uns zukommen, Adresse, Name, etc aufzunehmen, damit wir den Passagier kontaktieren können und ihm Bescheid geben können, sobald das Gepäck bei uns gelandet ist. Dann gehts noch um alleinreisende Kinder, wenn zum Beispiel ein Flug aus Berlin ankommt mit einem Mädchen oder so, welches alleine reist, sind wir auch dafür zuständig dieses vom Flugzeug abzuholen und bis zum Elternteil oder Aufsichtsperson zu begleiten.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich komme aus Berlin Spandau, da bin ich auch geboren - meine Familie kommt allerdings aus Brandenburg. Ich habe in Brandenburg Abitur gemacht, danach habe ich mich für die Ausbildung entschieden und habe mich Deutschlandweit beworben - ich habe mich für München entschieden. Derzeit mache ich die Ausbildung, bin im zweiten Lehrjahr - ab September im dritten - und wohne jetzt in Freising-Attaching in einer WG mit einer Azubine, welche ebenfalls die Ausbildung macht.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Also Geduld ist auf jeden Fall gefragt, der Umgang mit Menschen ist sehr wichtig, weil man verschiedene Nationalitäten am Tag trifft und offen sollte man sein, weil man wie gesagt immer in Kontakt ist mit anderen Menschen. Man sollte offen sein, neue Leute zu treffen und man hat ja auch nicht jeden Tag dieselben Kollegen um sich rum. Man wird jeden Tag auch mit anderen Kollegen anders eingeteilt.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Ich finde an der Ausbildung total toll, dass man wirklich mitbekommt, wer was macht. Bevor ich die Ausbildung gemacht habe, wusste ich gar nicht, was alles dahinter steckt. Wenn man zum Beispiel eincheckt und zum Flugzeug geht, das war für mich alles. Aber wie das mit dem Gepäck abläuft oder dass ein Flugzeug 5-10 Minuten zum Betanken braucht, bedenkt man gar nicht. Das Interessante ist, dass man wirklich jede Abteilung durchläuft und weiß zum Beispiel wenn man als Rampagent tätig ist, warum möchte derjenige am Flugsteig jetzt unbedingt wissen, wie viele Koffer auf dem Flieger sind. Erst wenn man die ganzen verschiedenen Abteilungen durchläuft, hat man eigentlich erst das ganze Verständnis zu dem, was man macht und das finde ich sehr gut.

Was ist die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war in der Abteilung “Operations” als Rampagent weil man wirklich viel in einer kurzen Zeit schaffen muss und mit verschiedenen Leuten kommunizieren muss. Jeder braucht eine andere Information von dir und dieses Zeitgefühl zu bekommen. In 40 Minuten muss der Flieger wieder tip top sein, die Passagiere wollen sitzen und du bist derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass das alles zeitlich läuft. Sobald du eine Information vom Kapitän bekommst, “so in fünf Minuten möchten wir boarden”, sollte man natürlich dem Gateagent Bescheid geben und wenn dann noch ein Loader kommt (also der, der das Gepäck einlädt) und noch Fragen hat zu irgendwelchen Gepäckstücken, vergisst man mal ganz schnell dem Kollegen oben Bescheid zu geben, dass es in fünf Minuten schon losgeht. Also dieses Zeitmanagement, dieses Zeitgefühl zu bekommen, war für mich auf jeden Fall eine Herausforderung.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Der wichtigste Ratschlag ist vor allem als Azubi meiner Meinung nach, dass wenn mal ein Fehler passiert, wir daraus nur lernen können. Wenn man Fehler macht, macht man ihn meistens dann nicht noch einmal. Gerade hier ist es wichtig, dass man danach nicht aufgibt. Man kann viel Mist bauen, da kann schon viel passieren, wir haben eine sehr große Verantwortung mit dem, was wir machen und deshalb sollte man trotzdem stark bleiben und jedes Mal versuchen trotzdem sein bestes zu geben.