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Madeleine AlizadehFashionbloggerin

“Dass ich einfach neben einer Anna Dello Russo oder einem Karl Lagerfeld auf einer Chanel Party stehen durfte, hätt’ ich mir als kleines Kind einfach nie erträumt”, erzählt Madeleine Alizadeh über die Highlights ihres Jobs und Fashionblogs DARIADARIA. Doch es gibt auch Schattenseiten: “Cybermobbing, Leute, die einen beschimpfen, Droh-Emails oder Stalker hab’ ich auch schon erlebt.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Tu das, was du gut kannst. Wenn du gut skateboarden kannst, dann skateboarde. Wenn du gut stricken kannst, dann stricke. Wenn du gut in Mathematik bist, dann mache halt das. Egal, wenn du schlecht in irgendwelchen Fächern bist, dann vergiss sie einfach. Lerne so viel, dass du durchkommst, und das war es. Der zweite Ratschlag wäre, höre nicht auf deine Lehrer, weil die sind alle Lügner. Ich hoffe, ich bekomme jetzt nicht noch mehr Drohbriefe. Zumindest habe ich eher schlechtere Erfahrungen mit Lehrern gemacht. Und der dritte Ratschlag wäre, vergleiche dich nicht mit anderen, und vergleiche dich auch nicht, oder gerade als Mädchen, mit anderen Mädchen, weil wenn du von Haus nicht dünn bist, dann bist du halt nicht dünn. Und wenn du von Haus keine braunen Haare hast, dann hast du keine braunen Haare, ja. Vergleiche dich einfach nicht, es hat keinen Sinn, ja.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Ich habe eine, auf der steht Dariadaria, Blogger. Und dann habe ich noch eine andere Visitenkarte, die ist für meine Tätigkeit als Fotografin.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das besondere ist einfach der Kontakt mit so vielen Menschen, und die Unglaublichkeit, was für Menschen man kennenlernt. Also dass ich einfach neben einer Anna Della Russo, oder einem Karl Lagerfeld auf einer Chanel-Party stehen durfte, hätte ich mir als kleines Kind einfach nie erträumt, ja. Und ich bin kein Weltstar, und kann das aber trotzdem erleben, und mich in diesen Sphären mich irgendwie bewegen. Und das ist einfach irrsinnig toll, und das ist ein irrsinniges Privileg auch.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Natürlich ist, wenn man selbstständig ist, ist es immer, gibt es immer die Gefahr, dass man Zeiten hat, in denen man weniger Einkommen hat, in denen man mehr hat, also es ist einfach sehr unbeständig. Und man weiß auch nie, was morgen sein kann, ja. Ich habe keine Arbeit, in die ich jeden Tag gehe, ich muss mich natürlich selbst versichern, meine Steuern zahlen, das ist natürlich auch viel Aufwand, ja. Und dann ist es natürlich, abgesehen vom Arbeitsaufwand, den man hat, und wo man viele Jahre auch nichts dran verdient, hat man natürlich auch immer wieder negative Erfahrungen, mit zum Beispiel Cybermobbing, Leute, die einem, einen beschimpfen, einem Drohemails schreiben, also das habe ich auch alles schon erlebt. Oder Stalker, ja. Man muss sich natürlich bewusst sein, dass man mit seiner ganzen Persönlichkeit, und sehr viel Privatsphäre im Internet für jeden verfügbar ist, ja. Es kann jeder, jeder weiß, wer mein Freund ist, wie der heißt, wie mein Arbeitsplatz aussieht, wie ich aussehe. Das ist natürlich schön, wenn man auf der Straße angesprochen wird, aber es kann natürlich auch negativ auf dich zurückfallen.

Worum geht es in Deinem Job?

Ich bin Fashionbloggerin, Fashion- und Lifestyle-Bloggerin. Das heißt, ich betreibe eine Website, auf der ich jeden, oder jeden zweiten Tag Beiträge veröffentliche. Man kann sich das wie ein digitales Tagebuch vorstellen. Es ist aber jetzt keine Website mit vielen, vielen Unterpunkten, sondern das ist eine Landingpage, und da hat man Beitrag von heute, Beitrag von gestern, und so weiter, und so fort. Also generell trifft man sehr, sehr, sehr viele Leute, und hat mit sehr, sehr vielen Interessensgruppen zu tun. Das sind zum einen andere Blogger, also man trifft auf diversen Presseevents, zu denen man ununterbrochen eingeladen wird, viele andere Blogger, und dann auch viele Kunden. Also es gibt Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, das sind PR-Agenturen, die einem Produkte zum Rezensieren schicken, mit denen man Kooperationen eingeht, dann sind es auch Firmen direkt, also Modeunternehmen, Lifestyle-Unternehmen, Beautyunternehmen, mit denen man kooperiert. Der Haupttask sind einfach, die Emails bewältigen, die Flut an Emails, die da kommt. Also, ich bekomme am Tag mindestens 50 bis 80 Emails von Personen, die eben Anfragen haben. Das können aber auch Anfragen sein von Leserinnen, die fragen, du, ich habe das und das gelesen, also so eine Mischung aus Businessemails, aber auch eben die Relation zum Leser quasi. Und dann ist ein großer Teil natürlich auch Events, die können im Ausland stattfinden, wo ich dann hinfliege, oder eben lokal. Die finden aber oft am Abend statt, oder zum Mittag. Und auch natürlich die Erstellung von Beiträgen, das darf man nicht unterschätzen, das dauert ja natürlich auch. Also ich produziere auch den ganzen Content selbst.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Also ich bin in Wien geboren, mein Vater ist halber Perser und meine Mama ist Österreicherin, also ein klassisches Mischlingskind. War schon immer sehr, sehr kreativ, mich hat eigentlich nichts interessiert außer malen, basteln, und dann eben auch fotografieren. Habe dann eben auch nach dem Gymnasium, also wie ich dann eben nach der vierten Klasse mir überlegt, was mache ich, ja. Ich wollte keine klassische Gymnasiumsmatura machen, und habe dann die grafische entdeckt, und habe dann die Aufnahmeprüfung gemacht. Habe das auch geschafft, und habe dann fünf Jahre eben Fotografie und audiovisuelle Medien da an der, also es ist eine HTL, aber eine eher unklassische HTL, gemacht. Dann habe ich mich ein Jahr verirrt, in die Politikwissenschaft und Ethnologie an der Uni Wien, habe dann gemerkt, okay, das war auch nichts, und habe dann beschlossen, auf der New Design University in Sankt Pölten zu studieren, habe Event Engineering gemacht. Das ist eine Art Studium, die eine Mischung zwischen einem kreativen und einem technischen Beruf ist, und habe dann noch in Mailand eben Modefotografie studiert. Den Blog habe ich vor dreieinhalb Jahren gegründet, also wie ich mein Bachelorstudium angefangen habe, da war ich davor ein paar Monate in Asien. Bin mit dem Rucksack herumgereist, alleine, fast vier Monate, habe auch ein Praktikum gemacht in Südkorea. Alles unbezahlt, habe mein ganzes Erspartes quasi auf den Kopf gehauen. Und bin zurückgekommen und habe gesagt, ich habe so viele Fotos gemacht auf der Reise, ich muss die irgendwo publizieren, das wäre schade, wenn die auf Facebook enden. Und habe dann einfach mich registriert auf blogspot, das kostet nichts, das dauert zwei Minuten, und habe den Blog gegründet. Zum Fashionblog ist es einfach im Laufe der Zeit geworden, das war eine natürliche Entwicklung. Ich habe das als Tagebuch geführt, und irgendwann mal haben einfach die, sind einfach Modefirmen auf mich zugekommen, und mein persönliches Interesse an Mode ist auch gewachsen, und dann war es einfach auch ein Modeblog.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Also nein, man braucht überhaupt keine Ausbildung dazu. Das wichtigste ist einfach die, das Interesse und der Arbeitswille, da wirklich täglich Arbeit reinzustecken, weil ein Blog lebt einfach von der Aktualität und von der Frequenz der Updates, ja. Und das ist einfach viel Arbeit. Können muss man dazu nichts, ja. Es ist gut, wenn man fotografieren, es ist gut, wenn man schreiben kann, aber es gibt auch viele Leute, die das absolut nicht können und sehr erfolgreich sind in diesem Business.

Wie werde ich

Blogger*in

Als Journalist arbeitest du für verschiedene Massenmedien in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen oder im Online-Bereich. Für eine Zeitung oder Zeitschrift recherchierst du beispielsweise zu aktuellen Themen, sammelst Informationen, schreibst Nachrichtenmeldungen oder auch meinungsbildende Kommentare. Beim Radio führst du unter anderem Interviews, schneidest Beiträge und sprichst zum Teil auch selbst bei deinen Reportagen. Für das Fernsehen bereitest du in Redaktionen Sendungen vor. Von Nachrichten- über Wissens- bis hin zu Ratgeberformaten ist hier alles möglich. Im Online-Bereich kommen vermehrt multimediale Herausforderungen auf dich zu, da hier die Verknüpfung von Text, Bild, Audio, Video und z.B. interaktiven Grafiken im Vordergrund steht. Im Journalismus gibt es sowohl die Möglichkeit fest angestellt bei einem Medienunternehmen oder als freier bzw. freiberuflicher Journalist zu arbeiten. Hierbei wird unterschieden in Redakteure, die bei Presse, Hörfunk oder auch in Nachrichtenagenturen arbeiten, sowie in Reporter, die sozusagen im Außeneinsatz bei aktuellen Ereignissen zur Recherche vor Ort sind. Daneben gibt es noch Korrespondenten, die z.B. im Ausland für ihre Heimatredaktion tätig sind. Auch Pressefotografen und Bildredakteure gelten als Journalisten. Hinzu kommt der Bereich Öffentlichkeitsarbeit, denn in Pressebüros von Unternehmen, Organisationen oder Behörden sind Pressesprecher und Pressereferenten mit journalistischer Expertise sehr gefragt.

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