Ludwig KratzlAuszubildender Fachinformatiker • Anwendungsentwicklung
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Besonders begeistert hat mich am Anfang ein Projekt, das wir uns selbst aussuchen durften, um eben ins Programmieren reinzukommen.” Mittlerweile arbeitet Ludwig Kratzl, Azubi Fachinformatiker Anwendungsentwicklung, in der Abteilung Anwendungssysteme Groundhandling, die sich mit Softwarelösungen für den Flughafen München beschäftigt. “Man sollte definitiv Freude am Programmieren mitbringen, aber auch an Hardware bezogenen IT-Themen.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Ludwig Kratzl, ich bin 19 Jahre alt und mache die Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung hier am Flughafen München, im ersten Lehrjahr und dieses neigt sich dem Ende zu.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Derzeit mache ich meine Ausbildung am Flughafen München in der Abteilung Anwendungssysteme Groundhandling. Das ist eine Abteilung die Softwarelösungen für das Groundhandling am Flughafen München entwickelt, wie zum Beispiel die Dispomap, bei der kann man die Dispobusse am Flughafen München sehen kann. Und meine Aufgabe dabei ist es verschiedene Teile von bestimmten Projekten durchzuführen und zu realisieren. Am Anfang der Ausbildung steht mehr der Hardware-bezogene Teil, weil die Ausbildung zum Fachinformatiker unabhängig von der Fachrichtung die ersten zwei Jahre gleich ist. Das heißt, man macht den hardwarebezogenen Teil und den softwarebezogenen Teil. Das heißt, man baut auch PCs auseinander und repariert Laptops oder tauscht Bildschirme aus. In meiner Fachrichtung geht es dann eben im letzten Lehrjahr spezialisiert auf das Programmieren und die Softwareentwicklung und beim Systemintegrator ist es dann mehr auf die Verwaltung von Netzen und Einrichten von Servern fokussiert. Die Ausbildung ist normal dual, das heißt, es gibt einen praxis- und einen theoriebezogenen Teil. Beim Fachinformatiker ist der theoriebezogene Teil alle vier Wochen, das sind dann zwei Wochen Berufsschule - zumindest normalerweise. Dort werden dann die Theoriekenntnisse vermittelt, da hat man dann verschiedene IT-Fächer aber auch Englisch und Sport. Ein normaler Arbeitstag sieht so aus, ich komme in die Arbeit, stempel ein und schaue was an Emails und Terminen ansteht. Wenn die abgearbeitet sind, dann kümmere ich mich meistens um das Projekt, an dem ich gerade arbeite. Das kann unterschiedlich sein. Oder wir kümmern uns um weitere Projekte oder schreiben Berichtsheft, holen die Post ab die wir manchmal kriegen... Es ist alles sehr selbstständig in dieser Abteilung und man wird mehr oder weniger alleine gelassen, außer man hat eine Frage oder man sucht gerade eine neue Aufgabe, dann sollte man zu den Kollegen gehen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich komme aus Freising und bin gebürtig in Landshut. Ich habe zuerst einen Ferienjob bei der Flughafen München GmbH gemacht. Dort bin ich auf die Ausbildung aufmerksam gemacht worden und habe mich letztlich dann gleich dort beworben. Ich bin zum Test eingeladen worden, dann zum Vorstellungsgespräch und letztlich dann auch genommen worden. Beim Flughafen bin ich jetzt fast ein Jahr und zusammen mit dem Ferienjob ungefähr ein Jahr.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Für die Ausbildung zum Anwendungsentwickler sollte man Freude am Programmieren mitbringen, aber auch an hardwarebezogenen IT-Themen, die kommen natürlich auch dran - besonders in der Berufsschule. Logisches Denken und die Bereitschaft zur Selbstarbeit, dass man sich selbst was erarbeitet und mal recherchiert und viel Engagement und Freude natürlich.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Besonders begeistert hat mich am Anfang ein Projekt das wir uns selbst aussuchen durften. Das war ein Monopoly, das wir programmieren sollten, um ins Programmieren reinzukommen. Das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, weil man die ganzen Regeln nachrecherchieren sollte und auch graphisch arbeiten musste und wirklich sehr viel Kreativität reinstecken konnte. Alles selbstständig, das war wirklich toll. Und besonders eben noch an der Ausbildung am Flughafen sind die Einführungstage in Schwangau, die haben auch sehr viel Spaß gemacht.

Was ist die größte Herausforderung?

Eine große Herausforderung ist es flexibel zu sein, würde ich sagen, weil es sein kann, dass man von einem Tag auf den nächsten ein neues Projekt bekommt und sich dann in eine neue Programmiersprache einarbeiten muss oder man mal hinausfährt aufs Vorfeld um dort Kunden zu treffen oder die Systeme zu testen. Das ist die größte Herausforderung, dass man sich jetzt nicht auf seine derzeitige Arbeit festfährt sondern, dass man flexibel ist auch mal spontan woanders hinzugehen. Das ist eine Herausforderung, kann aber auch sehr viel Freude machen.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Der wichtigste Ratschlag in meinem Leben bisher war, dass ich das tun soll was mir Spaß macht und dafür auch einzustehen und zu kämpfen. Daraus resultierend einen guten Schulabschluss zu machen damit später mir der Weg immer offen ist. Es könnte auch sein, dass ich mich mal umentscheide und etwas anderes machen möchte. Wenn man hier die guten Voraussetzungen gegeben hat, ist das kein Problem und man kann immer weiter machen.