Marie-Theres EickmannAuszubildende*r Azubi Fachfrau Systemgastronomie
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Manche Gäste sind gestresst und müssen ihren Flieger erreichen und den Gästen dann noch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, das ist am Schönsten”, erzählt Marie-Theres Eickmann über ihre Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie am Flughafen München. “Gerade im ersten Lehrjahr ist die Herausforderung, den Überblick über alles zu haben.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Marie-Theres Eickmann, bin 20 Jahre alt, mache meine Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie am Flughafen München bei Allresto und bin da hauptsächlich bei McDonald’s.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Ich bin am Flughafen München und da hauptsächlich bei McDonald’s und da wechselt das von den Bereichen eigentlich fast täglich. Bei McDonald’s gibt es feste Arbeitsabläufe. Alles ist systematisiert, wie es ja auch bei einer Systemgastronomie vorgesehen ist. Wir haben immer einen Monatsplan, da kann man auch gut seine Freizeit mitplanen und man weiß dann wirklich, wann habe ich frei und wann kann ich mich mit meinen Freunden treffen. Ich habe jetzt gerade zur Zeit nur Frühschicht, also ich fange dann immer um 6 Uhr an, muss bis 15 Uhr. Das ist ein ganz normaler Tag, habe eine 5-Tage-Woche, das heißt zwei Tage die Woche frei. Da es Gastronomie ist, heißt es nicht, dass ich immer am Wochenende frei habe, aber das wusste ich von vornherein und das stört mich auch nicht wirklich. Man lernt eben auch Leute kennen, die in der Gastronomie sind und dann passt das schon mit seinen Freunden. Ich komme zur Arbeit hin, begrüße natürlich erstmal meine Kollegen und tausche mich mit denen aus und dann geht mein Arbeitstag los. Wichtig ist es immer sich vorzubereiten, also es ist ganz wichtig, die Leute, die dann Schichtende haben zu fragen, was alles so passiert ist. Ob es große Probleme gab, ob man etwas berichtigen muss, ob man irgendetwas zum Beispiel noch auftauen oder herausholen muss, irgendetwas wegwerfen muss. Dann geht es eben an die normale Arbeit, der größte Teil ist Vorbereitung für die Hauptstoßzeiten. Also von 11 bis 14 Uhr und dann wieder von 17 bis 21 Uhr ist Hauptgeschäft bei uns. Wenn man da nicht alle Produkte am richtigen Platz hat, dann kommt man irgendwann ins Stolpern und man muss ja die Gäste schnell abfertigen. Obwohl wir schon darauf achten, dass wir sie nicht abfertigen, also wir versuchen immer schon Gastfreundlichkeit zu behalten und auch im größten Stress beim Gast immer noch freundlich zu sein. Ja und dann rotiert man eigentlich ganze Zeit gerade in der Ausbildung. Also es gibt Mitarbeiter, die stehen zum Beispiel den ganzen Tag nur hinter dem Grill oder die stehen den ganzen Tag nur hinter der Kasse, aber als Auszubildende muss man alle Stationen können und immer wechseln können - da wo gerade Not am Mann ist, wird geholfen. Ich gehe nebenbei noch zur Berufsschule. Was ich hier bei Allresto ganz toll finde: die haben Blockwoche. Das heißt man geht so alle ein bis eineinhalb oder zwei Monate, auch manchmal nur für zwei Wochen zur Berufsschule. Dann ist man da zwei Wochen lang und auch wirklich nur in der Schule und das ist wirklich manchmal ganz entspannt, weil man hat hier einfach diesen praktischen Stress die ganze Zeit und dann kann man sich mal wieder entspannen und Schüler sein und sich wirklich zwei Wochen auf die Schule konzentrieren. Ich habe dann wirklich Zeit, mich auf Arbeiten vorzubereiten und einfach besser zu lernen, als würde ich jetzt zwei Tage die Woche zur Schule gehen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich komme ursprünglich aus Hannover, habe in Hannover mein Abitur gemacht und habe mich dann durch meine Eltern dazu entschieden, in die Gastronomie zu gehen. Bin ein Gastro-Kind und konnte mir eigentlich auch dann irgendwann nichts anderes mehr vorstellen, als in die Gastronomie zu gehen. Habe dann aber gesagt, wenn ich schon Abitur habe, dann möchte ich bitte auch studieren. Ich habe mir dann einen Studiengang gesucht, der dazu passt und da hat sich Systemgastronomie angeboten. Das geht in Hannover leider nicht, also habe ich gesagt: Gut, dann gehe ich nach München. Ich wurde leider zuerst für ein duales Studium nicht angenommen. Habe dann gesagt, ok ich mache sofort die Ausbildung erstmal, überbrücke noch ein paar Jahre. Habe mir aber dann überlegt, warum soll ich das dann in Hannover machen, wenn ich dann eh nach München muss. Da war einfach der Flughafen München der attraktivste Arbeitgeber, denn bei Allresto kann man die Abteilungen wechseln, was ich sehr ansprechend fand. Ich wollte nicht einfach nur in einem Betrieb sein, wo man immer jeden Tag das Gleiche hat, sondern wirklich mal ein bisschen Abwechslung, auch andere Kollegen haben und gerade in der Ausbildung lernt man dadurch ja viel mehr.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Man sollte auf jeden Fall freundlich sein - es ist ganz wichtig, dem Gast morgens auch schon um 6 Uhr mit einem Lächeln entgegen zu stehen und ihm lächelnd seinen Kaffee zu überreichen oder sein Frühstück. Es ist aber auch wichtig, Verantwortung übernehmen zu können, denn man hat in der Ausbildung sehr viel Verantwortung, die auf einem lastet. Man muss Kassen abrechnen, man muss Schichtführung können, das heißt, man muss auch mit Mitarbeitern umgehen können. Deshalb sollte man auch sehr teamfähig sein. Man sollte sich auf jeden Fall immer helfen lassen können und auch anderen Teammitgliedern helfen und man sollte vor allem kritikfähig sein. Also es ginge nicht, wenn mir gesagt wird: Ich mache einen Fehler und ich mache diesen Fehler immer wieder, denn ich muss aus meinen Fehlern lernen.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Der Gästeumgang. Ich liebe total den Gästeumgang - ich liebe es morgens wirklich, dem Gast seinen Kaffee zu überreichen, oder auch noch um 23 Uhr oder auch mitten in der Nacht, immer freundlich zum Gast zu sein. Manche Gäste sind nun einmal auch so - die sind gestresst, gerade am Flughafen München, die müssen schnell ihren Flieger erreichen. Und den Gästen dann ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, das ist am Schönsten. Das ist der schönste Moment an einem Tag.

Was ist die größte Herausforderung?

Gerade im ersten Lehrjahr ist die Herausforderung, den Blick für alles zu haben. Man hat sehr viel Verantwortung und muss dann wirklich auf alle Bereiche schauen. Man muss schauen, dass der Grill funktioniert, dass die Pommes-Station funktioniert, dass immer genug Pommes da sind. Man muss schauen, dass nicht zu viele Gäste anstehen, man muss auch noch schauen, dass der Bereich überall sauber ist. Also man hat eine große Verantwortung, die auf einem lastet und das ist eine sehr große Herausforderung. Man kennt sich selber noch nicht so gut aus und weiß immer noch nicht genau, welche Aufgaben hat jetzt eigentlich jeder so genau. Man muss aber schon darauf schauen, dass jeder die perfekt macht.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Man sollte das machen, was einem Spaß macht, auch in beruflicher Hinsicht, natürlich auch in privater. Und man sollte sich vor allem immer hinter den Kulissen halten, denn auch hinter den Kulissen kann man seine Ziele erreichen und es bringt nichts, sich immer in den Vordergrund stellen zu müssen.

Wie werde ich

Systemgastronomiefachmann*frau

Viele Menschen mit verschiedenen Vorlieben auf einmal mit leckerem Essen versorgen – klingt nach einer Herausforderung für dich ? Als Systemgastronomiefachmann bewerkstelligst du genau das. Dein Einsatzgebiet sind Großküchen, wie Kantinen oder Mensen, und Filialen verschiedener Restaurantketten, die zum Teil weltweit erfolgreich sind. Die Nachfrage nach einer schnellen Mahlzeit oder einem Imbiss (besser bekannt als Fast-Food) ist riesig – jeden Tag aufs Neue. Dabei handelt es sich in der Regel um Fertig- oder Halbfertiggerichte, die von Systemgastronomiefachleuten routiniert zum Verzehr fertiggestellt werden. Damit zu Stoßzeiten alles reibungslos läuft ist die Systemgastronomie perfekt organisiert. Es gibt verschiedene Stationen, an denen unter anderem gebraten, gebacken, frittiert und zum Schluss mit Getränken ein ganzes Menü zusammengestellt und abkassiert wird. Als Fachmann der Systemgastronomie muss bei dir in jedem dieser Bereiche jeder Handgriff sitzen. Nur so können sich deine Kollegen auf dich verlassen und alles läuft nach Plan. Hinzu kommt deine Verantwortung für die Einhaltung von Qualitäts- und Hygienevorschriften, die laufend kontrolliert werden. Ebenso die umweltgerechte Entsorgung von anfallenden Abfällen. Auch der Kundenkontakt kommt in der Systemgastronomie letztlich nicht zu kurz, denn auf jeden Gast gilt es bei Bestellung und Bezahlung einzeln einzugehen. Besonders bei Nachfragen zu Inhaltsstoffen oder ähnlichem wird von dir eine kompetente Antwort erwartet.

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