Arbeiten als Friseur/-in?

Was ist dein Job als Friseur/-in?

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Als Kind hast du bestimmt schon einmal einem Mitschüler einen Pony geschnitten oder zumindest die lange Mähne deiner Barbie in eine Kurzhaarfrisur verwandelt. Wenn du daran Spaß hattest, hast du auch schon den ersten Schritt in deine Zukunft als Friseur gemacht. Doch Friseur zu sein bedeutet nicht einfach nur Haare waschen, schneiden und föhnen. Du berätst deine Kunden bezüglich der Frisur über den passenden Schnitt und die richtige Farbe. Gleichzeitig musst du auf ihre Wünsche eingehen und ihre Vorstellungen umsetzen. Habe aber auch den Mut deine ehrliche Meinung zu sagen, wenn die Wunschfrisur nicht zu den Gesichtszügen des Kunden passt. Denn die vertrauensvolle und ehrliche Beratung macht einen guten Friseur aus. Ein Besuch beim Friseur bedeutet für die meisten Menschen gleichzeitig Wellness. Sie nehmen sich ein paar Stunden Zeit und möchten neben einem gepflegten Äußeren auch Entspannung. Kopfmassagen gehören deshalb auch zum Handwerk. Friseure bekommen auch häufig Aufträge für besondere Veranstaltungen. So wirst du zum Beispiel dazu beitragen einer Braut den schönsten Tag ihres Lebens zu schenken. Denn du bist für das Frisieren ihrer Haare und für ihr Make-Up zuständig. In Österreich wird mit dem Friseurberuf gleichzeitig der Job des Perückenmachers ausgeübt. Als solcher wirst du vor allem an Theatern gerne gesehen. Du knüpfst die Perücken und kümmerst dich zum Beispiel um historische Frisuren und Bärte. Dafür nimmst du Gipsabdrücke und passt die einzelnen Teile an die jeweiligen Schauspieler an.

Fakten

Gehalt:

D: 1.455-1.833 Euro/Monat

Ö: 1.480-1.640 Euro/Monat

Ausbildungsvergütung:

D: 1. Jahr : 214-450 Euro/Monat, 2. Jahr: 253-555 Euro/Monat, 3. Jahr: 341-700 Euro/Monat

Ö: 1. Jahr: 395 Euro/Monat, 2. Jahr: 500 Euro/Monat, 3. Jahr 690 Euro/Monat

Männlich/Weiblich:

Männer: 8% – Frauen: 92%

Bildungsweg:
Ausbildung / Lehre, Friseurschule
Regelstudienzeit:
3 Jahre
Wichtige Schulfächer:
Mathematik, Deutsch, Handwerken
Fun Fact:
In den meisten Friseursalons kostet ein Frauenhaarschnitt fast das Doppelte von einem Herrenhaarschnitt

Zukunftsaussichten als Friseur/-in

Gut ausgebildete Lehrabsolventen haben hohe Übernahmechancen in ihrem Betrieb. Als Friseur bist du jedoch nicht nur auf die klassische Anstellung in einem Salon beschränkt. Du kannst auch in einem Wellnesshotel oder bei Film- und Theaterproduktionen arbeiten. Wenn du gerne den Arbeitsort wechselst, bietet sich ein mobiler Friseursalon an. Dann besuchst du deine Kunden zuhause oder auf der Arbeit. Da die Gesellschaft immer schnelllebiger und flexibler wird, gibt es viele Berufstätige, die so ein Angebot wahrnehmen. Auch die Arbeit in Seniorenheimen bietet eine neue Einnahmequelle für Friseure. Ältere Menschen brauchen verstärkt Hilfe beim Waschen der Haare und beim Frisieren. Wenn du die Weiterbildung zum Friseurmeister absolvierst, kannst du auch einen eigenen Salon eröffnen und die Zukunft der Branche aktiv mitgestalten indem du den Nachwuchs ausbildest. Du solltest den Friseurberuf allerdings mit Leidenschaft ausüben. Denn wirklich reich werden nur die Wenigsten.

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