Olivia StiedlSenior Managerin Global Mobilitybei PwC
Stadt
Vienna
Alter
25 - 34
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Abgeschlossenes Studium

"Ein typischer Arbeitsalltag ist bei mir schon relativ stark strukturiert und es sind viele Termine vorgesehen." Olivia Stiedl ist Tax Advisor in der Abteilung "People and Organisation" bei PwC Österreich. Zu ihrem Aufgabengebiet gehört alles, was mit Mitarbeiterfragen, Dienstnehmer- und Dienstgeberfragen in Zusammenhang steht. Das Coolste an ihrem Job? "Dem Kunden zu helfen, wenn du mit einem kniffligen Problem konfrontiert wirst."

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Entspannt bleiben, manche Dinge auf sich zukommen lassen. Nicht mit Druck Dinge vorantreiben wollen, sondern auch ein wenig darauf vertrauen, dass sich alles fügt wie man das möchte – und einfach die Zeit genießen, in der noch nicht so viel Verantwortung sowohl im beruflichen als auch familiären Bereich, auf einem lastet. Und die gute Laune nicht zu verlieren – ich finde, das ist auch immer wichtig!

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Olivia Stiedl Tax Advisor People and Organisation bei PwC Österreich.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste an meinem Job ist, dass ich eigentlich permanent einerseits in der Führungsrolle bin gegenüber meinem Team – und andererseits mit unseren Kunden zusammenarbeite – und das kann einfach unglaublich befriedigend sein, weil du mit einem kniffligen Problem konfrontiert wirst und du weißt, der Kunde hat dort seine Geschäftsentwicklung an diese Frage geknüpft und das ist wirklich wichtig für ihn – und dann ist es dir möglich, ihm zu helfen. Und dort wirklich das Business des Kunden zu unterstützen – und das mag ich sehr gerne. Und auch den Fakt, dass wir oft einen sehr tiefen Einblick in Unternehmen haben. Es passiert mir immer wieder, dass ich eingeladen werde, eine Werksführung zu machen man mir genau die Geschäftsstrategie erklärt – und das ist natürlich sehr spannend. Für mich ist es sehr interessant, weil ich mittlerweile über viele Unternehmen sehr viel im Detail weiß und das interessiert mich persönlich einfach auch.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Eine Herausforderung ist sicher, dass ich in meiner Rolle mittlerweile auch sehr stark ein “Troubleshooter" bin. Das heißt, dass immer dann, wenn es schwierig wird – im Team oder gegenüber dem Kunden – die Themenstellungen bei mir landen, damit muss man umgehen können. Ich kann das ganz gut, ich kann dann noch abschalten, aber das ist sicher etwas was man nicht jeden Tag haben muss – und manchmal summiert sich das und du denkst dir „Maria! Was ist da heute schon wieder los?" Aber das ist einfach meine Rolle und Aufgabe und ich glaube, für Teammitglieder ist das auch sehr angenehm und wichtig, dass sie mit diesen Themenstellungen zu mir kommen können. Teilweise ist es auch die permanente Erreichbarkeit, die ich mittlerweile spüre. Es ist eine Kunst, auch einmal für sich selbst zu sagen: „Heute bin ich nicht mehr erreichbar.“ Sich auch „auszuloggen“, ich habe eben eine Familie und da möchte ich auch eine gute Balance halten.

Worum geht es in Deinem Job?

PwC ist weltweit das größte Steuerberatungs- und Wirtschaftstreuhandunternehmen. Ich selbst bin in der Abteilung “People and Organisation“ tätig, das heißt, wir betreuen alles, was mit Mitarbeiterfragen, Dienstnehmer- und Dienstgeberfragen in Zusammenhang steht und dort einerseits die steuerliche Seite, andererseits auch arbeitsrechtliche und immigration-rechtliche Fragestellungen. Ich persönliche leite die Abteilung "Global Mobility", habe ein Team von ungefähr dreißig Leuten. Wir betreuen größere und mittlere Unternehmen und ihre entsendeten Mitarbeiter – und alle Fragen die damit in Zusammenhang stehen. Ich habe einen sehr großen Kunden, der im Financial Service – Bereich tätig ist – also ein Finanzunternehmen – und bei diesem Unternehmen erbringen wir wirklich in dieser Mobilitätsfrage ein sehr breites Spektrum an Serviceleistungen – und das sind immer wieder laufende Projekte, wo wir zum Beispiel bei der Budgetierung unterstützen und ein Tool dafür entwickelt haben, ein technisches Tool, wo wir jetzt gerade darin unterstützen, einen neuen Entsendungstyp für das Unternehmen festzulegen – und dann auch noch, wie man das in der Policy gestaltet was bezahlt man diesem Mitarbeiter, welche steuerlichen Konsequenzen hat das? Dies sind Projektfragen, die immer sehr spannend für mich sind. Mittlerweile ist es allerdings so, dass ich nicht mehr so stark operativ tätig bin. Ein Großteil meiner Arbeit ist auch die Teamleitung, dort kümmere ich mich um die “Relationship“ zu den Kunden, auch unseren neuen Kunden, sehr viel kümmere ich mich aber auch um meine Mitarbeiter und schaue, was diese im täglichen Arbeitsalltag brauchen. Mein Arbeitsalltag – ich habe das erst kürzlich wieder mit einem Kollegen besprochen – besteht eigentlich zu neunzig Prozent aus Sprechen. Ich habe sehr viele Termine, einerseits natürlich mit dem Team, wo eine Unterstützungsleistung von meiner Seite benötigt wird, innerhalb unserer Organisation, wo ich bei Projekten koordinativ tätig bin, das heißt, dass wir uns in verschiedenen Teams gemeinsam für Kunden abstimmen – und natürlich auch Kundentermine. Ein typischer Arbeitsalltag ist bei mir schon relativ stark strukturiert und es sind viele Termine vorgesehen – nebenbei bearbeite ich auch meine E-Mails.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ich bin Wienerin, bin hier aufgewachsen und auch in die Volksschule gegangen, habe dann die Mittelschule besucht – und eine HBLA, dort mit einer Spezialisierung auf Europa und das war die Zeit, in der mein Interesse an Steuern und internationaler Tätigkeit geweckt worden ist – ich habe dann begonnen, an der WU (Wirtschaftsuniversität) Wirtschaft und Recht zu studieren und das Studium dort auch abgeschlossen. Zu dieser Zeit habe ich schon angefangen, ein Praktikum bei PwC zu machen, weil ich eben diese Verbindung von Theorie und Praxis haben wollte, was mir auch gut getan hat. Ich habe dann im Bereich Asset Management bei PwC gestartet und innerhalb von drei bis vier Jahren konnte ich dort auch schnell aufsteigen, habe ein kleines Team geführt. Und im Jahr 2010 habe ich dann auch ein halbes Jahr in Luxemburg gearbeitet, dort in dem Partner-Team, was ich auch jedem wärmstens empfehlen kann. Gegen Ende meiner Steuerberaterinnenausbildung, welche ein wichtiger Bestandteil in unserem Berufsfeld ist, habe ich dann meine Tochter bekommen, das war für mich auch eine Zeit, in der ich mich umorientieren wollte und ich habe die Möglichkeit bekommen, ein Dreivierteljahr zur Hälfte in meinem alten Bereich, und zur anderen Hälfte in einem neuen Bereich – “People and Organisation“ – zu arbeiten. Nach diesem Dreivierteljahr habe ich mich dann dazu entschlossen, wirklich in "People and Organisation" zu bleiben, insbesondere, weil dort der menschliche Aspekt und die Arbeit mit Kunden sehr stark im Vordergrund steht. Mittlerweile leite ich in der Abteilung "People and Organisation" den Bereich "Global Mobility" in dieser Position bin ich nun bereits seit zweieinhalb Jahren tätig und das ist auch die Rolle, die ich aktuell noch ausführe.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Für meinen Job muss man auf jeden Fall Steuerberaterin sein, ich denke, das muss einem bewusst sein, wenn man in diesem Berufsfeld tätig sein möchte, es das Berufsrecht erfordert, dass man die Berufsberechtigung erlangt. Die Grundausbildung muss nicht unbedingt der meinen entsprechen, das heißt, es würde wahrscheinlich auch ohne eine wirtschaftliche Grundausbildung gehen. Sprachenaffinität ist wichtig, ich spreche doch auch sehr viel Englisch, auch eine zusätzliche Fremdsprache ist sicher nicht schlecht. Und man muss offen sein und einfach gerne mit Menschen arbeiten – ich habe eine Führungsrolle das heißt, dass ich auch gegenüber dem Team erreichbar, empathisch und offen für die Fragestellungen sein muss. Das sind sicher Charaktereigenschaften, die man mitbringen muss. Abschließend braucht es noch Stressresistenz. Ich denke, das ist meistens so in Führungsrollen. Man muss einfach Ruhe bewahren, wenn rundherum alles schon in Aufregung gerät – und das ist auch ein wenig meine Rolle im Team.

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