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Lukas ZimmerliChefarzt Medizin
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“Das Coolste ist der Kontakt mit Menschen, der Kontakt mit Patienten und hier natürlich die Suche nach einer Diagnose. Es ist ein unheimliches Glücksgefühl, wenn man sieht, es geht einem Patienten besser.“ Neben dem betreuen von Patienten fällt auch die Ausbildung von Studierenden in seinen Aufgabenbereich sowie das Management des Betriebes. Was ist seiner Meinung nach wichtig, um als Arzt zu arbeiten? “Was es braucht ist Freude am Patienten und Freude am Unvorhergesehenen.“

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Transkript

3 Ratschläge an dein 14-jähriges Ich

Also ein Tipp ist sicher, das zu machen, was einem Spaß macht und zu erkennen, wo seine Stärken sind. Wenn man das noch nicht weiß, ist es vielleicht hilfreich, jemanden zu finden der es einem widerspiegelt oder einem hilft herauszufinden, wo man stark ist.Und dann denke ich offen für Gelegenheiten sein. Nicht stur an etwas festzuhalten, sondern wenn sich eine Gelegenheit oder etwas ergibt, auch einmal den Weg zu verfolgen, und wirklich einmal das machen, was man gerne macht.

Was steht auf deiner Visitenkarte?

Auf meiner Visitenkarte steht Privatdozent Dr. Lukas Zimmerli, Chefarzt medizinische Klinik, Solothurnischer Spitalrat und Kantonsspital Olten.

Was ist das Coolste an deinem Job?

Also eines der tollsten Dinge - und deswegen habe ich etwas mit Medizin gemacht - das ist der Kontakt mit Menschen, Kontakt mit Patienten. Natürlich dann vor allem das Suchen einer Diagnose, was meistens Detektivarbeit ist. Bis man es dann hoffentlich hat und die Therapie herleiten kann, und wenn diese auch wirkt, das ist ein unglaubliches Glücksgefühl. Wenn man sieht, dass es dem Patienten besser geht und man ihm helfen kann. Denn ich habe es vorhin schon einmal gesagt, was ich sehr gerne mache, das ist der ganze Aspekt der Lehre, der Weiterbildung und der Ausbildung der Assistenten, sowie das Wissen weiterzugeben und Studenten zu unterrichten. Und das dritte ist natürlich der ganze Aspekt von Führung und Management, darum habe ich auch diese Position hier gewählt.

Welche Einschränkungen bringt der Job mit sich?

Einschränkung ist natürlich die zeitliche Einschränkung. Ich weiß manchmal nicht, wann ich abends rauskomme, das ist je nachdem, wenn man Verpflichtungen hat, ein Arbeiten gegen die Stoppuhr, dass man es pünktlich rausschafft bis zum nächsten Termin. Wir haben Nachtdienst und Wochenenddienst, was Flexibilität und Verständnis von der Familie erfordert. Und natürlich gibt es auch eine gewisse mentale Einschränkung, denn wir erleben auch Patientenschicksale mit, da ist es natürlich schwierig in der Freizeit dann geistig wieder herunterzufahren. Das zerrt natürlich manchmal an einem. Aber mit der Zeit lernt man auch Techniken, die einem dabei helfen, abzuschalten.

Worum geht es in deinem Job?

Ich bin Chefarzt im Kantonsspital Olten das sind rund hundert Betten, auf verschiedenen Abteilungen, verschiedene Ambulatorien und alle Fachdisziplinen der inneren Medizin. Meine Aufgaben sind die folgenden drei: Zum einen natürlich die Patienten betreuen, das Behandeln der Patienten, die Diagnose stellen und daraufhin Therapien einleiten. Das zweite, das ich mache sind Forschung und Lehre. Vor allem die Ausbildung mache ich sehr gerne. Dazu gehören das Teaching der Assistenten und der praktischen Studenten. Das dritte sind Führung und Management des ganzen Betriebs, in welchem wiegesagt über 100 Betten und fast 50 Ärzte sind. Wir treffen uns jeden Morgen um 8 Uhr zum Report, bei welchem man die bestehenden Patienten bespricht, Probleme des Tages, bei denen man bereits weiß, dass sie kommen könnten. Außerdem wird besprochen, welche Fortbildungen anstehen. Dann ist meistens auf allen Abteilungen um 9:30 Uhr eine Visite, bei der ich auch bin, als direkter Betreuer, aber auch in Chefarzt-Funktion zum supervisen. Nachmittags habe ich meistens Sprechstunde oder Sitzungen, oder ein Projekt, das ich mache oder leite. Und bei dem Abend ist meistens unvorhersehbar, wann ich herauskomme. Ein Oberarzt ist noch häufiger an der Front, am Patientenbett, in der Supervision. Das mache ich schon auch, das habe ich schon auch sehr gerne, darum bin ich Arzt geworden. Aber ich habe natürlich auch etwas gelernt, den ganzen Aspekt Führung, Management, welches mittlerweile fast die Hälfte des Tages einnimmt.

Wie schaut der Werdegang aus?

Ich komme aus dem Basel-Gebiet und habe ein sechsjähriges Medizinstudium in Basel gemacht. Danach war ich fünf Jahre in Assistententätigkeit, eigentlich immer um Alto herum. Nach dem Facharzt bin ich zwei Jahre im Ausland gewesen und war in der Forschung in Glasgow in Schottland tätig. Anschließend bin ich wieder, als ich zurückgekommen bin in die Schweiz, in der Kader-Arzt Funktion zweier Universitätsspitäler gewesen. Das waren insgesamt acht Jahre, bevor ich dann letztes Jahr hierhin gekommen bin, in die Chefarzt-Funktion.

Ginge es ohne deinen Werdegang?

Also ich glaube sechs Jahre Medizinstudium und fünf Jahre Assistenzjahr bis zum Facharzt, das ist Pflicht. Danach ist man frei: man kann in eine Hausarztpraxis, oder in ein Spital. Je nachdem kann man sich im Spital dann für ein Fachgebiet entscheiden und Fachspezialist werden. Ich wollte schon immer Forschung machen. Außerdem hat mich das Leadership oder der Führungsaspekt sehr interessiert, weshalb ich dann die Management-Ausbildung gemacht habe, um somit in die Chefarztposition zu kommen. Und ich glaube einfach was es braucht, ist die Freude am Patienten, die Freude auch am „Unvorhergesehenen“, denn bei mir ist wirklich jeder Tag anders. Wenn ich am Morgen komme, kenne ich so plus minus 40 Prozent von dem was auf mich zukommt, aber so 60 Prozent steht nicht an. Man muss flexibel sein und sich auch einfach auf Unvorhergesehenes einrichten können.

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