Doris CvitkovitsBusfahrerinbei Wiener Linien

"Autofahren mochte ich immer schon" sagt Doris Cvitkovits. Und als sie dann eine Buslenkerin sah, bewarb sie sich gleich bei den Wiener Linien, wo sie nun seit 12 Jahren arbeitet.

Transkript

3 Ratschläge an dein 14-jähriges Ich...

Sehr viel würde ich nicht anders machen, als ich es getan habe. Ich war fleißig in der Schule und bin schon immer sehr gerne Auto gefahren, womit ich nun meinen Traum ausübe. Die einzigen Dinge, die ich anders machen würde, wären zum einen mehr auf meine Eltern zu hören. Zum anderen hätte ich meine angefangene Lehre nicht abbrechen, sondern beenden sollen. Es ist immer gut, eine abgeschlossene Ausbildung in der Hand zu haben.

Was steht auf deiner Visitenkarte?

Mein Name ist Doris Cvitkovits, ich arbeite im Autobusbetrieb und bin Autobuslenkerin der Wiener Linien.

Was ist das Coolste an deinem Job?

Am besten gefällt mir, mit einem solch großen Autobus zu fahren. Zum Beispiel mit einem dieser Gelenkbusse mit rund 18 Metern Länge. Damit durch die Kurven zu fahren und die Tatsache, dass ich das große Gefährt bewegen darf und vor allem auch kann, das finde ich sehr cool. Außerdem gibt es niemanden, der hinter einem steht und einem sagt, was man zu tun hat. Man ist eigentlich allein und das finde ich total super. Zudem lernt man immer wieder neue Menschen kennen und hat teilweise sehr lustige Erlebnisse, was mir sehr an meinem Job gefällt. Es ist jeder Tag anders.

Welche Einschränkungen bringt der Job mit sich?

Die größte Einschränkung ist eigentlich, dass man nicht immer auf die Toilette gehen kann, wenn man will.

Worum geht es in deinem Job?

Meine Aufgabe ist es, die Leute von A nach B zu befördern und dafür zu sorgen, dass sie ihr Ziel sicher erreichen. Meistens muss man sehr zeitig aufstehen, das heißt so zwischen drei und vier Uhr in der Früh. Der Ablauf sieht dann so aus, dass ich in der Früh zu meinem Autobus fahre, ihn vorbereite, d.h. zum Beispiel dafür zu sorgen, dass er genug Luft hat, und dann auf meine Strecke ,rausfahre.

Wie schaut der Werdegang aus?

Ich habe die Pflichtschule besucht, danach habe ich eine Lehre als Elektrotechnikerin begonnen, die ich leider abgebrochen habe. Auto gefahren bin ich schon immer sehr gerne, ich war auch sehr lange im Außendienst in ganz Österreich tätig. Als ich eine Buslenkerin in Wien gesehen habe, habe ich mir gedacht, dass das etwas für mich wäre. Da es um das Lenken eines sehr großen Fahrzeuges geht, wollte ich so etwas eigentlich schon immer machen und es hat mich sehr interessiert. So bin ich dann zu den Wiener Linien gekommen. Ich habe mich damals in Edberg als Buslenkerin beworben. Man hat mich aufgenommen und ich habe den D-Führerschein bei den Wiener Linien gemacht, welcher mir auch bezahlt wurde. Nun bin ich seit 12 Jahren bei den Wiener Linien als Buslenkerin tätig.

Ginge es ohne deinen Werdegang?

Auf jeden Fall. Die Voraussetzungen für einen Buslenker / eine Buslenkerin sind das Erreichen des 21. Lebensjahres und der B-Führerschein, sowie die Eigenschaft, große Verantwortung übernehmen zu können und zu wollen.

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