Marcel HirscherSkirennläufer

“Ich habe schon sehr viel und sehr hart an dem Erfolg gearbeitet”, erzählt Marcel Hirscher über seinen Weg zum Skirennläufer. Unter der Woche trainiert er 5 Stunden täglich, um im Sport erfolgreich zu bleiben. Das Coolste an Wettkämpfen ist für ihn jene kurze Zeitspanne zwischen dem Start und dem Abschwingen im Ziel: “Für die lebe ich und das ist wirklich das Geilste.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Nimms nicht so ernst, weil es kommt alles so wie man´s selber will. Und eigentlich so: Scheiß´ dir nicht so viel. Also ich hab schon sehr viel und sehr hart an dem Erfolg gearbeitet, es wär ein bisschen leichter schon gegangen.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Marcel Hirscher, Sektion Ski Alpin, Skifahren, Weltcup, Sportler.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Die eine Minute, wo ich aus dem Start-Häuschen raus geh und wenn ich im Ziel wieder abschwing´. Für die leb´ ich und das ist das wirklich Geilste.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Fremdbestimmt zu sein. Tagtäglich. Sehr oft hat man sehr wenig zu entscheiden was man will und was man nicht will. Und das geht wirklich, das geht mir halt wirklich am Geist.

Worum geht es in Deinem Job?

Im Endeffekt geht´s um das, wer am schnellsten einen Hügel hinunterfährt im Winter, auf Schnee. Es sind blaue und rote Stangen irgendwo kreuz und quer gesteckt und derjenige der am schnellsten das komplett verwirrende Zeug hinunterfährt, der ist der Sieger am Ende des Tages. Jetzt im Sommer ist es halt so, dass ich eigentlich probier´ dass ich ungefähr 5 Stunden akiv trainier´, täglich. Außer am Wochenende. Und dann am Nachmittag sind meistens noch 2 Stunden Regenerationseinheiten, die kommen dazu. Wie gesagt, es ist sicherlich genügend zu tun. Und jetzt in der Phase heißt es natürlich möglichst viel Kraftreserven aufzubauen und zu gewinnen. Um dann in der Saison möglichst konstant und solide durchzukommen. Das ist momentan das Hauptziel. Etliche PR-, Werbe- und Interview-Auftritte kommen auch noch dazu, momentan ist mir sicherlich nicht fad.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

1989 bin ich geboren, am 2. März. Mit 2 Jahren hab´ ich Skifahren gelernt, mit 3 Jahren bin ich in den Kindergarten gegangen. Hauptschule, Volkschule - alles normal. Was für einen Sportler sehr außergewöhnlich ist, in eine normale Grundschule zu gehen. Und dann, in der höheren Schule hab´ ich mich entschieden für die Ski-Hotelfachschule in Gastein. War sicherlich eine sehr gute Entscheidung, die für mich persönlich sehr wichtig war, zu sagen: Wenn´s nicht klappt, ich möcht´ was können. Und ich möcht´ gleich von heute auf morgen zu arbeiten anfangen. Und das war von dem her wirklich eine sehr gute Entscheidung, und hat auch ein sehr gutes Gefühl mir vermittelt, auch was meine Zukunft betrifft. Was hab´ ich sonst noch so erlebt: Auf Reisen bin ich schon als sehr Junger mitgenommen worden. Mit 14 Jahren bin ich allein nach Kanada geflogen, zu den ersten wirklich großen internationalen Skirennen. Mit 15 bin ich für einen Monat nach Japan gegangen, zum Skifahren, und alles allein. Das war schon ziemlich aufregend und cool. Und jetzt, ja, bin ich sowieso nur unterwegs.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Die schulische Ausbildung ist sehr wichtig, sonst könnt´ ich nicht da sitzen und mit euch locker über das Leben plaudern - irgendwo muss man´s auch lernen. Englisch soll auch sitzen und wenn möglich eine dritte Sprache noch dazu. Und ja, ich glaub´ das war eine sehr gute Entscheidung.