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Lisa LangGründerin und Geschäftsführerin
Stadt
Berlin
Karriere Level
Führungskraft

“Wir erschaffen Produkte, die Menschen wirklich berühren.” Lisa Lang ist Gründerin und Geschäftsführerin von ElektroCouture. Für sie ist ihre Firma eine “Lebenseinstellung” und Teil ihrer Persönlichkeit. Pionierarbeit leistet sie im Bereich Fashiontechnology, was bedeutet, dass “wir zwei total unterschiedliche Industrien zusammen bringen, nämlich Fashion und Technologie. Technologie bringen wir in Form von Licht in die Kleidung.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Folge deinem Bauchgefühl, aber das heißt auch, du musst alle Konsequenzen mitmachen. Ich weiß noch unser Kunstprofessor damals an der Universität, der hat gesagt. „Wenn du ein Künstler sein möchtest, dann kann es auch sein, dass du dein Tagesgeschäft, deine Rechnungen damit bezahlen musst, dass du bei McDonalds arbeitest, sei konsequent.“ Sei nicht so streng mit dir selber. Ich habe sehr viel Zeit und Nerven damit verbracht so perfekt wie möglich zu sein. Weiß was du brauchst und frage danach. Frage nach Hilfe, aber helfe Leuten dir zu helfen, das heißt, es fängt alles damit an, dass du ganz konkret weißt, OK was brauche ich jetzt und wenn du diese konkrete Frage hast, dann gehe und frage Leute und scheue dich nicht davor. Ja, das hätte ich früher machen sollen, aber ja /

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Lisa Lang, kurz und knapp. Und ich bin Gründerin und Geschäftsführerin meiner eigenen Firma von ElektroCouture.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Mir kann niemand sagen, was ich zu tun und zu lassen habe, außer mir selber, also, aber da gehört auch Disziplin dazu. Die Möglichkeit etwas zu machen und wirklich auszuprobieren wie weit ich es bringen kann. Dass wir Produkte schaffen, die Menschen wirklich berühren, also wenn ich die Reaktionen sehe von Kunden, die sich ihre erste Jacke bei uns kaufen und den Schalter anknipsen, ja. Also etwas Emotionales zu machen, also, und unsere Kunden reagieren darauf. Also wir haben eigentlich nicht Kunden, wir haben Fans. Das ist auch wichtig. Die erzählen die ganze Zeit ja auch von uns weiter. Ja, aber ich denke das, wirklich diese Möglichkeit selber etwas aufzubauen.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Ja ich glaube so das Klassische ist, du kannst halt nie abschalten. Du bist halt ständig dabei, aber, das ist für mich jetzt eigentlich OK, weil das ist eine Lebenseinstellung. Also ich glaube ich könnte auch nicht anders und ich möchte auch nicht anders, weil das ist halt nicht nur meine Existenz, sondern das ist auch meine Persönlichkeit und meine Persönlichkeit fließt auch sehr viel in die Firma auch hinein. Ich glaube dadurch, dass man jetzt in einer absoluten Selbstkontrolle ist, wenn es Nachteile gibt, die einen wirklich ärgern, dann ändert man das, anders hältst du das nicht lange durch.

Worum geht es in Deinem Job?

Meine Firma heißt ElektroCouture und wir sind im Bereich der sogenannten Fashion Technology tätig. Wie der Name schon sagt wir bringen zwei total unterschiedliche Industrien zusammen, nämlich Technologie und Fashion. Und was wir machen ist, wir nehmen eine sehr bekannte Benutzeroberfläche, das ist Kleidung. Kleidung ist auch etwas sehr Privates, geht auch sehr nahe dran und wir sind sehr, sehr kontrolliert und liebevoll, aber mit einem sehr guten Design, wie wir Technologie hineinbringen und das machen wir mit Licht. Also unser Mission Statement, wie man so im Neuenglisch sagt, Neudeutsch sagt, wemake light wearable, wir machen Licht tragbar. Meine Aufgaben sind auf verschiedenen Ebenen. Also zum einen muss ich mein Team koordinieren und ausbilden, also ich kann ja nicht einfach so einen Fashion Technologen einstellen, die gibt es ja nicht. Ich habe eine Schneiderin, der habe ich das Löten beigebracht und ich habe einen Elektriker und der musste das Handnähen kennenlernen, damit nämlich meine Schneiderin und mein Elektriker jetzt miteinander arbeiten können. Als Geschäftsführerin im Endeffekt / Also ich bin im Endeffekt das Zirkuspferdchen, das die ganze Zeit auf die Bühne hüpft oder vor die Kamera und die Geschichte erzählt. Es ist eine Firma, ist eine Buchhaltung dahinter. Diese nicht-sexy Sachen sind sehr, sehr wichtig und das wirklich durchgetaktet haben. Die Vision aufrecht zu erhalten und natürlich Partnerschaften. Wir machen sehr viel Partnerschaften, das heißt, ich muss Leute zusammenbringen, aber es ist, ja, es ist klar, es ist harte Arbeit, aber es muss auch smart sein. Es ist sehr viel Strategie. Ich verbringe sehr viel Zeit damit an die weiße Wand zu starren und wirklich nachzudenken, was wir machen müssen und für die Ausführung habe ich ein Team, die das sehr sehr gerne machen, die wirklich diese Ausführung machen und die es auch wertschätzen, dass ich ihnen viel Freiheit gebe.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ich bin in einer fränkischen Handwerksfamilie aufgewachsen. Etwas zu gründen, vor allem auch als Frau war irgendwie so nicht geplant. Ich habe meine Sachen gepackt, habe mein Abitur gemacht, habe studiert an einer interdisziplinären Schule für Kunst und Medienwissenschaften, die damals / dort damals / 2005, nein 2003 / Das war 2003, hat das angefangen. Die damals einen neuen Kurs angeboten hat, wo man Kommunikationswissenschaften mit Ingenieurwesen zusammenbringen wollte. Und ich hatte das Glück, dass ich eines der Versuchskarnickel war und die Fakultätsleiterin war eine Frau, das war eine russische Programmiererin ... und die kam zu mir und hat gesagt: „Du musst Programmieren lernen.“ Ich habe ein Stipendium bekommen, bin nach Australien gegangen für ein Auslandssemester, ich habe Familie in Australien. Aus sechs Monaten sind fünf Jahre geworden. Habe dort mein Studium dann beendet. Mein erster Job war, ich habe die Bar in Australien in Melbourne .... geleitet, weil als Studentin, also ich wusste wie man deutsches Bier zapft, das ist eine Kunst. Man kann überall in der Welt hingehen, als Kellnerin, irgendwo findet man auch schon einen Job. Genau, das war mein erster Job gewesen. Habe mein Studium beendet. Habe meinen jetzigen Ehemann auch kennengelernt, das war auch sehr schön und wir wollten reisen und dann sind wir nach Berlin gezogen, weil Berlin ist so eine der glorreichen Städte. Also ich hatte so einen Erleuchtungsmoment Anfang letzten Jahres. Es war eigentlich Frustration, weil ich wollte etwas haben und das gab es nicht. Ich habe sehr viel Pipi Langstrumpf gekuckt, als ich / und gelesen, also ich mache mir die Welt sowie sie mir gefällt. Das hatte dann so 20 Jahre später ein ganz anderes Gewicht und genau das habe ich dann gemacht. Habe die Firma gegründet, habe angefangen Produkte zu bauen, also wirklich in Handarbeit, selber in der Werkstatt und habe die getragen.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Es ist sehr wichtig mal aus seinem kontrollierten System rauszugehen. Wo genau ist secondary und in welchem Bereich ist auch secondary, ist einfach erst einmal rausgehen. Ich glaube das ist / Egal mit Karriere oder aber auch seiner Persönlichkeitsfindung ist das extremst, extremst wichtig. Und ich merke das zum Beispiel auch / Ich bin halt jetzt in der Position, wo ich Leute einstelle und das ist ein Riesenunterschied. Ich merke das sofort, wenn jemand woanders, in einer anderen Sprache, in einer anderen Kultur, in einem anderen Land für eine Weile gearbeitet hat. Die sind anpassungsfähig, die sind freundlich, die sind flexibel, die sind interdisziplinär und das sind genau diese Profile, die man heutzutage auch als Arbeitgeber sehr, sehr sucht.

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