Arbeiten als Lackierer/-in?

Was ist dein Job als Lackierer/-in?

Du malst gerne Gegenstände an? Du hast schon in frühen Kinderjahren deinen Freunden die Nägel lackiert und dabei immer großflächig daneben gemalt? Wenn dich das Ausmalen von Mandalas schon lange nicht mehr befriedigt und du als Jugendlicher heimlich Graffiti-Sprayer werden wolltest, dann ist der Beruf des Lackierers eventuell genau das richtige für dich. In einem mehrschrittigen Prozess (Basislack, Klarlack, Finish) lackierst du nicht nur Autos, sondern auch Schiffe, Züge und andere Fahrzeuge. Zu Beginn begutachtet du (mögliche) Schäden und kalkuliert die Kosten für Ausbesserung, Lackierung und deine Arbeitszeit. Du solltest ein gutes Auge für Farben und kreative Ideen haben, denn bei manchen Aufträgen darfst du selbst über das Design entscheiden. Beim Lackieren kommt es auf Genauigkeit an und nicht zuletzt auch auf Geduld - wenn du diese Eigenschaften mitbringst und ein grundlegendes Verständnis und Interesse für Technik hast, stehen dir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen.

Fakten

Bildungsweg:

Duale Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule

Wichtige Schulfächer:

Chemie, Mathe, Werken, Technik

Regelstudienzeit:

3 Jahre

Ausbildungsvergütung:

1. Lehrjahr: 700 Euro/Monat, 2. Lehrjahr: 800 Euro/Monat, 3. Lehrjahr: 900 Euro/Monat

Zukunftsaussichten als Lackierer/-in

Als ausgebildeter Fahrzeuglackierer hast du einerseits die Möglichkeit, dich in Fachwerkstätten für Fahrzeuglackierung zu bewerben, oder aber in Unternehmen des Fahrzeugbaus, des Schiffs- oder Bootsbau zu arbeiten. Oder du eröffnest eben doch dein eigenes Nagel-Design-Studio ;). Solange es Autos, Züge und Schiffe gibt und Menschen gegen Bäume fahren, wirst du immer genug zu tun haben. Falls dich deine Tätigkeiten irgendwann langweilen, kannst du dir immernoch überlegen eine Weiterbildung zu machen. Dabei kannst du entweder in deiner eigenen Werkstatt Lackierermeister werden, als Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung neue Ideen und Möglichkeiten entwickeln, als Ausbilder selbst Lackierer/-innen ausbilden, oder dich in eine ganz andere Richtung weiterentwickeln, wie beispielsweise zum Industriemeister oder staatlich geprüften Techniker. Viele Unternehmen bieten eigene, interne Weiterbildungen für Fahrzeuglackierer an. Oder aber du entscheidest dich nach einigen Jahren Berufserfahrung eine universitäre Laufbahn einzuschlagen und studierst Lackingenieurwesen, Chemieingenieurwesen oder Verfahrenstechnik.