Gita PrasslHead Contact Center Austria
Stadt
Wien

“Das Coolste ist für mich einfach, wenn ich gute Energie aus Gesprächen bekomme.” Als kommunikativer Mensch fühlt sich Gita Prassl im direkten Kundenkontakt wie in der Zusammenarbeit mit ihren TeamkollegInnen sehr wohl. Ihr Ratschlag für die Berufswahl ihres 14-jährigen Ichs: “Wenn man ein Talent in sich spürt, dann sollte man das einfach konsequent weiterverfolgen und ausbauen.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Also der erste Ratschlag wäre eigentlich für mich, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann, dass ich nicht immer wirklich eine Kopfentscheidung treffe. Das ist ganz wichtig, weil wenn ich so zurück blicke, merke ich einfach, die stimmigen Entscheidungen für mich waren, wo Bauch und Kopf zusammen gespielt haben. Das zweite wäre, wenn ich einfach nicht weiß, wo die berufliche Reise hingehen soll, dass ich mich da gut informiere, vielleicht eine solide Grundausbildung mache, damit ich irgendwas in den Händen halte, und auf jeden Fall hineinschnuppern, schauen auch auf ähnlichen Plattformen wie die es ist, einfach Angebote nützen im Internet, in Jobs hineinschnuppern, es muss nicht immer das klassische Berufsbild sein. Und als dritten Ratschlag hatte ich, wenn man ein Talent in sich spürt, dann sollte man das einfach konsequent weiterverfolgen und ausbauen. Es muss einfach nicht sein, dass unbedingt der sichere Job, den man schon kennt, der richtige ist.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Auf der Visitenkarte steht mein Name, ich heiße Gita Vanessa Prassl, und meine Funktion im Unternehmen. Das heißt, ich bin Teamleiterin im Genehmigungsdienst bei der PayLife Bank in Wien, wo ihr jetzt gerade seid.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste ist für mich einfach, wenn ich eine gute Energie aus Gesprächen bekomme. Also, das heißt, vom Kundenfeedback, sei es von Kollegen, natürlich von Vorgesetzten, wenn man gelobt wird. Wenn man spürt einfach, dass man Erfolg hat, Anerkennung hat, mit dem, was man tut. Ich arbeite gerne vielseitig, das kommt mir sehr entgegen. Also ich bin niemand, der jetzt irgendwie den Bleistift von links nach rechts legt, sondern, dass es wirklich dynamisch, und abwechslungsreich. Mir ist eigentlich die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen sehr wichtig, das mache ich sehr gerne, dass ich auch sehe, wenn sich jemand erfolgreich weiterentwickeln kann, also wenn man einfach so die nächsten Schritte begleiten kann. Also, es muss auch nicht sein, dass jemand in der Abteilung zwingend bleibt und sich dann einfach im Unternehmen weiter entwickelt, das ist immer etwas, was ich sehr gerne begleite.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Wenn man es kritischer von außen betrachtet, ist es schon so, wie ich erwähnt habe, dass es eine Abteilung ist, die rund um die Uhr Service erbringt, dass man zeitlich flexibel arbeiten muss. Also selbst ich auch als Teamleiterin bin ich einfach mal zu Zeiten im Büro, wo vielleicht meine Familie, Freunde frei haben, und wo man sich wünscht, auch dabei zu sein, aber alternativ gibt es einfach für mich keine klassische Fünf-Tage-Woche, sondern auch immer wieder Tagesfreizeit unter der Woche, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Man sieht vielleicht im Hintergrund, das ist ein größeres Büro, es gibt auch eine gewisse Dynamik hier, eine gewisse Lärmbelastung, die muss man auch aushalten können. Auf die Tätigkeit bezogen, muss man neben den kommunikativen Fähigkeiten, auch ein bisschen Verständnis für Technik mitbringen, also wenn einem das weniger liegt, weil es doch sehr techniklastige Dokumente auch zu lesen gibt. Also es geht nicht nur immer um die reine Kundenkommunikation, sondern auch, wie ist es in den Systemen dahinter abgebildet wird.

Worum geht es in Deinem Job?

Also PayLife ist ein Unternehmen, das sich in Österreich mit elektronischen Zahlungsverkehr beschäftigt, wir haben die verschiedensten Kartenprodukte, Kreditkarten, Prepaidkarten, und so weiter. Und wir sind eine Abteilung, eine Gruppe, die mit Kundenberatungen zu tun hat. Diese Abteilung hat die Besonderheit, dass sie rund um die Uhr Kundenservice erbringt, natürlich in unterschiedlicher Besetzung, das heißt meine Teamkollegen sind in unterschiedlicher Tageszeit und Nachtzeit hier vertreten. Wir beraten, wenn es darum geht, wie kann ein höherer Kreditkartenbetrag abgewickelt werden. Da ruft uns ein Händler an. Wir beraten, wenn es um das Thema Sicherheit geht, wenn eine Kreditkarte gestohlen wurde, verloren wurde, wenn einfach eine Ersatzkarte im Ausland benötigt wird, und auch, wenn es um Fragen zu den Onlineservices geht. Mein konkreter Arbeitsalltag schaut so aus, dass ich einerseits eine große Verantwortung im Tagesgeschäft für meine Teamkollegen habe. Das heißt, wenn sie einzelne Kundenberatungen haben, und Hilfestellung brauchen, dann bin ich mit Rat und Tat zur Seite, und auch, wenn es um Entscheidungen geht, wie eine Erweiterung eines Kreditrahmens zum Beispiel, ob man dem nachkommen kann, oder nicht. Es geht auch, neben dem Tagesgeschäft, oder im Tagesgeschäft darum, dass man die Wartezeit für unsere Kunden am Telefon gering hält, das heißt, ich schaue einfach, wie ist die Arbeitslast verteilt. Das eine Thema ist eben Tagesgeschäft, und das andere ist auch, dass ich mich um Wissensaufbereitung, Wissensmanagement nennen wir das hier im Haus, kümmere. Wissensvermittlung auch, welche Informationen braucht mein Team, mich abstimme mit anderen Abteilungen, mit anderen Führungskräften, und so weiter. Dass ich mich auch, um einfach Informationen, die wir aus dem Feedback von Kunden bekommen weiter spiele in Projekte, die bei uns im Haus sind, und auch im Endeffekt die Teamentwicklung ein bisschen fördere.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Also ich habe eine höhere Bildungslehranstalt gemacht, dort die Matura, und dann war für mich irgendwie klar, dass ich auf die Wirtschaftsuni gehen möchte, und habe ein paar Semester Betriebswirtschaftslehre studiert. Es hat sich dann herausgestellt, dass es auf der Uni doch anders ist, als ich schon vom Schulbetrieb her kannte, und dann war ich mir nicht mehr ganz so sicher, was ich beruflich machen möchte und dachte, am besten einfach Praxiserfahrung sammeln, das heißt ein paar Jobs ausprobieren. Und ich habe dann unter anderem bei PayLife begonnen, und im Kundenservice eine Beschäftigung gefunden, die mich sehr erfüllt. Das heißt, weil ich sehr kommunikativ bin, habe ich gemerkt, dass ich gutes Feedback bekomme von den Kunden, dass ich auch immer mehr Aufgaben und Verantwortung übertragen bekommen habe. Also, das hat mir einfach aus der Praxis mehr gebracht als auf der Uni. Zu dem Zeitpunkt zumindest. Und ich wurde 2004 Teamleiterin von einer kleinen Gruppe, es hat sich dann bei uns im Haus im Kundenservice 2011 eine Umstrukturierung ergeben, da habe ich dann eine neue Aufgabe, ein neues Team, das ein bisschen größer ist, bekommen, und auch neue Aufgaben übertragen, im Bereich von Beratungen für Onlineservices. Ich habe aber gemerkt, dass ich mich schon gerne noch weiterbilden möchte, und habe erst vor ein paar Jahren ein Masterstudium abgeschlossen für integrierte Kommunikation. Ich wollte wissen, wie diese strategische Kommunikationsmechanismen ineinander greifen, und auch einfach das, was ich in der Praxis gelernt habe, mit Theorie belegen. Ich hatte im Haus aber auch immer die Möglichkeit, mich anders weiter zu bilden, da gab es so Fachseminare und auch so persönlichkeitsbildende Führungskräftetrainings, und so weiter. Also, das wird laufend begleitend bei uns im Unternehmen.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Man kann selbstverständlich auch von außen, als Quereinsteiger, wenn ein entsprechendes Profil ausgeschrieben wird, und man erfüllt das, diesen Job gut ausfüllen. Ich bin einfach stellvertretend da für jemanden, der länger im Unternehmen ist, einfach immer wieder Aufgaben und Verantwortung übertragen bekommen hat. Also es sind wichtige Eigenschaften, wenn man sich das überlegt, wäre, dass man kommunikativ ist, gerne mit Menschen arbeitet, ist eine Grundvoraussetzung, auch diese Haltung, Kundenorientierung, und es ist ja doch eine Dienstleistung, die man erbringt. Arbeitet man nicht gerne mit Menschen, ist man eher ein Individualist, ist man hier einfach fehl am Platz. Also da kann ich nur im Kundenservice wirklich abraten. Man muss flexibel sein, Priorisierungen machen können. Einfach, was ist jetzt dringlich, was muss ich vorziehen, auch wenn ich es mir vielleicht ursprünglich anders gedacht habe, ja. Das sind so die Key Facts, wie ich sagen würde.