Arbeiten als Notar/-in?

Was ist dein Job als Notar/-in?

Ordnung, Disziplin und Pünktlichkeit liegen dir im Blut? Du arbeitest gerne mit Akten und hast ein Talent dafür, Dokumente übersichtlich in Ordnern zu sortieren? Außerdem magst du Gesetzestexte und Paragraphen? Dann solltest du dir überlegen, ob die Arbeit in einer Notarskanzlei vielleicht dein Traumberuf sein könnte. Als Notar beurkundest du in erster Linie Willenserklärungen wie beispielsweise Testamente oder beglaubigst tatsächliche Verträge wie Kaufverträge. Dabei bist du sowohl von deinen Auftraggebern als auch vom Staat unabhängig, da du ausschließlich dem Recht verpflichtet bist. Notare werden vor allem mit Eigentums- und Schuldverhältnissen, Miet- und Pachtangelegenheiten, Adoptionen sowie Handels- und Geschäftsbeziehungen betraut. Du hörst dir die Erwartungen deiner Klienten an, berätst sie in Rechtsfragen und setzt die geforderten Schriftstücke auf. In einer weiteren Funktion kümmerst du dich um treuhänderische Verwaltungsaufgaben. Notar ist übrigens ein klassischer Schreibtischjob, da du tatsächlich den Großteil deiner Arbeit von dort aus verrichtest.

Fakten

Einkommen:

D: 3.800 - 4.000 Euro/Monat

Ö: 2.780 - 3.080 Euro/Monat

Männlich/Weiblich:

Männer: 80% – Frauen: 20%

Bildungsweg:

D: Jura-Studium und 5 Jahre Berufserfahrung als Anwalt

Regelstudienzeit:

ca. 14 Jahre

Wichtige Schulfächer:

Deutsch, Englisch, Mathematik, Wirtschaft und Recht

Zukunftsaussichten als Notar/-in

Das anstrengende Jura-Studium und deine Berufserfahrung als Rechtsanwalt machen sich in deiner Jobsicherheit bemerkbar. Denn als Notar bist du eine Fachkraft mit einer umfassenden Ausbildung und hast gute Chancen dauerhaft in deiner Kanzlei angestellt zu sein, solange du nicht selbst gegen geltendes Recht verstößt oder Gelder unterschlägst. Dein guter Ruf ist aber nicht nur für die Ausübung deines Berufs wichtig, sondern entscheidet in der Regel, wie viele Menschen zu dir kommen und, ob du dir eine Stammkundschaft aufbauen kannst. Die meisten Notare sind, obwohl sie in einer Kanzlei arbeiten, freiberuflich tätig. Deshalb darfst du nicht vergessen regelmäßig deine Honorare zu verrechnen. In vielen Notariatskanzleien übernimmt das eine Sekretärin.