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Facharzt*ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

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Gesundheit, Medizin & Pflege

Wie werde ich Facharzt*ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie?

auch bekannt als Psychiater*in, Jugendpsychiater*in, Kinderpsychiater*in, Therapeut*in

Du kannst gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen, auch wenn diese auffällige Verhaltensweisen zeigen? Außerdem planst du ein Studium oder studierst bereits Humanmedizin und suchst noch nach einer Spezialisierung? Dann könnte Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie das Richtige für dich sein. Als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitest du entweder auf einer psychiatrischen oder pädiatrischen Station in einer Klinik oder bist als niedergelassener Psychiater selbstständig. Die Behandlung deiner jungen Patienten erfolgt meist medikamentös sowie in Form von kurzen Behandlungsgesprächen. Neben der Diagnostik von psychischen Störungen sowie der medikamentösen Behandlung, die du laufend an die Fortschritte der Patienten anpasst, kann auch Psychotherapie zu deinem Aufgabenspektrum gehören. Verhaltensauffälligkeiten und Symptome im Bereich der Psychosomatik behandelst du ebenso wie entwicklungsbedingte psychische Erkrankungen. In einem Krankenhaus arbeitest du – wie auch die meisten anderen Ärzte – im Schichtdienst, um auch nachts oder an Wochenenden für deine kleinen Patienten dasein zu können.

Arbeiten als Facharzt*ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Wichtige Fähigkeiten als Facharzt*ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Zunächst einmal brauchst du einiges an Durchhaltevermögen für dein Studium. Immerhin bist du etwa 11 bis 12 Jahre allein mit deiner Ausbildung beschäftigt – wesentlich länger als andere Berufsgruppen. Außerdem solltest du gut mit Menschen – im Speziellen mit Kindern und Jugendlichen – umgehen können. Besonders in der Psychotherapie brauchst du viel Empathie, um mit deinen Patienten auf einer Wellenlänge zu schwimmen. Bei Kindern und Jugendlichen ist es außerdem noch schwieriger als bei Erwachsenen, Vertrauen zu gewinnen. Denn nur, wenn sich ein Kind bei dir auch wohl fühlt und sich dir öffnet, kannst du eine optimale Behandlung beginnen.

Wie werde ich Facharzt*ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie?

Um in Deutschland als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie praktizieren zu dürfen, ist zusätzlich zum Medizinstudium eine vierjährige Weiterbildung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie nötig. Von diesen vier Jahren arbeitest du zwei Jahre auf einer entsprechenden Station im Krankenhaus mit. Zusätzlich musst du ein Jahr in den Bereichen Pädiatrie, Psychiatrie oder Psychotherapie arbeiten. Zeiten, die du bereits in einer Klinik für Neurologie oder somatische Psychiatrie absolviert hast, sind je nach Bundesland unterschiedlich anrechenbar.

Auch in Österreich brauchst du für ein Medizinstudium und die zusätzliche Facharztausbildung einen langen Atem. Allerdings sammelst du während deiner Facharztausbildung bereits jede Menge Berufserfahrung und musst nebenbei schon tatkräftig in Kliniken auf entsprechenden Stationen mitarbeiten.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie hast du dich mit deiner 5- bis 6-jährigen Zusatzausbildung, die dich befähigt, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, bereits weitergebildet. Eine weitere Spezialisierung bietet sich zum Beispiel auf gewisse Krankheitsbilder an. Dazu kannst du auch kleinere fachspezifische Weiterbildungen besuchen, an Fachtagungen und -konferenzen teilnehmen und dich auf Krankheitsbilder spezialisieren (z.B. Depressionen oder Essstörungen). Mit dem Schritt zu einer eigenen Praxis kannst du dich je nach Nachfrage außerdem auf eine bestimmte Altersgruppe spezialisieren. Bleibst du in einer Klinik angestellt, ist es für dich vielleicht erstrebenswert, zum Oberarzt deiner Abteilung zu werden. Bedenke dabei aber, dass dabei auch mehr administrative Arbeit anfällt. Falls für dich auch in Frage kommt, zukünftigen Medizinern etwas beizubringen, schau dich nach einer Stelle an einer Uniklinik um. Da du dort auch stark in die Forschung eingebunden bist, kann es sein, dass du die eine oder andere Lehrveranstaltung hältst.

Zukunftsaussichten als Facharzt*ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie bist du sehr gefragt, sowohl in Österreich als auch in Deutschland. Kliniken und Krankenhäuser suchen nach qualifizierten Fachärzten, derzeit gibt es jedoch viel zu wenige. Diesem Versorgungsengpass, der die gesamte Psychiatrie und Psychotherapie betrifft, stehen stark steigende Patientenzahlen gegenüber. Es ist vor allem auf die klare Beschreibung des Krankheitsbildes und die generell erhöhte Sensibilität in der Bevölkerung zurückzuführen, dass junge Patienten immer öfter in fachärztliche Behandlung kommen oder auch eine Therapie besuchen. Die am häufigsten diagnostizierten Krankheiten im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie sind Anorexie, Hyperaktivität und Autismus. Hier solltest du dich also besonders gut auskennen. Auch der Weg in die Selbstständigkeit als Psychiater mit Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie kann eine Alternative zu einer festen Anstellung sein.