Bauingenieur*in

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Wie werde ich Bauingenieur*in?

auch bekannt als Hochbautechniker*in, Tiefbautechniker*in, Bauleiter*in, Bauprojektleiter*in, Bautechniker*in für Konstruktion

Du hast dich schon immer gefragt, wer die neue Brücke geplant hat oder wie das neue Bürogebäude in der Innenstadt entstanden ist? Wer kümmert sich eigentlich um Sanierungsmaßnahmen bei der Abwasserversorgung und wer hat das neue Gewerbegebiet realisiert? Die Antwort ist immer dieselbe: ein Bauingenieur. Als solcher planst du alle möglichen Arten von Bauarbeiten. Das bedeutet, du übernimmst die Berechnungen, bestimmst die theoretische Vorgehensweise und leitest die tatsächliche Ausführung. Je nach Spezialisierung kümmerst du dich um Hochbau und Industriebau oder Tiefbau. Außerdem kannst du auch daran beteiligt sein, neue Baustoffe und Bauverfahren in der Baustoffindustrie zu entwickeln. Egal ob Wolkenkratzer, Krankenhaus, Industriegebiet, ICE-Trassen oder Straßen: Jedes Bauprojekt könnte deines sein! Bei der Umsetzung achtest du darauf, dass die Anforderungen in Sachen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz eingehalten werden. Du prüfst Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren und beschäftigst dich auch mit den Personal- und Geldkosten.

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Arbeiten als Bauingenieur*in

Wichtige Fähigkeiten als Bauingenieur*in

Auf der Baustelle bist du derjenige, der den Überblick behält! Sei es bei Zahlungen, der Organisation oder der Einhaltung des Zeitplans. Damit deine Bauprojekte auch das halten, was sie versprechen, solltest du etwas von Konstruktion und Statik verstehen. Während der Architekt Gebäude nach seinen Vorstellungen entwirft, sorgst du nämlich für den praktischen Hintergrund. Du machst dir Gedanken, ob der Entwurf sinnvoll ist und alle Formalitäten wie Gesetze und Normen erfüllt sind. Deshalb solltest du das Baurecht nicht nur in der Theorie kennen, sondern es tatsächlich anwenden und verantwortungsbewusst arbeiten. Bausoftware und AVA-Programme helfen dir dabei. Wenn du selbst räumliches Vorstellungsvermögen mitbringst, erleichtert dir das die Arbeit ebenfalls. Schließlich musst du bereits während dem Bau erkennen, ob alles nach Plan läuft und der Entwurf eingehalten wird. Da du für jeden Auftrag das richtige Personal bestimmst und dieses anweist, solltest du auch Führungskompetenz mitbringen. Am Ende bist du ebenfalls für die Qualitätsprüfung verantwortlich und überprüfst durch deine Kompetenz, ob die richtigen Baustoffe verwendet wurden.

Wie werde ich Bauingenieur*in?

Der Berufstitel Ingenieur ist geschützt und darf nur getragen werden, wenn ein abgeschlossenes Bachelorstudium eines naturwissenschaftlichen oder technischen Studiengangs nachgewiesen werden kann. Deshalb führt der Weg in den Beruf eines Bauingenieurs nur über ein Studium, wobei es egal ist, ob du deinen Abschluss an einer Universität oder einer Fachhochschule machst. Je nachdem, ob du Führungspositionen, spezialisierte Aufgaben oder die Forschung anstrebst, bietet es sich an, zusätzlich den Master zu absolvieren oder sogar eine Promotion oder Habilitation anzustreben. In deinem Studium erlernst du vor allem die Grundlagen, die ein Ingenieur benötigt. Das bedeutet, du beschäftigst dich mit Konstruktion, mathematischen Berechnungen und Qualitätsmanagement. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, bereits während deiner Studienzeit Praktika zu absolvieren, um den Arbeitsablauf kennenzulernen und ersten Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern aufzunehmen. Diese können dir nach deinem Studium beim Berufseinstieg helfen – vorausgesetzt natürlich, du hast einen guten Eindruck hinterlassen.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Bauingenieure sind bereits gut ausgebildete Fachkräfte und blicken auf eine fundierte theoretische Ausbildung zurück. Wenn du nach deinem Studium eine Stelle hast, kannst du dich zum Projektleiter oder Projektmanager mausern oder sogar eine eigene Abteilung leiten. Außerdem kannst du nach einiger Praxiserfahrung eine Weiterbildung zum Bausachverständigen machen. In der Regel spezialisierst du dich entweder auf Hoch- oder Tiefbau.

Zukunftsaussichten als Bauingenieur*in

Ingenieure blicken nach ihrem Studium auf gute Karriereaussichten. Diese beschränken sich jedoch nicht nur auf Ingenieur- oder Architekturbüros. Du kannst ebenso in der Bauindustrie arbeiten, für eine Wohnbaugesellschaft oder für die öffentliche Verwaltung, beispielsweise im Bauamt. Denn gebaut wird auch in Zukunft sehr viel – egal ob im öffentlichen oder privaten Sektor. Sei dir bewusst, dass es je nach Umfang und Verlaufsplan eines Projekts auch einmal sehr stressig werden kann, vor allem in den letzten Zügen vor der Fertigstellung. Schließlich solltest du dafür sorgen, dass Deadlines eingehalten werden. Jedes erfolgreiche Bauprojekt hilft dir nämlich, dein Portfolio aufzubessern und gibt dir, vor allem wenn du selbstständig arbeitest, die Möglichkeit, neue Kunden an Land zu ziehen.