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Daniel WelserEishockeyprofi
Stadt
Salzburg

“Bleib so ehrgeizig wie du bist”, würde Daniel Welser seinem 14-jährigen Ich raten, denn der Erfolg gibt ihm Recht. Als Eishockeyprofi bei Red Bull Salzburg genießt er den Lohn für das harte Training am meisten: “Ich glaub, es gibt nichts Schöneres, wenn dir Leute zuschauen und zujubeln, und zufrieden sind mit dir und deiner Leistung.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Den ersten Ratschlag: Bleib so ehrgeizig, wie du bist. Ich glaube auch, das hat mich weit gebracht. Und ein Ratschlag wäre noch, dass ich vielleicht schulisch nicht auf den letzten Drücker alles hinschiebe, sondern mir das ein bisschen besser einteile, glaube ich. Das hätte viele Probleme erspart. Und zu guter Letzt, glaube ich, auch geduldig sein. Ich glaube, man verpasst nichts im Leben. Es kommt, wie es kommt und man muss einfach Spaß haben.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Mein Name ist Daniel Welser, bin Profi-Eishockey-Spieler beim EC Red Bull Salzburg.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Ja, dass einfach ich mich belasten kann bis zum Geht-nicht-Mehr und mit Kollegen arbeiten kann, Teamkollegen wir gemeinsam an einem Erfolg arbeiten. Und wenn man dann zum Schluss Meister wird und der Erfolg auch da ist, dann weiß man auch, warum man im Sommer mehrere Stunden am Ergometer sitzt und schwitzt und den Preis dafür zahlt, wenn man am anderen Ende ganz oben ist. Und ich glaube, es gibt nichts Schöneres, wenn dir Leute zuschauen und zujubeln und zufrieden sind mit dir, mit deiner Leistung. Also, das, glaube ich, ist das A und O bei uns im Sport und das macht auch Spaß.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Ja, man muss schon diszipliniert sein. Leider bleibt vieles auf der Strecke. Also, ich kann mir keine Woche freinehmen im Winter und Skiurlaub gehen oder die Weihnachtszeit, da sind sehr, sehr viele Spiele zu absolvieren. Und da bleibt ein bisschen die Familie auch zu kurz. Aber gut, ich habe noch genug Zeit nach meiner Karriere, das zu machen. Und man hat halt nur dreieinhalb Wochen frei. Aber das Positive an meinem Job ist, ich gehe in der Früh zum Training, absolviere die vier, fünf Stunden harte Arbeit, gehe nach Hause und habe die restliche Zeit für meine Familie übrig.

Worum geht es in Deinem Job?

Zum Red Bull Salzburg, es ist ein junges Team eigentlich. Es ist, früher hat es HC Salzburg geheißen, jetzt heißt es Red Bull Salzburg. Die letzten Jahre waren wir eigentlich immer Meister mit ein bisschen, ein paar Mal die Ausnahme. Aber wir sind zurzeit eigentlich Tabellenführer und das beste Team in Österreich. Trainingsmäßig, wir haben eigentlich einen Elf-Monats-Job. Also, jeder glaubt, Eishockey wird nur im Winter gespielt, das spielt sich nicht. Wir fangen schon im Mai zum Trainieren an, das geht dann weiter bis Ende Juli, dann geht es das erste Mal auf das Eis. Wir haben im Sommer Training: Radfahren, Laufen, Krafttraining, also alles, was man im Winter halt braucht, damit man gut aufgestellt ist beim Eishockey. Und dann geht es halt Ende Juli aufs Eis, da haben wir Eistraining, die eigentliche Saison beginnt Anfang September und das geht halt durch bis Mitte April, und danach haben wir dreieinhalb Wochen Urlaub, wo wir uns regenerieren können. Ja, und dann beginnt wieder die Saison von vorne. Man muss schauen, wie viele Spiele man in der Woche hat, manchmal haben wir zwei Spiele, Freitag, Sonntag, oder halt Dienstag, Freitag, Sonntag. Das hängt darauf an, wann wir halt einen Tag frei haben, entweder Montag oder Mittwoch. Ansonsten sind wir jeden Tag am Eis. Wir haben Krafttraining zusammen nach den Spielen, damit wir da in einer guten Verfassung sind. Ja, und das, eigentlich wir sind jeden Tag mehrere Stunden beschäftigt mit unserem Sport und macht Spaß, aber ist auch harte Arbeit. Im Winter ist es relativ weniger, also weniger Zeit zu investieren. Im Sommer gehe ich ganz normal außer Haus um acht Uhr in der Früh, komme am Abend um fünf Uhr nach Hause, also dazwischen trainiere ich, Mittagspause, wieder trainieren. Also, es geht eigentlich durch und ja, im Winter ist es angenehmer, also wir kommen in der Früh, also ich gehe um acht Uhr außer Haus, bringe meine kleine Tochter zur Krabbelgruppe, fahre dann weiter in die Eishalle, dann ist Aufwärmen am Programm, Eistraining, Mittagessen und dann geht es wieder nach Hause, und habe eigentlich den restlichen Tag für meine Familie zur Verfügung. Außer wir haben noch ein Spiel, dann haben wir auch Vormittagstraining und dann am Nachmittag halt gibt es noch einmal ein Fokussieren auf das Spiel und das Spiel selber.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ja, begonnen habe ich Eishockeyspielen eigentlich mit fünf. Meine Mutter hat mich zum Eishockey gebracht. Eigentlich wollte sie nur haben, dass ich Eislaufen lerne. Ich bin aufgewachsen in Klagenfurt, da ist Eishockey die Hochburg in Österreich, und war immer so ein Energiebündel und habe meine Energie irgendwo auslassen müssen. Und meine Mutter hat mich zum Eishockey gebracht und dann bin ich halt den ganzen Nachwuchs durchgegangen beim KAC und daneben halt Schule gemacht, Volksschule, ganz normales Gymnasium, später dann in ein Sportgymnasium, wo wir Sport und Schule verbunden haben. Aber bis ich 14, 15 war, noch daneben Fußball gespielt. Irgendwann einmal habe ich mich müssen entscheiden und da ist halt nur mehr Eishockey übrig geblieben. Das hat mir einfach mehr gefallen. Ja, und wie ich 16 war, habe ich das erste Mal in einer Kampfmannschaft gespielt, die ersten zwei Spiele, mit 17 dann das erste richtige Profijahr und so ist es halt dahingegangen. Fünf Jahre beim KAC in der Profimannschaft, derweil habe ich die Matura abgeschlossen, habe dann ein bisschen studiert, habe den Präsenzdienst absolviert, bin dann mit 22, glaube ich, war ich, bin ich zwei Jahre nach Schweden gegangen, habe dort zwei Jahre in Skellefteå gespielt, zuerst in der zweiten Liga, dann in der ersten Liga. Und bin eben, seit ich 24 bin, bei EC Red Bull Salzburg und das ist meine achte Saison, ja, und ich hoffe, dass noch mehrere folgen.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Es ging schon, aber ich glaube, mit meiner Einstellung, glaube ich, habe ich es weit gebracht und ich glaube, diese Einstellung ist auch die richtige gewesen für mich jetzt. Ich habe viele Kollegen gehabt im Teenager-Alter, die es ein bisschen zu locker angegangen sind, die aber mehr Talent gehabt haben und irgendwann einmal sind sie weggedriftet und sind dann im Sport eigentlich nicht mehr aufgetaucht, haben dann einen anderen Werdegang absolviert. Und ich bin aber dem Sport immer treu geblieben, habe einiges einbüßen müssen natürlich, die Sommermonate haben wir trainiert, während andere im Strandbad waren und gebadet haben. Also, man muss schon auch diszipliniert sein, aber der Spaß ist nie zu kurz gekommen. Wir haben unseren, oder ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, macht mir Spaß und ich hoffe, dass ich das so lange noch wie möglich ausüben kann.