Hamed SahatAuszubildender Installations- & Gebäudetechniker • Heizungstechnik
Stadt
Wien
Alter
14 - 17
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Ich finde es cool, wenn die Maschine vor mir steht, die Hauptanschlüsse in die Zentrale hineinkommen und es heißt: Bau das zusammen.“ Hamed Sahat befindet sich im Moment im dritten Lehrjahr als Installations- und Gebäudetechniker bei Cofely Gebäudetechnik mit Schwerpunkt Heizungstechnik. Im ersten Lehrjahr lernt man die Materialien und Werkzeuge kennen, dann wird man verstärkt in die Arbeitsprozesse eingebunden, um im dritten Lehrjahr dann selbstständig zu arbeiten. “Ganz wichtig ist Disziplin. Das ist die oberste Priorität. Dahinter, der Fleiß.“

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Hamet Sahat, ich bin 18 Jahre alt, ich arbeite bei der Firma Cofely Gebäudetechnik, ich bin momentan im dritten Lehrjahr und mein Schwerpunkt liegt auf Heizungstechnik.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Ich arbeite bei Cofely Gebäudetechnik, wir sind spezialisiert auf Klima, Lüftung, Kälte und Heizung. Ich bin momentan im dritten Lehrjahr als Installations- und Gebäudetechniker mit Schwerpunkt Heizungstechniker. Im ersten Lehrjahr lernt man, die Materialien mit denen man arbeitet und die Werkzeuge kennen etc. Im zweiten Lehrjahr ist es so, dass man schon anfängt selbst ein bisschen zu arbeiten und zu denken. Man bekommt Denkaufgaben, man soll sich Sachen ansehen und überlegen, worum es hier geht und was hier passiert und wie die einzelnen Armaturen und Rohrleitungen dimensioniert sind. Im dritten Lehrjahr ist es so, dass man wirklich schon anfängt selbst zu arbeiten, das heißt, dein Chef, der Obermonteur so heißt das bei uns, gibt dir einen Plan in die Hand und sagt dir, diesen Abschnitt machst du, schau dir das an, überleg es dir gut und komm dann zu mir und erklär mir das. Wenn das passt, dann machst du es so. Ich habe zweimal im Jahr je eineinhalb Monate Berufsschule, diese Blockzeiten sind meistens im Juni und im Dezember je eineinhalb Monate. Meine Fächer sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Labor, praktische Arbeit, Fachzeichnen und natürlich auch unser Schwerpunkt IG (Installations- und Gebäudetechnik), das ist das wichtigste Fach bei uns. Bei der praktischen Arbeit ist man in der Werkstatt und baut, schweißt und/oder lötet Werkstücke. Im Fach Fachzeichnen zeichnet man Pläne auf einer Zeichenplatte, das ist gut, um bei uns in der Firma dann eine Haustechnikplanung als Schwerpunkt zu nehmen, das heißt zum Beispiel ein viertes Lehrjahr, um Techniker zu werden, um Pläne zu zeichnen und entwerfen. Das heißt, wenn du nicht mehr auf der Baustelle sein möchtest, kannst du natürlich auch im Büro sitzen und Pläne zeichnen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich bin in Wien geboren, war in der Volksschule und sechs Jahre im Gymnasium, welches ich aber leider abgebrochen habe, weil ich arbeiten gehen wollte. Mein Papa ist selbst Installateur und das war eigentlich der Grund, warum ich gesagt habe, ich werde auch einer. Er hat mir den Ratschlag gegeben, dass ich auch Installateur werde. Ich habe bei ihm mein erstes Lehrjahr gemacht und habe danach gesagt, dass ist nicht wirklich das, was ich wollte bei ihm in der Firma und dann habe ich mir eine andere Arbeitsstelle gesucht. Ich habe mich rein zufällig bei Cofely beworben, obwohl sie gar keine gesucht haben und so bin ich zu Cofely gekommen. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch und einen Aufnahmetest und das habe ich alles bestanden und somit haben sie mich übernommen.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Ganz wichtig ist Disziplin, das ist die oberste Priorität bei uns. Natürlich kommt dahinter der Fleiß, das heißt, du musst immer 100% geben, in der Arbeit und auch in der Schule, um das Beste rauszuholen und dich weiterzubilden. Mut brauchst du um auf der Baustelle zu beweisen, dass du was kannst, das du willst und das du möchtest und zum Beispiel um einen Plan selbst in die Hand zu nehmen und ihn auszuarbeiten, auszuführen um dann nachher sagen zu können, ich hab das gemacht!

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Für mich ist das Coolste in meinem Beruf in der Zentrale zu arbeiten. Das heißt, dort steht eine riesige Maschine, die alles antreibt, zum Beispiel eine Kältemaschine, die treibt die komplette Klimaanlage im ganzen Haus an. Ich finde es cool, wenn ich da unten bin und die Maschine vor mir steht, die Hauptanschlüsse in diese Zentrale reinkommen und es heißt “bau das zusammen”. Das ist für mich wie ein Puzzle, das du anfängst zusammenzufügen und ab und zu ist es halt kompliziert, aber sonst ist das das Coolste an meinem Beruf für mich. Natürlich auch nachher wenn ich sagen kann, das habe ich gemacht, das ist das schönste an meinem Beruf.

Was ist die größte Herausforderung?

Bei uns in der Firma ist das oberste Gebot aufpassen und nachdenken. Unser Beruf ist nicht gerade ungefährlich. Es können Fehler passieren, die kann man aber vermeiden und die sollte man auch vermeiden. Zum Beispiel, wenn du in einem Büro bist und etwas gebaut hast und nachher Sachen nicht funktionieren wie zum Beispiel die Heizung wird nicht warm oder das Klimagerät funktioniert nicht wie es sollte. Das ist nachher halt dann blöd, weil du musst wirklich wieder alles ändern und schauen, wo der Fehler ist und suchen, suchen, suchen bis du den Fehler gefunden hast. Das kann man natürlich vorbeugen, wenn man schon vorher lieber zweimal nachdenkt und nochmal alles durchgeht was man tun muss, was man beachten muss. Das ist sehr wichtig.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Mein Papa hat mir bevor ich die Lehre angefangen habe mal gesagt, bevor du dir nicht in die Hände spuckst, kommst du nicht weit im Leben und nach dem Motto habe ich auch gelebt. Mein Papa hat sein Leben lang auf der Montage gearbeitet und er hat viel damit erreicht, er ist weit gekommen. Ich wollte so werden wie mein Papa das heißt, ich habe mir auch in die Hände gespuckt und habe eine Lehre angefangen und jetzt bin ich froh, dass ich das gemacht habe, weil ich kann mich weiterbilden und weit kommen. Ich bemühe mich auch und das werde ich auch tun.