Architekt*in

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Wie werde ich Architekt*in?

auch bekannt als Bauleiter*in, Baumeister*in

Wenn du als Kind mit Lego-Bausteinen gespielt hast, hast du sie nicht einfach nur gestapelt, sondern du hast Villen und Schlösser gebaut. Dafür hast du dir genau überlegt, welches Zimmer wohin kommt und wie viele Etagen dein Bauwerk haben wird. Als du später Sims gespielt hast, hat dich der Bau der Häuser und Einkaufszentren mehr fasziniert, als das Erstellen einer Familie. Wenn du dich darin wiedererkennst, scheint es ganz so, als hätte schon in jungen Jahren ein kleiner Architekt in dir geschlummert. Denn als Architekt entwickelst du Konzepte für Gebäude. Dabei ist es egal, ob du gerade ein Einfamilienhaus, ein Schulgebäude oder eine Industriehalle entwirfst. Du berücksichtigst schon während der Planung die Energieeffizienz und überlegst dir, welche Materialien für den Bau verwendet werden. Damit deine Kunden sich einen Eindruck von deinen Vorstellungen machen können, erstellst du die Immobilie schon im Vorfeld digital und arbeitest zusammen mit Zulieferfirmen und Handwerkern Kostenvoranschläge aus. Architekten treten auch mit Bauaufsichtsbehörden in Kontakt. Mit ihnen besprichst du den rechtlichen Rahmen deines Projekts und holst die Genehmigungen ein. Während dem tatsächlichen Bau überprüfst und protokollierst du immer wieder den Fortschritt und die Qualität. Das wohl coolste an deinem Job: Du siehst, dass deine Visionen Wirklichkeit werden können.

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Arbeiten als Architekt*in

Wichtige Fähigkeiten als Architekt*in

Als Architekt zeichnest du nicht mal eben eine Skizze für ein Haus, sondern du planst jedes Detail für den späteren Bau. Das bedeutet du berechnest die Statik und denkst an rechtliche, wirtschaftliche, biologische und soziale Bedingungen. Du achtest also darauf, dass dein Gebäude der jeweiligen Witterung standhält und es sich gut in umliegenden Immobilien integriert. Deshalb trägst du in diesem Beruf auch viel Verantwortung. Bei der Anfertigung deiner Bauskizzen helfen dir neben deiner Kreativität vor allem technische Programme, die du bedienen können musst. Außerdem brauchst du räumliches Vorstellungsvermögen, um abschätzen zu können, welche Raumaufteilung und welche Raumgrößen die jeweiligen Gebäude haben müssen. Da du an verschiedenen Projekten gleichzeitig arbeitest, musst du dich flexibel in die jeweiligen Aufträge hineindenken können. Eine weitere Herausforderung findet sich in den Vorgaben der Kunden. Sie werden dir nicht nur grobe Vorstellungen und Wünsche mitteilen, sondern dir auch Zeitvorgaben geben. An diese solltest du dich halten. Deshalb kann es sein, dass du den ein oder anderen Abend, während ein Projekt sich der Ziellinie nähert, länger im Büro verbringst. Du bist persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Projekt und solltest auf eine Mail möglichst schnell und kompetent reagieren.

Wie werde ich Architekt*in?

Es klingt ganz simpel: Um Architekt zu werden, musst du Architektur studieren. Aber du wirst nicht der einzige Mensch sein, der von einer Karriere in diesem Beruf träumt. Deswegen gibt es an vielen Universitäten und Hochschulen Zulassungskriterien für das Studium. In Deutschland musst du einen bestimmten Numerus Clausus erfüllen und zusätzlich Eignungstests absolvieren. Auch in Österreich ist die Zulassung über eine Eignungsprüfung geregelt, die die begehrten Plätze verteilt. Hast du es erst einmal in den Studiengang geschafft, ist das gerade mal die halbe Miete. Denn das Studium ist hart und verlangt neben viel Lernaufwand praktische Projektarbeiten. Als angehender Architekt bzw. Architektin solltest du zusätzlich Berufserfahrungen durch Praktika sammeln und Kontakte für dein späteres Arbeitsleben knüpfen.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Architekten haben viele Möglichkeiten sich weiterzubilden und zu spezialisieren. Du kannst zum Beispiel verschiedene Universitätslehrgänge belegen, um Zusatzqualifikationen, wie Lichtgestaltung, Baurecht oder Solararchitektur, zu erlangen. Auch eine Spezialisierung in einem Fachbereich ist denkbar (z.B. Restaurierung, Konservierung, Innenarchitektur oder Stadt- und Regionalplanung). Stadt- und Regionalplanung, Innenarchitektur, Lehrtätigkeiten an Universitäten oder auch die Energieberatung bieten spannende Aufgaben.

Zukunftsaussichten als Architekt*in

Deine Zukunft kannst du entweder als Angestellter in einem Büro für Planung und Architektur gestalten oder du machst dich als freier Architekt selbstständig. Auch die Übernahme eines Bauunternehmens ist denkbar. Da du ein Architekturstudium absolvieren musst, um den Beruf auszuüben, wird schon vorher selektiert und du hast gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die gesamte Baubranche wird sich in den nächsten Jahren verändern, was auch die Arbeit von Architekten beeinflussen wird. Denn Vernetztes Wohnen und nachhaltiges Bauen werden immer bedeutender. Smart oder Connected Living lautet die Zukunft der heimischen Elektronik. Geräte, wie der Kühlschrank, der Fernseher oder die Waschmaschine werden durch das Internet mit dem Smartphone vernetzt. Durch diese Technik kann die Heizung im Winter bequem von der Arbeit aus eingeschaltet werden und der Hausbesitzer kommt in ein warmes Wohnzimmer. Durch energetische Sanierungen und nachhaltiges Bauen wird die Wärmedämmung immer besser und verursacht weniger Erdölverbrauch. Auch die Nutzung von erneuerbaren Energien steht immer mehr im Fokus. Da Architekten von ihren Aufträgen leben, solltest du dir einen guten Ruf zulegen und bestenfalls schon während dem Studium Kontakte knüpfen. Auch die Medien und innovatives Denken können dir zu neuen Kunden verhelfen. Denn wenn deine Arbeit in positiven Artikeln erwähnt werden, ist das gute Werbung für dich und deine Firma. Auch ein eigener Blog kann dir für diesen Zweck helfen.