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Chocolatier*e

Lebens-, Genussmittel & Ernährung

Wie werde ich Chocolatier*e?

auch bekannt als Zuckerbäcker*in, Konditor*in

Ein ausgezeichnetes Essen ist für dich ohne ein süßes Dessert nicht komplett? Am besten besteht das auch noch aus Schokolade – ganz egal, ob Schokofondue, Mousse au Chocolat oder Schokoladentorte? Dann könnte Chocolatier dein Traumberuf sein. Als solcher bist du wirklich ein Experte des guten Geschmacks und insbesondere für Schokolade. In einer einzelnen Kakaobohne stecken immerhin über 600 Aromen. Geschmack allein reicht für perfekte Pralinen allerdings nicht: Das Aussehen ist genauso wichtig, schließlich isst das Auge mit. Von der Auswahl der Kakaobohne und den anderen Zutaten über die Zubereitung bis hin zur Formung und Verzierung der Schokoladen liegt alles in deiner Hand. Dabei ist Schokolade nicht gleich Schokolade. Sie muss nämlich nicht nur süß verzehrt werden, sondern kann auch herzhaft als Schokoladenbalsamico oder Kräutermischung zum Kochen verwendet werden. Es gibt sogar Badeschokolade, die von Chocolatiers hergestellt wird und für eine weiche Haut sorgen soll.

Arbeiten als Chocolatier*e

Wichtige Fähigkeiten als Chocolatier*e

Erst süß, dann scharf oder salzig. Mal mit Chilli verfeinert oder als Nuss-Nougat-Kreation: Um zu schmecken, welche Zutaten wirklich zusammenpassen oder exotisch sind, musst du einen ausgeprägten Geschmackssinn haben. Diesen solltest du auch regelmäßig trainieren. Die meisten Schokoladenerzeugnisse werden mit der Hand verarbeitet und nicht mit Maschinen, weshalb du viel Fingerspitzengefühl in den Beruf mitbringen musst. Zusätzlich solltest du wissen, welche Zutaten du miteinander vermischen kannst und wie weit du sie erhitzen darfst. Lebensmittelkunde und Lebensmitteltechnologie sollten dir also nicht fremd sein. Schokolade ist ein sehr empfindliches Produkt, weshalb du auch auf Hygienestandards achten solltest und diese genauestens umsetzt. Schließlich sollen keine Salmonellen in deiner Süßigkeit entstehen. Wie in allen Jobs, in denen mit Lebensmitteln gearbeitet wird, trägst du auch als Chocolatier viel Verantwortung für deine potenziellen Kunden.

Wie werde ich Chocolatier*e?

In Deutschland und Österreich ist der Beruf von Chocolatiers kein Ausbildungsberuf. Trotzdem kann man den Job nicht einfach so ausüben. Du benötigst eine gehobene Ausbildung im Lebensmittelbereich. Dafür bietet sich entweder der Konditor bzw. Konditormeister oder der Lebensmitteltechnologe an. In Deutschland gibt es außerdem noch die Möglichkeit eine Ausbildung zum Süßwarentechnologen abzuschließen und sich anschließend auf Schokoladenprodukte und Konfekt zu spezialisieren. Als Gegenstück gibt es dazu in Österreich die Lehre zum Bonbon- und Konfektmacher. Die Dauer der Ausbildungen liegt zwischen 2 und 3,5 Jahren. Anschließend absolvierst du noch eine Fortbildung oder ein paar Kurse, die meistens bei privaten Anbietern stattfinden. Eine offizielle Handwerksausbildung zum Chocolatier findest du nur in Frankreich oder Belgien.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Du kannst dich als Chocolatier noch weiterbilden und beispielsweise Kurse über Süßwarenherstellung oder Lebensmittelhygiene belegen. Außerdem kannst du Lebensmitteltechnologie studieren, um Verarbeitungsmöglichkeiten und Zutaten noch besser kennenzulernen.

Zukunftsaussichten als Chocolatier*e

Die Geschichte der Schokolade ist über 4.000 Jahre alt und hat schon die ein oder andere Etappe der eigenen Evolution durchlaufen. War sie zu Beginn nur ein Getränk bei den Mayas, gibt es sie heute in den verschiedensten Formen. Schokolade ist ein Produkt, dass seinen Reiz wohl nie verliert, und sichert dir damit deinen Job. Als erfahrener Chocolatier übst du einen sehr seltenen Beruf aus, für den immer qualifizierte Leute gesucht werden. Wichtig ist nur, dass du immer wieder neue Kreationen entwickelst und dich auch traust verrückte Kombinationen zu wagen. Inspiration dafür findest du überall – in Restaurants, auf dem Markt, bei einem guten Cocktail oder in Kochbüchern. Sei dir bewusst, dass du in diesem Beruf auch stressige Zeiten hast. Vor allem vor Ostern und Weihnachten brummt das Geschäft und du musst mit vielen Überstunden rechnen. Denn die Bestellungen müssen rechtzeitig an die Kunden geliefert werden.