Arbeiten als Arzt/Ärztin

Der menschliche Körper, seine Anatomie und Prozesse faszinieren dich? Du möchtest Krankheiten auf den Grund gehen und heilen? Außerdem bist du sehr einfühlsam und arbeitest gerne im Kontakt mit anderen? Dann könnte dir der Arbeitsalltag von Ärzten gefallen. Du stellst eine Anamnese, auf deren Grundlage du die Untersuchung deines Patienten durchführst oder bei einem Facharzt veranlasst. Anschließend erhebst du Befunde, stellst Diagnosen aus und bestimmst die Behandlung bzw. Therapie. Oder du bist selbst ein Facharzt, der in speziellen Fällen zu Rate gezogen wird. Dabei triffst du nicht nur auf die unterschiedlichsten Symptome, sondern auch auf die verschiedensten Menschen und ihre Hintergründe. Denn als Arzt bekämpfst du nicht nur körperliche Leiden, sondern kümmerst dich auch immer ein Stück weit um Ängste, die durch Krankheiten entstehen können. Egal wie lange ein Tag wird, du kannst dir sicher sein: Langweilig wird es nicht!

Wie werde ich Arzt?

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Lebenretten – das ist deine Passion und Mission! Als Arzt ist genau das jeden Tag deine Aufgabe. Doch um durchzustarten, musst du erstmal einige Hindernisse aus dem Weg räumen. Schon in der Schule solltest du ein Überflieger sein und während dem Studium solltest du es dir dauerhaft in der Bibliothek gemütlich machen.

Q&A mit Priv.-Doz. Prim. Dr. Karl-Heinz Stadlbauer

Leiter der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin bei gespag ‒ Oö. Gesundheits- und Spitals-AG

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?

Für mich war es sehr spannend, die Funktionsweise des menschlichen Körpers zu erlernen. Komplexe Situationen zu analysieren und zu verstehen und in kritischen Situationen richtig zu reagieren sind wichtige Eigenschaften im anästhesiologischen Alltag. Die Vielfalt unseres Faches bestehend aus Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin haben für mich die Berufswahl sehr einfach gemacht.

Wie können Sie sich in Ihrem Beruf einbringen und selbst verwirklichen?

Jeden Tag neue PatientInnen mit unterschiedlichen– zum Teil sehr komplexen – Problemen stellen uns täglich vor neue Herausforderungen. Diese PatientInnen bestmöglich und sicher vor, während und nach einer Operation zu behandeln ist eine sehr erfüllende Aufgabe.

Wo sehen Sie Ihren Beruf in 20 Jahren?

Die Anästhesie entwickelt sich immer mehr in Richtung perioperative Medizin. Das heißt, wir kümmern uns vermehrt um PatientInnen auch vor einer Operation. Da wir nicht nur junge und ansonsten fitte PatientInnen operieren, bekommt eine adäquate Vorbereitung auf eine OP einen viel höheren Stellenwert. Von technischer Seite erwarte ich mir eine deutliche Verkleinerung unserer Geräte sowie noch mehr Interaktionen mit der Technik.