Arbeiten als Blogger/-in

Blogeinträge wurden früher hauptsächlich als Tagebuchfunktion genutzt. Heute hast du darüber hinaus vielmehr die Möglichkeit, in einem Beitrag deine Meinung zu verschiedenen Themen im Internet mitzuteilen, Kommentare abzugeben oder gesammelte Informationen zusammenzufassen und ansprechend darzustellen. Besonders beliebt bei den Lesern sind hierbei Blogs zu den Themen Mode und Urlaub. Deiner kreativen Gestaltung der Inhalte sind multimedial in Form von Text, Bild, Video, oder mit Infografiken nahezu keinerlei Grenzen gesetzt. Blogger gelten daher oftmals als innovative Kraft, da sie einen entscheidenden Beitrag zu den Entwicklungen im klassischen sowie im Online-Journalismus leisten. Wenn du dich für etwas begeisterst und Fortschritte oder Entwicklungen in deinem Leben mit anderen Menschen im Internet teilen willst, dann ist ein Blog genau das Richtige für dich. Auf diesem Weg kannst du dich und deinen Content mit Hilfe von Feedback und durch Kommentare aus deiner Leserschaft weiterentwickeln. Indem du zum Beispiel Fragen stellst, kannst du eine Community aufbauen, die dich beim Bloggen begleitet und dir Tipps gibt.

Q&A mit Ben Paul

Blogger, Productivity Coach, Education Punk bei Stories aus Deutschland

Wie nah ist dein jetziger Job an deinem Kindheitstraum?

Als Kind habe ich davon geträumt Pilot zu werden. Das wurde dann nichts, weil meine Augen zu schlecht sind. Heute bin ich Blogger. Das bedeutet, dass ich Erfahrungen mache und diese dann an andere Menschen weitergebe, sodass sie ihnen im besten Fall weiterhelfen. Mittlerweile darf ich jeden Monat ca. 100.000 Menschen erreichen – das ist eine echte Ehre und manchmal jagt mir das auch ein bisschen Angst ein. Was ich am Bloggen liebe? Na klar, die Freiheit und dass es einfach Sinn macht für mich. Ich bekomme viel Feedback von meinen Lesern und sehe zu welchen Veränderungen in ihrem Leben meine Artikel sie inspirieren. So habe ich oft das Gefühl wirklich etwas beitragen zu können. Und weil ich zum Arbeiten nur mein Laptop und ab und zu mal eine Kamera brauche, könnte ich prinzipiell genau so viel reisen wie ein Pilot – nur eben nicht im Cockpit, sondern entspannt etwas weiter hinten im Flugzeug.

Wie würdest du die Work-Life-Balance in deinem Beruf beschreiben?

Das Schöne am Blogger-Dasein ist, dass ich nicht nur ziemlich frei bestimmen kann von wo ich arbeite, sondern auch wann ich arbeite. Das klingt natürlich erst mal sehr vielversprechend. Und ja, ich genieße es tatsächlich an manchen Tagen einfach auszuschlafen, ganz ohne Wecker. An anderen Tagen dagegen bin ich auch mal gerne ab 5 Uhr in der früh auf den Beinen, um Projekte vorwärts zu bringen. Was es also braucht ist ein gutes Zeitmanagement, dann bleibt auch viel Zeit für Freunde, Sport und andere schöne Dinge. Und ja, das mit dem Urlaub ist auch so eine Sache: Den muss ich mir selbst nehmen und das vergesse ich dann manchmal. Aber ich denke das kann auch ein gutes Zeichen sein und ich arbeite dran.

Wo siehst du deinen Beruf in 20 Jahren?

Ich beobachte derzeit, dass die Blogger-Szene gerade nochmal einen großen Zulauf erlebt. Vor kurzem hat sogar die erste Fernuni “Blogging” als Studiengang eingeführt. Mit der von mir gegründeten Blogging University war ich aber natürlich schon früher dran und darf mittlerweile über 300 Teilnehmer auf dem Weg zu einem Leben als erfolgreiche Blogger begleiten. Ich glaube der Reiz des Bloggens liegt vor allem darin, dass man als Blogger selbständig arbeiten kann und selbst Schwerpunkte setzen kann, die man sinnvoll findet. Gleichzeitig kann man auch etwas von sich persönlich zeigen und für etwas eintreten. Ich glaube also, dass wir in Zukunft noch viel mehr professionelle Blogger sehen werden, die auch davon leben können, was sie tun.