Anlagenmechaniker*in

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Wie werde ich Anlagenmechaniker*in?

auch bekannt als Industrietechniker*in, Anlagenmonteur*in

Sägen, Feilen, Schneiden, Schleifen, Bohren, Schweißen – das hört sich für dich nicht nur nach harter Arbeit an, sondern vor allem danach, endlich mal wieder zu werken? Handwerken ist sowieso eher ein Hobby und du bist auch noch begabt darin? Dann nutze dein Talent und helfe auch anderen damit, indem du zum Anlagenmechaniker wirst. In Österreich wird dieser Job übrigens Installations- und Gebäudetechniker genannt. Deine Hauptaufgabe ist in beiden Ländern gleich: Du löst die Alltagsprobleme deiner Kundschaft. Mit Klimaanlagen verhilfst du ihnen zur nötigen Abkühlung an heißen Sommertagen und durch eine funktionierende Heizung sorgst du auch im Winter für die richtige Temperatur. Je nach Spezialisierung bist du für Sanitär-, Heizungs- oder Lüftungsanlagen zuständig und kümmerst dich um die Planung, Einrichtung und Wartung. Dafür montierst du nicht nur Teile, sondern überprüfst auch die technischen Daten und schaust, ob die Geräte in ihrer Effizienz verbessert werden können. Du arbeitest somit auch an ganz unterschiedlichen Orten. Du wirst auf Baustellen sein, in Privatwohnungen oder Werkstätten und großen Industriehallen.

Arbeiten als Anlagenmechaniker*in

Wichtige Fähigkeiten als Anlagenmechaniker*in

Um elektrische Anschlüsse richtig verlegen zu können, Sanitäranlagen montieren und Rohrsysteme verlegen zu können, brauchst du Fachwissen in diesen Bereichen. Zusätzlich musst du dich mit der Messtechnik auskennen und dein Werkzeug richtig anwenden können. Auch das technische Zeichnen solltest du beherrschen, da du für die Aufträge Skizzen machen wirst. Damit du deine Arbeit gut durchführen kannst, musst du auch körperlich fit sein. Um eine Solaranlage einzurichten, musst du beispielsweise auf das Hausdach und für sanitäre Anlagen musst du manchmal in unbequemen Positionen verweilen. Außerdem solltest du für diesen Beruf ein Talent für handwerkliche Aufgaben mitbringen. Du wirst dir zwar viele Tricks und Kniffe aneignen können, aber ein gewisses Geschick musst du dennoch haben. Ebenso geschickt musst du in deinen Lösungsvorschlägen für die Verbesserung oder Errichtung von Anlagen sein. Logisches Denken und technisches Verständnis helfen dir dabei. Da Anlagenmechaniker während Installationen häufig in Kontakt mit Kunden kommst, solltest du serviceorientiert arbeiten, denn ein zufriedener Kunde beauftragt dich wieder.

Wie werde ich Anlagenmechaniker*in?

Die Anlagen, die du in deinem Job tagtäglich überprüfst, neu installierst oder reparierst, sind häufig feinmotorisch oder sind für die Wasser- und Gasregulierung verantwortlich, weshalb eine fundierte Ausbildung Pflicht ist. Du musst wissen, wie sich die verschiedenen Werkstoffe verwenden lassen. Deswegen lernst du schon in deinem ersten Jahr viel über Materialien und ihre Eigenschaften. Generell wirst du dich in Deutschland schon während der Ausbildung auf einen Teilbereich spezialisieren. Das kann Wasser-, Wärme-, Umwelt- oder Lufttechnik sein. Auch in Österreich kannst du dich während der Ausbildung zwischen den Hauptmodulen Gas- und Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungstechnik und Steuer- und Regeltechnik entscheiden. Die Module sind allerdings nicht alle kombinierbar.

Deutschland

  • Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/-in
  • Duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule

Österreich

  • Lehre zum/zur Installations- und Gebäudetechniker /-in
  • Bestehend aus Grundmodul (2 Jahre) und mindestens einem Hauptmodul (1 Jahr)

Fortbildungen und Spezialisierungen

Anlagentechniker können ihre Karriere in verschiedene Richtungen lenken. Je nach deinen Interessen kannst du dich durch Weiterbildungen, Spezialisierungen oder ein Studium fortbilden. Deine Möglichkeiten reichen von Klimatechnik über Sanitärtechnik bis hin zu erneuerbaren Energien.

Spezialisierungen

  • Sanitär- und Heizungstechnik
  • Gebäude- und Energietechnik
  • Klimatechnik
  • Umwelttechnik und erneuerbare Energien

Zukunftsaussichten als Anlagenmechaniker*in

Fachpersonal ist gefragt wie nie! Das gilt auch für die Branche der Anlagentechnik bzw. Installations- und Gebäudetechnik. Häufig werden Auszubildende von ihrem Betrieb direkt übernommen. Die meisten Anlagenmechaniker sind in einem Klein- oder Mittelbetrieb der Sanitär- und Heizungsinstallationsbranche angestellt. Aber auch öffentliche Gas- und Wasserversorgungsunternehmen bieten dir Berufsoptionen. Natürlich kannst du dich als Meister auch selbstständig machen und einen eigenen Betrieb eröffnen. Dann bist du nicht nur für dein eigenes Geschäft verantwortlich, sondern kannst dein Wissen auch an Lehrlinge weitergeben und so aktiv die nächste Generation deines Berufs formen.