Arbeiten als Webdesigner/-in?

Was ist dein Job als Webdesigner/-in?

Papier ist für dich etwas, dass nur in Büchern, als Skizze oder im Altpapier vorkommt? Trotzdem arbeitest du bevorzugt mit Farben, Formen und Strukturen, bist technisch versiert und auch grafisch kreativ? Dann ist das noch relativ neue Berufsbild des Webdesigners vielleicht das Richtige für dich. Webdesigner kümmern sich um die Gestaltung des Webauftritts von Unternehmen und/oder von privaten Auftraggebern. Dabei erstellen sie Grafiken, bereiten Bildmaterial für Websites auf und kümmern sich um die Struktur und das Design einer Präsenz im Internet. Da sich Grafik und Aufbau einer Website stark von den Printmedien unterscheiden, solltest du dich mit User Interface Design auskennen. Das heißt, du solltest als Webdesigner darauf achten, dass User einer Seite im Web sich auf dieser auch gut zurechtfinden und die Elemente wie Menü, Buttons, Suchfelder etc. an der richtigen Stelle sind. Außerdem arbeitest du im Bereich Webdesign eng mit der IT zusammen bzw. bist selbst versiert in HTML und CSS. Eventuell bringst du Kenntnisse in Javascript mit und kannst mit Datenbanken umgehen. In größeren Unternehmen sind die Bereiche spezialisierter, es gibt zum Beispiel mehrere Personen, die sich die Bereiche Grafik, Screendesign und Frontend Entwicklung aufteilen. Bist du selbstständig, solltest du diese Fähigkeiten alle mitbringen, um deine Kunden optimal betreuen zu können. Wenn du selbstständiger Webdesigner bist, begleitest du den gesamten Arbeitsprozess von Anfang bis Ende. Das heißt, du beginnst damit, die Vorgaben und Wünsche mit deinen Kunden abzuklären und bist erst bei der Übergabe der finalen Website fertig.

Fakten

Gehalt:

D: 2.200 Euro/Monat

Ö: 1.800-2.300 Euro/Monat, freiberuflich: 20-100 Euro/Stunde

Ausbildungsvergütung:

D: 1. Jahr: 550 Euro/Monat, 2. Jahr: 620 Euro/Monat, 3. Jahr: 670 Euro/Monat

Regelstudienzeit:

D: Ausbildung: 3 Jahre, Studium: 3-5 Jahre

Ö: zw. 3 Monaten Kurzlehrgang bis 4-5 Jahre Studium

Wichtige Schulfächer:
Deutsch, Kunst, Informatik

Zukunftsaussichten als Webdesigner/-in

Prinzipiell sind deine Zukunftsaussichten im Beruf des Webdesigners gut, da jedes Unternehmen im Word Wide Web vertreten sein möchte. Auch kleinere Unternehmen setzen oft auf exklusives Design, dass sie mit Content Management Systemen wie Wordpress, Joomla oder Typo3 bedienen können. Besonders als Allrounder bist du prädestiniert, dich selbstständig zu machen oder eine Agentur zu gründen, die Design und Development von Websites anbietet. Allerdings ist Webdesigner keine geschütze Berufsbezeichnung. Das heißt auch Personen, die keine Ausbildung in diesem Bereich absolviert haben, können sich als Webdesigner bezeichnen. Viele davon verkaufen ihre Dienstleistung im Internet für einen Dumpingpreis und senken damit das Niveau für die gesamte Branche. Dementsprechend ist es schwer, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren. Von Vorteil ist sicher, wenn du zunächst in einem Unternehmen beginnst und dir Referenzen zulegst. Außerdem hilft eine eigene ästhetisch ansprechende Website mit einem umfangreichen Portfolio, sodass potentielle Kunden bereits vorab sehen können, was du kannst.

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