Wie werde ich Volunteer?

auch bekannt als Freiwilliger*e

Ghana, Japan, Costa Rica oder Schweden. Das sind nur ein paar der Ländern, in denen du als Volunteer arbeiten kannst. Tatsächlich kannst du fast weltweit einen Freiwilligeneinsatz leisten. Denn gemeinnützige Einrichtungen und soziale Projekte gibt es überall. Entweder kannst du dich als Lehrer an Schulen und Kinderkrippen engagieren, in Nationalparks mitarbeiten oder dich um benachteiligte Menschen und Waisen kümmern. Auch Umweltschutzprogramme oder Menschenrechtsorganisationen freuen sich über Volunteers. Für jede Vorliebe gibt es sozusagen das richtige Projekt und eine spannende Zeit im Ausland. Untergebracht wirst du entweder in einer Gastfamilie oder in der Projekteinrichtung. Während deines ehrenamtlichen Aufenthalts triffst du nicht nur auf interessante Menschen, sondern tust auch noch etwas Gutes für die Gesellschaft. Zwar werden deine Aufgaben eine große Rolle während deiner Zeit als Volunteer spielen, aber du wirst nicht 24 Stunden an 7 Tagen der Woche arbeiten. In deiner Freizeit kannst du reisen und die Umgebung kennen lernen.

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Arbeiten als Volunteer

Wichtige Fähigkeiten als Volunteer

Zunächst einmal musst du dir bewusst sein, dass die Motivation für die Freiwilligenarbeit durch den Willen anderen zu helfen und sich zu engagieren kommt. Wer Geld im Ausland verdienen möchte, wäre bei dieser Art von Auslandserfahrung gänzlich falsch. Vielmehr solltest du den Drang haben, etwas zum Positiven zu verändern. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Deine erlernten Fähigkeiten lassen sich danach nicht nur auf verbesserte Sprachkenntnisse begrenzen, sondern auf verschiedene Kompetenzen, je nach Branche. Hilfst du zum Beispiel in einer Auffangstation für Tiere, lernst du viel über den richtigen Umgang mit ihnen. Engagierst du dich beim Schulbau in ärmeren Ländern, übst du dich in handwerklichem Geschick. Solltest du als junger Mann jedoch hoffen den Freiwilligeneinsatz anstatt des Zivildienstes ableisten zu dürfen, wirst du wohl enttäuscht werden. Denn das funktioniert nicht. Der Zivildienst ist nur in Ausnahmefällen in bestimmte Einrichtungen übertragbar.

Wie werde ich Volunteer?

Die meisten Volunteers beginnen ihren Sozialeinsatz über eine Organisation. Bei diesen kannst du dich für bevorzugte Länder und Projekte bewerben. Informiere dich schon im Vorfeld, welche Organisationen es gibt, welche Projekte dich interessieren und ob du zusätzliche Angebote, wie Sprachkurse wahrnehmen möchtest. Zusätzlich solltest du die Preise der einzelnen Organisationen vergleichen. Da du einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehst, die mit Kost und Logi vergütet wird, musst du meist eine Vermittlungsgebühr und den Flug selbst zahlen. Dafür hast du dann vor Ort einen Ansprechpartner und Chancen auf ein seriöses Projekt, das dich nicht ausbeutet. Natürlich ist ein Freiwilligeneinsatz auch in deinem eigenen Land möglich. Hier kannst du ebenfalls in Seniorenheimen, Sonderschulen, Waisenhäusern oder Wohnheimen für Behinderte mitarbeiten. In Deutschland wird dies meistens im Rahmen des FSJ – dem sogenannten Freiwilligen Sozialen Jahr – gemacht.

Beachte, dass du mindestens 18 Jahre alt sein und die verpflichtende Schulzeit abgeschlossen haben musst, um ein Voluntariat im Ausland zu absolvieren. Kümmere dich auch gegebenenfalls rechtzeitig um ein Visum.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Zwar gibt es keine direkte Weiterbildung für Volunteers, dafür kannst du dich aber während deiner Freiwilligenarbeit persönlich weiterentwickeln. In verschiedenen Projekten wirst du unterschiedliche Aufgaben übernehmen und kannst neue Fähigkeiten erwerben. Natürlich kannst du dich hier an deinen eigenen Interessen orientieren. Du liebst die Arbeit mit Tieren? Wie wäre es dann mit einer Tierauffangstation in Ecuador? Wenn du dich lieber um Kinder kümmern möchtest, kannst du zum Beispiel an einer Schule in Afrika unterrichten.

Zukunftsaussichten als Volunteer

Freiwilligenarbeit ist gerne gesehen und wird auch in den nächsten Jahren willkommen sein. In Zukunft könnte aber die Rolle von Unternehmen bedeutend für Volunteers sein. Viele ehrenamtlich Arbeitende sind gleichzeitig in einem Unternehmen angestellt und müssen die Freiwilligenarbeit mit ihrem Job vereinbaren. Ein halbes Jahr Auszeit, um beispielsweise in Afrika neue Hütten aufzubauen, musst du dir also genehmigen lassen. Einige Unternehmen haben speziell dafür sogenannte Charity-Days ins Leben gerufen, an denen Mitarbeiter freigestellt werden, um sich sozial engagieren zu können. Andere Unternehmen unterstützen karitative Projekte im In- und Ausland.