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Tim FrickeAerospace Engineer

“Man kann auch Dinge ausprobieren, es muss nicht funktionieren, man kann auch scheitern, aber man kann dafür auch tolle neue Sachen entdecken”, erzählt Tim Fricke über die Vorteile seines Jobs als Aerospace Engineer. Die Einschränkungen sind hingegen die eines Bürojobs, “Ich sitze innen und guck’ mir die Sonne durchs Fenster an.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Der erste Ratschlag wäre: tu, was dir Spaß macht. Wenn du Leidenschaft hast in dem, was du tust, dann bist du automatisch auch anderen einen Schritt voraus und bist einfach gut und es macht auch noch Spaß. Zweitens: bewahre dir ein Stück von dem Idealismus, den du hast. Als Jugendlicher hat man immer sehr viel davon. Und drittens: Fremdsprachen lernen. Man tut sich nie wieder so leicht, das ist etwas, das wurde mir gesagt, als ich jung war und man hört da nicht drauf, aber es ist so und ich würde so gerne noch einige Fremdsprachen lernen, es ist jetzt sehr viel schwieriger und Fremdsprachen sind das Tor zur Welt.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Auf meiner Visitenkarte steht Tim Fricke, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Flug-System-Dynamik der Technischen Universität München

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste an meinem Job ist die Freiheit, die man hat. Es ist zwar heute tatsächlich so, dass man an der Universität sehr stark auch abhängig ist von Geldgebern, von externen Geldgebern. Nichtsdestotrotz hat man in der Forschung immer noch sehr viel Freiheit und es ist toll, nicht den ganzen Tag, nicht die ganze Arbeitszeit ausgerichtet zu haben auf Ergebnisse, die man liefern muss, sondern man kann auch Dinge ausprobieren. Und es muss nicht funktionieren, man kann auch scheitern, aber man kann dafür auch tolle neue Sachen entdecken.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Die Einschränkungen sind die eines Büro-Jobs. Ich sitze innen und gucke mir die Sonne durch das Fenster an tagsüber.

Worum geht es in Deinem Job?

Am Lehrstuhl für Flug-System-Dynamik beschäftigen wir uns mit der Dynamik von fliegenden Systemen, also meistens Flugzeuge. Ich persönlich bin in der Flugsteuerung in der Forschung tätig. Das heißt es geht darum, wie steuern Piloten Flugzeuge, wie muss ich Flugzeuge entwerfen und auslegen, damit Piloten diese Flugzeuge gut steuern können und einfach steuern können und auch eben sicher steuern können und meine Arbeit schaut ganz konkret so aus, dass ich sehr viel über die Theorie der Steuerung und auch über den Menschen theoretisch lernen muss, aber was das Tolle ist auch an der Ingenieursarbeit ist, diese Theorie immer in Richtung Anwendung zu bringen und wirklich Experimente zu machen. Wir haben einige Flugsimulatoren und dann eventuell neue Methoden in diesen Flugsimulator-Experimenten zu validieren. Also ein typischer Tag kann so ausschauen, dass ich morgens in die Arbeit komme und erstmal ein paar wissenschaftliche Artikel lese und schaue, dass ich mich auf den neuesten Stand bringe, dann kommen vielleicht ein paar Studenten mit Fragen und dann stehe ich denen für eine Weile zur Verfügung. Am Nachmittag gibt es dann vielleicht eine Führung für eine Schulklasse und ansonsten ist auch noch einiges an Bürokratie zu bewältigen immer.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ich bin geboren in München und dort auch zur Schule gegangen. Während der Schulzeit war ich im Tölzer Knabenchor auch Solist und war ein bisschen in aller Welt mit Auftritten. Gleichzeitig war ich aber schon immer fasziniert von der Fliegerei, von Flugzeugen und nach dem Abitur, nach dem Zivildienst habe ich geguckt, wie ich die Faszination der Fliegerei ein bisschen verbinden kann mit meiner kreativen Ader und bin auf den Beruf des Ingenieurs gestoßen und auf den Studiengang der Luft- und Raumfahrt, was ich dann studiert habe an der Technischen Universität München. Während des Studiums habe ich mich beworben, erfolgreich auch beworben für einen Doppel-Diplom-Studiengang, der mich dann zwei Jahre lang nach Frankreich geführt hat, bin wieder zurückgekommen nach München, habe mein Studium abgeschlossen an beiden Hochschulen, der deutschen und der französischen und habe direkt weitergemacht als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Man kann mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen zum wissenschaftlichen Mitarbeiter werden, auch bei uns am Lehrstuhl für Flug-System-Dynamik. Das weiß ich von meinen Kollegen. Da gibt es ganz unterschiedliche Hintergründe. Was wir alle gemeinsam haben ist ein Hochschul-Abschluss und wir haben eigentlich auch alle ganz gute Noten da gehabt, das ist denke ich wichtig. Was auch wichtig ist, ist eine gewisse Leistungsbereitschaft und eine Leidenschaft für das, was wir tun. Dienst nach Vorschrift ist bei uns nicht angesagt, aber sonst steht es allen offen, die diese Anforderungen erfüllen.

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