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Zivildienstleistende*r

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Soziales & Religion

Wie werde ich Zivildienstleistende*r?

auch bekannt als Zivildiener*in, Zivi, Wehrdienstverweigerer*in, FSJ, Freiwilliges Soziales Jahr

Engagement, Unterstützung und Mithilfe. Das sind die zentralen Elemente des Zivildienstes. In der Regel findet er in einer öffentlichen Einrichtung im Bereich der Pflege statt. Das können karitative Einrichtung in Seniorenheimen sein, Behinderteneinrichtungen oder Stellen im Rettungswesen. Auch Arbeiten im Bereich Asyl und Integration sind möglich. Mit diesem Dienst trägst du einen großen Teil zur humanitären und sozialen Betreuung bei. Häufig können karitative Einrichtungen ihre Aufgaben und Ziele nicht ohne die Mitarbeit der Zivildiener erreichen. Die Aufgaben unterscheiden sich je nach Institution und bieten deshalb vielfältige Möglichkeiten, sei es der Transport von Kranken, die Betreuung von älteren oder hilfsbedürftigen Menschen oder auch die Übernahme von administrativen Aufgaben im Pflegebereich. In manchen Einrichtungen kann es auch sein, dass du Küchendienst oder Reinigungsarbeiten verrichtest.

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Arbeiten als Zivildienstleistende*r

Wichtige Fähigkeiten als Zivildienstleistende*r

Da die Arbeit im Zivildienst meist in engem Kontakt mit Menschen steht, solltest du soziale Kompetenzen aufweisen und Empathie für die verschiedensten Schicksale mitbringen. Wenn du deinen Dienst beispielsweise in einem Altersheim leistest, wirst du nicht nur für die Verpflegung der Senioren zuständig sein, sondern dich auch mit ihnen beschäftigen. Denn für sie bist du eine wichtige Bezugsperson im täglichen Leben. Geduld und Stressresistenz stehen hierbei an der Tagesordnung. Während deiner Zeit wirst du dir viel Fachwissen über die Arbeit in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen aneignen können. Außerdem wirst du Kenntnisse rund um die Büroarbeit erwerben, da du beispielsweise Patientenprotokolle führst oder logistische Tätigkeiten übernimmst. Teamarbeit ist übrigens auch eine wichtige Fähigkeit. Du musst häufig Absprachen mit Kollegen halten oder gemeinsam mit ihnen anpacken, wenn ein Patienten verlegt wird. Falls du dich für den Zivildienst entschieden hast, solltest du dir bewusst sein, dass du für 15 Jahre einem Waffenverbot unterliegst und somit auch nicht einfach bei der Polizei arbeiten kannst. In Ausnahmefällen können Genehmigungen beantragt werden, beispielsweise für die Jagdausübung oder den Sportschützenverein. Wie auch die Wehrpflichtigen kannst du bis zu deinem vollendeten 50. Lebensjahr zum außerordentlichen Zivildienst berufen werden.

Wie werde ich Zivildienstleistende*r?

In Österreich kannst du nur Zivildienstleistender werden, wenn du zuvor als Wehrpflichtiger registriert wurdest. Das bedeutet, wenn du nach der Musterung als tauglich befunden wirst, kannst du durch eine Zivildiensterklärung dem Präsenzdienst widersprechen und dich für den Zivildienst entscheiden. Grundsätzlich gilt jeder männliche Staatsbürger vom 17. bis 50. Lebensjahr als wehrpflichtig. Zwar wird der Zivildienst staatlich vergeben, der Zivildienstleistende kann allerdings Präferenzen angeben und sich in seinen favorisierten Einrichtungen bewerben, um seine Chancen auf einen Platz dort zu verbessern. In der Regel erfährt man 4 Monate bis 6 Wochen vor Beginn des Zivildienstes in welcher Einrichtung der Dienst abgeleistet wird. Zusätzlich wird einem die Art der Dienstleistung, der Beginn und das Ende mitgeteilt. Solltest du nach der Musterung nicht als tauglich befunden werden, möchtest dich aber trotzdem ehrenamtlich engagieren, bieten sich dir andere Möglichkeiten, wie ein Ehrenamt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Der Zivildienst wird wahrscheinlich der erster Schritt in dein Arbeitsleben sein. Dadurch vermittelt er dir einen Einblick in die Welt sozialer Arbeit und kann richtungsweisend für deine Berufswahl sein. Je nachdem, in welcher sozialen Einrichtung du deinen Dienst absolviert hast, kann er dich zum Beispiel für eine Bewerbung zum Altenpfleger oder Krankenpfleger motivieren.

Zukunftsaussichten als Zivildienstleistende*r

Deine Entscheidung für den Wehrdienst oder den Zivildienst beeinflusst deine berufliche Zukunft. Denn je nachdem für welche Option du dich entscheidest, erlernst du unterschiedliche Fähigkeiten, die dir in deinem späteren Berufsleben von Nutzen sein können. Außerdem triffst du eine Entscheidung bezüglich des Dienstes an der Waffe. Als Wehrdienstverweigerer sprichst du dich nämlich dagegen aus.