Klaus DonnerAuszubildender Prozessleittechniker & Anlagentechnikerbei OMV
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren”, ist der wichtigste Leitsatz in Klaus Donners Leben. “Die wichtigste Eigenschaft für die Firma OMV ist Teamwork, weil Alleingänger sind hier richtig tabu, man muss im Team arbeiten, man muss aufeinander aufpassen”, hat er dort als Lehrling Elektrobetriebstechnik und Prozessleittechnik gelernt.

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Hallo, ich bin Klaus Donner, im zweiten Lehrjahr als Prozessleittechniker und Anlagentechniker bei der OMV.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Die OMV ist ein internationaler Betrieb, der für die Förderung von Erdöl und Erdgas zuständig ist. In meiner Lehre geht es darum, Prozesse von der Förderung von Erdgas und Erdöl aufrecht zu erhalten, neue Leitungen zu legen, kaputte Teile auszutauschen und vielleicht eine Station zu erweitern oder zurückzubauen. Im ersten Lehrjahr war ich in der betrieblichen Praxis beim Asset, das ist die Förderung für Erdöl, draußen in den Feldern und überall. Die Stationen zu betreuen, die Pumpenböcke und auch die Sonden zu reparieren. Dann war ich am Gasspeicher in Schönkirchen, dort wird Gas gefördert und für den Verkauf aufbereitet. Zur Zeit bin ich in der Station vom Sauergas, das ist eine Station zur Förderung von Gas. Sauergas ist ein spezielles Gas, weil es sehr schwefelhaltig ist und dadurch sehr gefährlich, deswegen muss man auch dieses Gerät tragen, das ist ein H2S Warngerät. H2S ist ein sehr gefährliches Gas und kann sehr schädlich für den Menschen sein. Dadurch warnt es mich, wenn eine zu hohe Konzentration in der Atemluft ist und dadurch bleibe ich gesund und bin geschützt. Der schwierigste Teil im zweiten Lehrjahr wird für mich sein, dass ich die Englisch-Matura mache, weil mir die OMV die Chance gibt, eine Lehre mit Matura zu machen. Und dann eigentlich draußen in der betrieblichen Praxis, den ECDL-Kurs zu machen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich wohne in Pellendorf, das ist in Niederösterreich, im Weinviertel. Ich bin so zur Lehre gekommen: Ich war zwei Mal in der Ersten in der HTL TGM, Sparte Maschinenbau, und zu Weihnachten ist mir einmal die Idee gekommen, mir gefällt die Schule nicht mehr so, ich schaue mich einmal um. Ich habe im Internet herum gesurft und bin dann irgendwie auf die OMV gekommen. Ich habe mir gedacht, das hört sich recht spannend an - Maschinenbau, da mache ich gerade die Ausbildung in der Schule - ich bewerbe mich einmal. Aber zur Sicherheit, weil ich weiß, dass die OMV eine sehr gute Firma ist, eine sehr gute Lehrlingsausbildung hat, habe ich mir gedacht: Ja passt, ich nehme zur Sicherheit auch noch Prozessleittechniker dazu. Dann habe ich mich über den Job erkundigt, habe geschaut, was die wichtigen Dinge in diesem Beruf sind. Irgendwie habe ich nachher den Gefallen gefunden am Prozessleittechniker und jetzt bin ich eigentlich glücklich, dass ich nicht Maschinenbauer geworden bin, sondern Prozessleittechniker, weil mir der Job wirklich sehr gut gefällt.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Ich würde sagen, die wichtigste Eigenschaft für die Firma OMV ist Teamwork, weil Alleingänger sind hier tabu. Man muss im Team arbeiten, man muss aufeinander aufpassen, so wie bei mir auf der Station Sauergas. Du darfst nicht alleine in die Anlage gehen, du musst immer zu zweit sein, dass du auf den anderen aufpasst und dass er auf dich aufpasst, dass ja nichts passiert. Ich würde sagen, dass du Wert legst auf Sicherheit ist wirklich ein großer Wert bei der OMV. Man muss motiviert sein für den Job, weil wenn du nicht motiviert bist, dann geht die Arbeitsleistung auch leider in den Boden und das ist einfach nicht gut.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Das Coolste an meinem Job ist, wenn du eine Arbeit alleine erledigst, und du bekommst nachher von deinen Mitarbeitern oder von deinem Meister ein sehr großes Lob für die getane Arbeit. Dass er sagt, du hast sehr schnell, effizient gearbeitet, dass du schon sehr gutes Wissen hast und dass er mit deiner Arbeit zufrieden ist. Das ist eigentlich das, was mich am Meisten freut und ich bekomme nachher immer einen rießen Grinser und das ist sehr erfreulich für mich selbst.

Was ist die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist sicher die Berufsschule, weil sie sehr anstrengend ist, ein Stoff von 40 Wochen in 10 Wochen eingepackt. Du brauchst eine sehr große Motivation, du musst alles planen, für welches Fach du heute, morgen und dann übermorgen lernst. Das musst du alles miteinplanen und dann auch sehr konzentriert sein. Was ich auch in der Arbeit bin, musst du auch in der Schule sein. Ja, es ist sehr fordernd. Du kommst am Wochenende heim und denkst dir nur noch: Boah, endlich keine Schule und endlich bist du wieder zu Hause bei der Familie.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Der wichtigste Leitsatz in meinem Leben ist: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Das bedeutet für mich: Gib niemals auf, gib immer das Beste und das Letzte bis zum Ende, weil wenn du nicht darum kämpfst, kannst du es auch nicht bekommen.

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