Thema: Erstes Vorstellungsgespräch

Von Vincent Amadeus
18.11.2021

Dein erstes Vorstellungsgespräch – das erwartet dich

Du kommst gerade frisch aus der Schule und hast dich für einen Ausbildungsplatz beworben? Du steckst mitten im Studium und möchtest ein Praktikum absolvieren oder als Werkstudent*in arbeiten, um etwas Arbeitsluft zu schnuppern? Oder hast du die Uni schon erfolgreich hinter dir gelassen und jetzt wartet der Ernst des Lebens mit der ersten Festanstellung auf dich? In all diesen Fällen kommst du um eines nicht herum: das Vorstellungsgespräch, auch Bewerbungsgespräch oder ganz freundlich Kennenlerngespräch genannt. Das kann durchaus den ein oder anderen Schweißausbruch verursachen, schließlich willst du in dieser völlig unbekannten Situation trotzdem alles richtig machen. Aber wir können dir versichern: Authentizität und gute Vorbereitung reichen aus, um ein Bewerbungsgespräch gut zu meistern. Sicherlich hast du das schon zu genüge gehört und gelesen und möchtest jetzt endlich wissen, worauf es wirklich ankommt – schließlich kann man Nervosität nicht einfach abschalten. Deshalb haben wir hier die wichtigsten Punkte für dich gesammelt, wie du dich auf dein Bewerbungsgespräch vorbereiten kannst.

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab und was musst du beachten?

Ebenso unterschiedlich wie Menschen sind auch Unternehmen und ihre Vorstellungsgespräche. Eine allgemeingültige Aussage zum Ablauf eines Bewerbungsgesprächs lässt sich deshalb nicht treffen. Einige generelle Tipps können wir dir aber dennoch mit auf den Weg geben:

  • Stelle dich deutlich und freundlich vor

  • Höre aufmerksam und interessiert zu

  • Antworte ehrlich, spontan und nicht zu ausufernd

  • Zeige dein Interesse anhand eigener Fragen

  • Lass dich nicht aus der Ruhe bringen

Wie bereite ich mich auf das Vorstellungsgespräch vor?

Eine gute Vorbereitung ist schon die halbe Miete für ein gutes Bewerbungsgespräch. Das kannst du dir nicht vorstellen? Lass dich von uns gerne vom Gegenteil überzeugen. Aufregung gehört zu jedem Kennenlerngespräch dazu, das ist normal und auch vollkommen in Ordnung. Aber wovor bist du aufgeregt? Ist es die Angst vor schwierigen Fragen? Ist es die Unsicherheit über dein Auftreten – sowohl optisch als auch charakterlich? Meist ist es gar nicht die generelle Angst vor der ungewohnten Situation, sondern konkrete Sorgen. Wenn du diese erkennst, kannst du den Ängsten mit der richtigen Vorbereitung aktiv vorbeugen.

Was soll ich zum Bewerbungsgespräch tragen?

Schon weit im Voraus kannst du dir Gedanken über dein Outfit machen. Bestimmt hast du das schon häufiger gelesen und so klischeehaft es auch klingt – es ist definitiv wahr: Trage nichts, worin du dich nicht zu 100 % wohl fühlst! Wenn du dich verkleidet fühlst, hilft dir auch der teuerste Anzug oder die zierlichsten Schuhe nichts – du wirst dich unwohl fühlen alleine wegen deiner Kleidung und dies auch ausstrahlen. Überleg dir also, worin du dich sonst am wohlsten fühlst und welcher Stil dir am meisten zusagt. Du bist eher ein*e T-Shirt- und Pulli-Liebhaber*in? Dann trag doch einfach einen Blazer oder ein Jackett über einem hochwertigen Shirt oder eine Buse oder Hemd unter einem hübschen Pullover. Du trägst auch im Alltag gerne schicke Mode? Dann nichts wie rein in die High Heels oder den Anzug! Glücklicherweise ist der Dresscode bei Bewerbungsgesprächen heute nicht mehr allzu streng und die aktuelle Mode macht es möglich, leger und gleichzeitig stilvoll gekleidet zu sein – Stichwort: Business Casual! Ein letzter Tipp: natürlich gibt es schon branchenspezifische Unterschiede – schau doch einfach mal auf der Website des jeweiligen Unternehmens, wie die Mitarbeiter*innen auf den Fotos gekleidet sind. Mehr Infos zur Kleidung für dein Vorstellungsgespräch findest du in unserem dazugehörigen Blogpost!

Wie bleibe ich während des Kennenlernens cool?

Zuallererst einmal: Nicht nur du suchst einen Job. Die Firma sucht auch eine neue Arbeitskraft. Es handelt sich also nicht nur um ein Vorstellungsgespräch, in dem alleine du dich in einem einseitigen Interview beweisen musst, sondern vielmehr um ein gegenseitiges Kennenlernen. Deine Bewerbungsunterlagen haben schon so sehr überzeugt, dass du nun hier sitzt – jetzt ist deine Gelegenheit, Fragen zu stellen und deine möglichen Kolleg*innen oder Vorgesetzten kennenzulernen. Kannst du dir vorstellen, hier zu arbeiten? Fühlst du dich – trotz leichter Aufregung – wohl? Stimmen die Vorstellungen auf beiden Seiten überein? Durch und durch cool durch das Gespräch geht trotzdem nicht, denkst du? Sicher, etwas Rest-Nervosität bleibt immer, aber: wenn du weißt wer du bist, was du kannst und wonach du suchst, kannst du viele der Fragen selbstsicher und souverän beantworten. Bereite dich also auf Fragen zu deiner Person und zu dem Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, vor. Was macht deine Persönlichkeit – sowohl privat als auch im Berufsalltag aus? Was weißt und kannst du schon, was sind deine Spezialgebiete und was möchtest du unbedingt noch lernen? Was wünscht du dir von deinen Arbeitgeber*innen und mit welchen Erwartungen startest du in deine Ausbildung, dein Praktikum oder deine Festanstellung? Übertreiben oder gar schummeln solltest du selbstverständlich nicht, über deine tatsächlichen Kenntnisse darfst du aber durchaus selbstbewusst sprechen und deine Fähigkeiten stolz präsentieren. Noch weitere Tipps, wie du entspannt in dein erstes – oder auch in dein zehntes – Vorstellungsgespräch gehst, findest du in unserem thematisch abgestimmten Blogartikeln.

Wie reagiere ich auf unerwartete Fragen?

Auch die beste Vorbereitung wappnet uns nicht vor unerwarteten Fragen. Aber das ist noch lange kein Grund zur Panik, schließlich sitzen dir auch nur Menschen gegenüber, die erstens wissen, wie unangenehm sich deine Situation anfühlen kann und die dich zweitens vielleicht etwas testen möchten, dir aber nichts Schlechtes wollen. Wenn du also auf eine Frage nicht direkt eine Antwort weißt, hast du verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Am wichtigsten ist dabei, dass du dich nicht unter Druck gesetzt fühlst – du musst nicht jede Frage innerhalb weniger Sekunden beantworten können! Denk also ruhig über deine Antworten nach – du kannst auch um einen kurzen Augenblick Zeit bitten, so wissen deine Gesprächspartner*innen, dass du vollkommen bei der Sache bist und nur nicht unüberlegt antworten möchtest. Wenn du etwas zu deinem Privatleben, Religion oder Politik gefragt wirst obwohl die zu besetzende Stelle nichts damit zu tun hat, musst du dank des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes in Deutschland und in Österreich dank des Bundesgesetzes über die Gleichbehandlung nicht wahrheitsgemäß antworten und kannst auch höflich aber bestimmt eine Grenze ziehen, indem du sagst, dass du diese Frage nicht beantworten möchtest. Mehr zu unangenehmen Situationen im Bewerbungsgespräch und was es mit der Touch-Turn-Talk-Formel auf sich hat, erfährst du in unseren zugehörigen Blogartikeln. Und wenn du das Vorstellungsgespräch lieber direkt umgehen möchtest, wird doch einfach Pokémon-Trainer!

Dein erstes Vorstellungsgespräch entspannt meistern

Klar, ein Vorstellungsgespräch ist aufregend – insbesondere dann, wenn es eines der ersten ist. Wir hoffen, dass wir dir hier etwas die Angst nehmen konnten und du selbstbewusst und sogar vorfreudig in dein bevorstehendes Kennenlernen gehst. Und vielleicht schaffst du es sogar, den letzten Funken Aufregung als Spannung und Neugierde zu sehen! Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Bewerbungen, Kennenlerngesprächen und beim Start ins Berufsleben!