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Niko LeiterizAuszubildender Logistikkaufmann • Lagerlogistik
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Man sollte auf jeden Fall hohe Konzentration mitbringen”, gibt Niko Leiteritz zu bedenken, denn genaues Arbeiten ist in der Ausbildung Lagerlogistik am Flughafen München essentiell. “Es geht hauptsächlich darum, dass Güter kommissioniert werden müssen, sprich, es müssen Waren angenommen, kontrolliert, ausgepackt und eingeräumt werden.”

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin der Niko Leiteriz, bin 16 Jahre alt, komme aus Dorfen im Landkreis Erding und mache hier die 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Worum geht’s in deiner Lehre?

In meiner Ausbildung geht es eigentlich hauptsächlich darum, dass Güter kommissioniert werden müssen. Das heißt es müssen Waren angenommen, kontrolliert, ausgepackt und eingeräumt werden. Das ist, würde ich sagen, der größte Teil der Ausbildung, dass man weiß woher die Ware kommt, was der Endcode der Ware ist, wo was entsorgt wird und was verzollt ist und was nicht. Ich stehe morgens um 4 Uhr auf, da ich eine relative lange Verbindung habe, und bin dann bis um halb 7 unterwegs. Wenn ich hier ankomme, darf ich nicht darauf vergessen mich einzustempeln, um zu registrieren, dass man überhaupt hier angekommen ist. Bei mir ist es in der Lehre so, dass ich beispielsweise eine bestimmte Person zugeordnet bekomme, die mir sagt, wenn ich gerade nicht weiß, was ich tun soll, wo ich aushelfen kann. Später, ab einer bestimmten Uhrzeit, meistens zwischen 8 und 10 Uhr, kommt die Ware hier an und dann wird die neue Ware mit 6-7 Leuten kommissioniert und eingeräumt. Ein paar Leute stellen sich hin und schneiden die Kartons auf und die anderen räumen die Regale ein. Das ist praktisch der größte Teil des Tagesablaufs. Meine Arbeitszeit geht von halb 7 bis um 3, da ich eine Stunde Mittagspause habe, aufgrund der Minderjährigkeit. Was ich im 2. Und 3. Lehrjahre lernen werde, weiß ich noch nicht, aber ich gehe davon aus, dass es irgendetwas in der gleichen Richtung ist. Bis jetzt gefällt es mir gut und ich bin zufrieden.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ursprünglich komme ich aus Nordrhein-Westfalen, Mörsen um genau zu sein. Unsere Familie hat spontan entschieden aus privaten Gründen nach Bayern umzuziehen. Und da es dann auch langsam Zeit wurde, dass ich einen Job finde, da meine Schulzeit zu Ende ging, habe ich mich leider etwas zu spät erst umgesehen und musste dann feststellen, dass es zum Schluss dann auch dementsprechend weniger Jobs gab, die ich machen konnte. Ich habe dann spontan einmal geschaut, wie ich wo hinkomme, da ich als Minderjähriger auch auf die Verbindung achten muss, dass ich nicht die zu großen Wege habe. Dementsprechend habe mir den Flughafen ausgesucht, da man hier auch eigentlich gut hinkommt und man auch nach der Ausbildung immer noch Weiterbildungsmöglichkeiten hat. Bzgl. meiner Schulbildung habe ich bis jetzt leider nur den Hauptschulabschluss geschafft, weil ich in der Schulzeit ziemlich demotiviert war. Aber ich bin gerade auf dem besten Weg in der Berufsschule meine mittlere Reife nachzuholen und danach schaue ich einmal wie es weitergeht. Ich gebe mein Bestes.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Ich finde die wichtigste Eigenschaft, die man mitbringen sollte, ist ein bisschen Kraft, da es hier durchaus Sachen gibt, bei denen ich mir selber schwer tue diese hoch zu heben und dann auch jemanden fragen muss, der mir das hochhebt oder woanders hin schleppt. Dann sollte man auf jeden Fall Elan mitbringen, dass man sagt, ich möchte das auch gerne machen, denn es bringt nicht viel die Ausbildung zu machen, wenn man keine Lust darauf hat. Das merkt man einem dann auch, wenn jemand nur in der Ecke herumsteht und vielleicht gar nichts macht. Das sollte nicht vorkommen. Man sollte auf jeden Fall das Interesse für den Job mitbringen und ein Einsatz zeigen und auf jeden Fall auch teamfähig sein, denn darauf kommt es hier an.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Ich finde es ziemlich cool, herumzulaufen und andere Sachen einzusammeln. Es gibt auch manche Aufträge, die man ganz alleine macht und ich finde es cool, wenn man zwischendurch auch einmal seine Ruhe hat. Was mir besonders gefällt ist, dass man hier super im Team arbeiten kann. Das gefällt mir am besten. Es ist nicht in jedem Betrieb selbstverständlich, dass man Mitarbeiter / Kollegen hat, die den eigenen Ansprüchen entsprechen. Das ist für mich etwas Besonderes.

Was ist die größte Herausforderung?

Ich bin der Meinung, dass die größte Herausforderung ist, dass man 8 ½ Stunden unterwegs ist. Auch wenn es sich nicht so anhört, ist es teilweise schon sehr anstrengend. Man sollte sich auf jeden Fall sehr konzentrieren, beispielsweise beim Kommissionieren. Hier steht zum Beispiel eine Zahl auf dem Scanner, das heißt die Menge, die man kommissionieren muss und dabei sollte man mit den Gedanken nicht woanders sein, damit man nicht aus Versehen zwei Dinge zuviel nimmt, da sonst am Ende der Lagerbestand nicht stimmt und dann muss gefahndet werden. Das ist natürlich nicht so gut und deshalb sollte man auf jeden Fall eine hohe Konzentration mitbringen.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Ein Ratschlag, den ich mitbekommen habe, ist, dass man nicht zu oft krank sein sollte. Wir waren am Anfang zwei Auszubildende und die eine Person ist am Anfang zu oft krank gewesen und das hat dementsprechend in der Probezeit zu negativen Einflüssen geführt. Im Nachhinein kann man daran nun nichts mehr ändern und ich hoffe, dass er etwas Neues gefunden hat. Man sollte auf jeden Fall nicht zu oft krank sein, natürlich ist man manchmal krank und hat eine Pechsträhne, diese habe ich mittlerweile auch und das ist ziemlich schade, weil ich mich darüber sehr ärgere.