Sebastian WolfAuszubildende*r Azubi Werkfeuerwehrmann
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Es ist immer schön, wenn man ein Auto mit allen möglichen Arbeitsmitteln, die man dabei hat, zerlegen darf oder einmal mit den großen Löschfahrzeugen 140 km/h fahren darf”, erzählt Sebastian Wolf über die Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann am Flughafen München. “Die ersten eineinhalb Jahre sind handwerkliche Grundausbildung. Da lernen wir Elektrotechnik, Metalltechnik, Holztechnik und haben einen Heizungssanitärlehrgang.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Sebastian Wolf, bin im ersten Lehrjahr meiner Ausbildung am Flughafen München zum Werkfeuerwehrmann.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Die Ausbildung bei der Flughafenfeuerwehr dauert 3 Jahre. Die ersten 1,5 Jahre haben wir handwerkliche Grundausbildung, wo wir Elektrotechnik, Metalltechnik und Holztechnik lernen, und einen Heizung-Sanitär Lehrgang machen. Währenddessen sind wir immer wieder auf der Feuerwache, wo wir die Grundtätigkeiten eines Feuerwehrmannes lernen. Dann haben wir ein halbes Jahr lang die Ausbildung zum Rettungssanitäter und machen den LKW Führerschein. Das letzte Jahr haben wir den Feuerwehr Grundlehrgang. In der Ausbildung beginnen wir meistens um 07:00 und arbeiten 8 Stunden. Wir dürfen zwar noch nicht auf Einsätze mitfahren, lernen aber die Grundtätigkeiten möglichst praxisnahe und in Schutzkleidung. Wir üben dann zum Beispiel Autos aufzuschneiden, den Verkehr abzusichern, oder Lüftungsanlagen zu prüfen. Wir machen auch regelmäßig bei Gebäudebegehungen mit und sehen uns dort die Brandschutzeinrichtungen an. Die Ausbildung besteht zum größten Teil aus Praxis, die ersten 1,5 Jahre sind wie in einem handwerklichen Beruf, und bei der Feuerwehr ist es etwa wie bei der freiwilligen Feuerwehr wo man die Grundlagen lernt. Im letzten Jahr beim Grundlehrgang kommt man dann täglich beim Löschaufbau mit dem Pressluftatmer ins Schwitzen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich bin in München geboren, und in der Gemeinde Sauerlach im Landkreis München aufgewachsen. Ich bin auf den technischen Zweig in der Realschule gegangen und dann auf die Fachoberschule Technik München. Im Internet habe ich dann gelesen, dass der Flughafen München die Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann anbietet, und ich habe mich dort beworben obwohl ich schon eine Zusage zur Elektroniker Lehre hatte. Nachdem ich alle Aufnahmetests geschafft hatte, habe ich diese aber abgesagt.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Sehr wichtig ist Teamfähigkeit, da man sich gegenseitig aufeinander verlassen muss. Man sollte sportlich sein, weil man ja einen sportlichen Aufnahmetest hat, und auch in der Ausbildung und später im Beruf regelmäßig Sport betreiben muss. Und man sollte handwerkliches Geschick mitbringen.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

In meiner Ausbildung macht mir die Feuerwehrtechnik am meisten Spaß. Es ist schön, Autos mit seinen Werkzeugen zu zerlegen, oder mit großen Löschfahrzeugen bei Bewegungsfahrten mitzufahren. Auch der Rettungssanitäter Lehrgang ist sehr interessant.

Was ist die größte Herausforderung?

Die Schwierigkeit ist, dass wir in sehr vielen Bereichen handwerklich und feuerwehrtechnisch viel wissen sollten und viel Input bekommen. Man muss das Wichtigste mitnehmen und behalten, weil man es später im Berufsleben bei Einsätzen, zum Beispiel bei Wasserrohrbrüchen oder Problemen mit Schaltschränken, brauchen kann.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Es ist immer gut, wenn man in der Schule aufpasst. Ich merke das bei mir selber, ich habe aus der Realschule ziemlich viel mitgenommen, was mir in der Ausbildung sehr hilft. Ich muss nicht mehr allzu viel machen, weil ich die Grundlagen schon gelernt, und gut aufgepasst habe.

Wie werde ich

Berufsfeuerwehrmann*frau

Du möchtest nicht nur ein Held sein, der Gutes tut und Menschen rettet, sondern bist auch bereit, hart dafür zu arbeiten und dein eigenes Leben zu riskieren? Dann ist eine Ausbildung bei der Feuerwehr vielleicht das Richtige für dich. Feuerwehrleute arbeiten in Schichtarbeit oder in Bereitschaftsdienst, sodass sie im Falle einer Gefahrensituation jederzeit einsatzbereit sind. Vor Ort bist du mit deinem Team dafür zuständig, den Unfallort zu sichern und die Gefahrenquelle zu beseitigen oder zu bekämpfen. Dabei handelt es sich meist um Brände, aber auch um gefährliche oder leicht entzündliche Chemikalien, die von der Feuerwehr entfernt werden. Außerdem löscht du nicht nur Feuer, sondern leistest vor allem Erste Hilfe für die betroffenen und verletzten Menschen. Als Feuerwehrmann bist du nämlich gleichzeitig Rettungssanitäter, sodass du die Erstversorgung am Unfallort übernehmen kannst, bis der Notarzt eintrifft. Zudem leistet die Feuerwehr Hilfe bei Katastrophen oder rettet Menschen und Tiere aus lebensbedrohenden Situationen, die nicht unbedingt immer mit Feuer oder Bränden in Verbindung stehen. Je nachdem, was gerade passiert, setzt sich dein Dienst aus Einsätzen, Innendienst bzw. Bereitschaftsdienst oder auch Übungen zusammen. Dein Dienstplan gliedert sich in 24-Stunden-Dienste, sodass dir die Feuerwache ein eigenes Bett zur Verfügung stellt. Sobald ein Notruf eingeht, springst du aus deinem Bett direkt in den Löschwagen.

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