Ralph SlabihoudAuszubildender Metalltechniker • Stahlbautechnik
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Das Coolste ist, dass man von Anfang an an einem großen Ganzen teilhaben darf.” Ralph Slabihoud stellte nach einer zweitägigen Schnupperzeit bei Bilfinger fest, dass die Lehre zum Stahlbautechniker “genau seines” ist. In den ersten beiden Jahren findet die Ausbildung in der Lehrwerkstatt statt, danach gehts in den Betrieb. Was man dafür braucht? “Durchhaltevermögen und räumliches Vorstellungsvermögen.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich heiße Ralph Slabihoud und lerne Stahlbautechniker beim Bilfinger Maschinenbau und bin im vierten Lehrjahr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Also Stahlbautechnik, die ist ein Bereich der Metalltechnik. Die Lehrausbildung bei uns funktioniert folgendermaßen: Im ersten und zweiten Lehrjahr wird man in der Lehrwerkstatt ausgebildet und ab dem dritten kommt man dann in den Betrieb. Im Betrieb kann man gleich an Fertigungsprozessen teilnehmen und wird von Anfang an integriert. Wir sind insgesamt 35 Wochen in der Berufsschule: In den ersten drei Lehrjahren zehn Wochen pro Jahr und im vierten Lehrjahr fünf Wochen. Die Berufsschule ist geblockt im Internat in Schärding. Mein Alltag ist folgendermaßen: Kein Tag gleicht dem anderen, denn jeden Tag in der Früh werden die Aufgaben verteilt. Den Überblick über unsere Projekte haben immer unsere Vorarbeiter, das sind unsere nächsten Vorgesetzten die uns dann die einzelnen Aufgaben zuweisen, je nach Qualifikation, nach Berufserfahrung und nach Lehrjahren werden dann die Aufgaben verteilt. Unsere Aufgaben sind zum Beispiel das Schleifen oder Schweißen, sowie das Anreißen oder das Zusammenbauen von Werkstücken. Wir haben in der Schweiz mal eine Druckrohrleitung hergestellt und da wird von uns dort der Vorzusammenbau gemacht und die gesamten Schweißarbeiten werden durchgeführt und die Nachbehandlung. Wir bauen hauptsächlich Kraftwerksteile - das war eine Druckrohrleitung für ein Speicherkraftwerk, das in einen Berg hineingebaut worden ist.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Davor bin ich ins Gymnasium gegangen und das war aber nicht mein Fall. Meine Tante arbeitet ebenfalls im Konzern und dadurch bin ich auf die Lehrstelle aufmerksam gemacht worden. Nach einem zweitägigen Schnuppern habe ich festgestellt, das ist genau meine Sache.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Auf jeden Fall: Durchhaltevermögen und räumliches Vorstellungsvermögen, man muss sich von einer Zeichnung praktisch die komplette Anlage vorstellen können.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Das Coolste an meiner Lehre ist, dass man im Prinzip von Anfang an an einem großen Ganzen teilhaben darf und sofort in den Fertigungsprozess integriert wird. Metall ist ein Werkstoff mit Zukunft und durch den herrschenden Facharbeitermangel werden hier immer Arbeitskräfte gesucht und so hat man einen sicheren Arbeitsplatz.

Was ist die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung in meinem Beruf ist, sich alleine durch eine Zeichnung die ganze Anlage vorstellen zu können, denn das ist nötig um den Überblick zu behalten.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

In der Stahlbautechnik trägt man hohe Verantwortung für Leib und Leben, als auch finanziell. Dadurch ist es am Wichtigsten, zuerst nachzudenken und dann erst zu handeln.