Arbeiten als Informatiker/-in?

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Was ist dein Job als Informatiker/-in?

Wenn dich jemand als Nerd bezeichnet, nimmst du das als Kompliment. Du bist hervorragend in Mathematik, logisches Denken liegt dir total, und außerdem nimmst du irrsinnig gern Geräte auseinander, um zu sehen, wie sie funktionieren. Du kannst dir auch gut vorstellen, dich in 20 oder 30 Jahren nur mehr um unsere Roboter-Overlords zu kümmern und ihre Stromkreise zu warten. Das klingt nach dir? Dann bist du wahrscheinlich der geborene Informatiker. Als Informatiker ist es primär deine Aufgabe, dir zu überlegen, wie man langweilige und repetitive Aufgaben automatisieren könnte, um das Unternehmen als ganzes effizienter zu gestalten. Dabei musst du dich sowohl um Computernetzwerke kümmern als auch Software schreiben und Datenbanken warten. Dein Job ist es, dafür zu sorgen, dass die Technik reibungslos funktioniert. Wenn du nicht nur unternehmensintern arbeitest, unterstützt du eventuell auch Kunden und lieferst anderen Unternehmen maßgeschneiderte Software.

Fakten

Einkommen:

D: 1.800 - 2.700 Euro/Monat
Ö: 1.700 - 3.000 Euro/Monat

Männlich/Weiblich:

Männer: 85 % – Frauen: 15 %

Bildungsweg:

Ausbildung oder Studium

Regelstudienzeit:

D: 3 Jahre Ausbildung, Regelstudienzeit: Bachelor – 6 Semester, Master – 4 Semester
Ö: 3 Jahre Lehre, 3 Jahre BMS, 5 Jahre BHS, Regelstudienzeit: Bachelor – 6 Semester, Master – 4 Semester

Wichtige Schulfächer:

Mathematik, Englisch

Zukunftsaussichten als Informatiker/-in

Informatiker sind nach wie vor hoch gefragt. Es inskribieren zwar immer mehr Leute für ein Informatikstudium, doch bis zum Abschluss schaffen es bei weitem nicht alle. Ganz besonders dann, wenn du dich einmal durch ein Studium gebissen hast, hast du im Beruf also beste Aussichten, denn hoch qualifizierte IT-Fachkräfte sind schwierig zu finden. Dementsprechend gut sieht es auch mit deiner Bezahlung aus. Wenn Geld für dich eine große Rolle spielt, bist du in der Informatik richtig. Du kannst deinen Beruf auch relativ international ausüben und eigentlich überall dort arbeiten, wo du Grundkenntnisse in der Landessprache vorweisen kannst. Auch als Fachinformatiker ohne Studium sind deine Chancen gut. Du wirst in jedem Unternehmen gebraucht, denn heutzutage verrichtet so gut wie jede Firma ihre Arbeit mit Hilfe von Computersystemen. Egal, ob mit Studium oder ohne: um eine feste Anstellung musst du in der Informatik nicht bangen.

Q&A mit Karsten Thau

Anwendungsentwickler bei Die Techniker

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?

Ich habe mich schon in jungen Jahren sehr für Computer interessiert und gerne an ihnen gebastelt.
Schon damals habe ich mir vorgenommen, etwas mit Computern zu machen, ohne zu wissen, was es in diesem breiten Feld alles gibt. Später habe ich im Schulalter erste kleine Anwendungen programmiert und gemerkt, wie viel Spaß mir dies macht. Ich habe mich daher entschlossen, mir einen Beruf zu suchen, in dem ich Anwendungen programmieren kann. Auf der Suche nach einem entsprechenden Studiengang bin ich auf das Angebot der Techniker aufmerksam geworden. In Kooperation mit der Nordakademie in Elmshorn bildet die Techniker duale Studenten der Wirtschafts- und neuerdings der Angewandten Informatik aus. Da mir sowohl die Inhalte des Studiengangs, als auch das Angebot der Techniker zugesagt haben, habe ich mich für ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik entschieden - und bin mit der Entscheidung bis heute sehr glücklich. Neben der reinen Programmierung finden nämlich auch Abstimmungen mit der Fachabteilung statt, Ausschreibungen müssen betreut und Projekte umgesetzt werden. Die Techniker bietet also ein breites Spektrum an Aufgaben.

Wie können Sie sich in Ihrem Beruf einbringen und selbst verwirklichen?

Als Anwendungsentwickler im Intranet planen und entwickeln wir Webanwendungen und unser Intranet Portal. Hierbei kann ich mich mit eigenen Ideen einbringen und die Fachanforderungen sehr selbstständig umsetzen. Wir nutzen moderne Technologien und haben die Möglichkeit, Dinge auch einfach mal auszuprobieren. Dies macht mir sehr viel Spaß. Im Team diskutieren wir die verschiedenen Lösungsansätze und stellen uns diese gegenseitig vor, damit wir die beste Lösung für ein Problem finden. Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben.

Wo sehen Sie Ihren Beruf in 20 Jahren?

Immer mehr Bereiche unseres alltäglichen Lebens werden von Computern unterstützt. Neuerdings sind es die smarten Assistenten, die uns auf Zuruf mit Informationen versorgen, unsere Termine verwalten und uns das Wetter ansagen. Meiner Meinung nach ist dies erst der Anfang. Ich bin sehr gespannt, wie wir uns hier in den nächsten 20 Jahren entwickeln. Fest steht aber, dass all diese Anwendungen programmiert werden müssen. Daher wird der Beruf des Anwendungsentwicklers immer wichtiger werden. Neue Technologien ermöglichen immer neue Anwendungen. Daher wird es nie langweilig werden.

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