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Mario GeyerAuszubildender Bäcker und Konditorbei Ströck
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Motivation kommt von innen und da muss man sich selber ein bisschen am Ohrwaschl ziehen und dranbleiben, sonst geht gar nichts!”, rät Mario Geyer, Bäckerei und Konditorei Lehrling bei Ströck. “Es macht irrsinnig Spaß, wenn man die Freunde mit etwas Selbstgebackenem überraschen kann”, schwärmt er über die Vorteile seiner Ausbildung.

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Also, ich bin Mario Geyer, Bäcker und Konditor Lehrling, seit einem Jahr dabei, das heißt ich komme jetzt bald in die Konditorei herauf und war bis jetzt als Bäcker tätig.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Ich arbeite bei Ströck, das ist ein Familienbetrieb, eine Bäckerei im großen Stil sozusagen, die für die Supermärkte Gebäck herstellt und auch für eigene Filialen. Wir haben, glaube ich, siebzig Filialen bis jetzt in Wien. Bäckerei, Konditorei haben wir auch, wir haben eine Küche und ich bin hauptsächlich in der Bäckerei tätig bis jetzt. Mein Arbeitstag besteht hauptsächlich aus Mohnstrietzeln bis jetzt, Kipferln, Keller - das heißt bei uns “wir holen die Ressourcen aus dem Keller” und füllen nach was der Mischer braucht für seinen Teig. Wir arbeiten praktisch den ganzen Tag mit Teig. Kommt darauf an, wann ich eingeteilt worden bin, komme ich dann halt um sechs, um vier, um zwei, um eins, also man kommt ziemlich zeitig in die Arbeit als Bäcker, was eh logisch ist. Das erste ist, ich stempel mich ein, dann weiß das System, dass ich da bin und gehe zu meinem Arbeitsplatz. Wenn ich um vier Uhr komme, bin ich meistens nicht eingeteilt worden, das heißt ich gehe dann zu den Striezeln. Das Erste was ich dann mache ist Striezel, bis irgendwann der Chef kommt und sagt “Ja, passt, du gehst jetzt zu den Mohnstriezeln” von mir aus, oder zu den Kipferln und teilt mich dann ein, je nachdem was zu tun ist. Nachdem wir jeden Tag eine unterschiedliche Menge produzieren, müssen wir auch unterschiedlich lang bleiben. Und man kann nicht wirklich sagen “so, heute sind wir um eins fertig”, sondern, je nachdem wie schnell das Team ist, mit dem man arbeitet, je nachdem wie viel zu tun ist, arbeitet man eben länger oder kürzer. Ich hab bis jetzt das erste Lehrjahr hinter mir und habe eigentlich bis jetzt hauptsächlich Weißgebäck in der Schule gelernt und hatte hier auch hauptsächlich mit Weißgebäck zu tun und eben Mohnstriezel, das war das Erste, dann Kipferl, Ciabatta und bin halt so von Station zu Station gewandert. Danach komme ich für ein Jahr in die Konditorei rauf und werde dort lernen ein Jahr lang. Komme dann wieder ein Jahr runter und wieder ein Jahr rauf. Also zwei Jahre Kondi, zwei Jahre Bäcker und dann mache ich die Gesellenprüfung. Dann ist man qualifizierter Bäcker, dann weiß man wie suche ich am besten meine Zutaten aus, wie mische ich einen Teig, wie verarbeite ich den, was gibt es da für Möglichkeiten einen Tag längere Zeit zu behalten oder auf was muss ich achten, damit ich einen guten Teig, ein gutes Gebäck erzeuge.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Am Anfang habe ich natürlich, wie jeder Andere, die Volksschule gemacht, dann in die Hauptschule, dann in das Gymnasium und habe mich an der Matura probiert und die zieh ich bis jetzt praktisch mit, ich war nie so ganz dabei. Hab dann währenddessen das Heer angefangen und war Gärtner, vier Monate lang und dann hat sich irgendwie die Begeisterung für das Bäcker- und Konditor-Dasein, hauptsächlich für das Konditor-Dasein durchgeschlagen. Ein Freund von mir, der bei Ströck gearbeitet hat, hat mir gesagt “Hey, du könntest eine Lehre bei uns anfangen, wir suchen gerade Leute!” und ich sage “Ja, voll! Konditor, das wär’s!” und er sagt “Ja du könntest “Konditor” machen, könntest aber auch “Bäcker”, wir machen solche Kombi-Sachen”. Und da denke ich mir je mehr man kann, desto besser und deshalb bin ich jetzt da.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Vor Allem als Bäcker muss man früh aufstehen, das heißt das sollte man schon irgendwie drin haben, früh aufstehen. Man soll schnell arbeiten können, am Anfang ist es klar, dass man noch ein bisschen langsam ist, aber es ist ja eben Teig, was lebendes, ja er rennt einem davon. Da muss man schnell sein, effizient. Man muss einiges aushalten, wegen der Temperatur hier drin, mit den ganzen Öfen und da gibt es auch das Eisfach gleich daneben mit Minus zwanzig Grad. Also, da muss man schon einiges an Durchhaltevermögen haben und vielleicht ein bisschen ein Auge dafür und Interesse vor allem, Motivation. Man muss sich selbst motivieren können.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Ja das ist definitiv, dass ich mich auch zu Hause hinsetzen kann und backe. Das ist der größte Vorteil bis jetzt für mich selbst. Es macht irrsinnig viel Spaß, wenn man die Freunde dann auf einmal mit etwas Gebackenem überraschen kann. Das hat schon was, macht schon Gaudi.

Was ist die größte Herausforderung?

Motiviert zu bleiben, in der Früh aufzustehen. Ich bin nicht unbedingt einer mit Frühaufsteherqualitäten, das heißt es dauert da ein bisschen länger. Aber wenn ich dann auf dem Fahrrad sitze, auf dem Weg in die Arbeit, da geht's schon los. Die Arbeitszeiten sind, glaube ich, das Schwierigste, da fehlt ein bisschen Energie in der Freizeit. Aber wenn man sich länger daran hält, dann geht das schon, glaube ich.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Motivation kommt von Innen und da muss man sich selber ein bisschen am Ohrwaschl ziehen und dranbleiben, sonst geht gar nichts. Du könntest den schönsten Job haben, er wird dir gar nichts bringen, wenn du nicht motiviert und begeistert bist bei der Sache.

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