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Oğuz YilmazYoutuber (Y-TITTY)

“Wenn man die Menschen bei Community- oder Fantreffen dann vor sich sieht, wenn sie dir entgegenbrüllen, dann sind es nicht mehr einfach nur Zahlen”, schwärmt Oğuz Yilmaz darüber, wie er anderen Menschen Freude bereiten kann. Darin liegt aber auch die Einschränkung seiner Tätigkeit als Youtuber bei Y-TITTY: “Wenn man das macht, ist man auch sehr schnell eine Person des öffentlichen Lebens.” Y-TITTY wurde mittlerweile aufgelöst.

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Ich würde, glaube ich, alles so lassen. Vielleich würde ich ein Instrument lernen, früher, aber kann ich immer noch. Das wäre jetzt Schwachsinn, wenn ich sage, ja, ich hätte das lernen wollen unbedingt. Dann kann ich es jetzt auch noch machen.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Also auf meiner Visitenkarte steht ausgeschrieben Oğuz Yilmaz. Und sprechen würde man das Oğuz Yilmaz, weil das aus dem Türkischen kommt. Also ich bin Türkisch. Also sagen wir es so, Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund. Dass wir politisch korrekt sind. Und ich bin von Y-TITTY, ich bin quasi einer von Y-TITTY. Ja, das ist mein Job, würde ich sagen.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Ja, das ist natürlich jetzt voll eingebildet, so was zu sagen, aber so Momente, wenn natürlich beim Video-Day vor 15.000 Leuten irgendwie so auf der Bühne steht. Wenn man halt so Menschen, oder auch so bei Fantreffen oder Communitytreffen, was weiß ich so was, die Menschen eben einfach sieht so, wenn die dir dann entgegen brüllen so irgendwie. Dann, ja, sind es halt nicht mehr einfach nur Zahlen so. Und wie viele dann halt sagen, muss man sich halt bewusst machen, dass Leute, die dir fremd sind, sagen, wir lieben dich. Und dass man ihnen irgendwie so im Leben Freude zubereitet und so. Also das war eigentlich immer so eins der Dinge so, die gesagt, die für uns das Wichtigste waren. Und natürlich, dass wir halt unser eigener Chef sind, dass wir unsere Kreativität so entfalten können. Das sind so eigentlich die zwei wichtigsten Dinge für mich so.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Ja, also das, der Nachteil ist so, dass man, wenn man das macht, ist man sehr schnell schon auch eine Person des öffentlichen Lebens. Im Unterschied zu irgendwelchen Fernsehdingen. Weil, es ist halt so leicht, jeder kann das machen. Man muss sich da natürlich irgendwo, damit klarkommen. So und am Anfang ist es natürlich, als Jugendlicher, kommst in eine große Stadt und dann erkennen dich Leute. Und so, solche Sachen sind echt nicht einfach. Natürlich ist es halt denn, es gibt auch echt schwierige Zeiten, wenn man vielleicht mal die Inspiration verloren hat irgendwie ein bisschen. Das kann ja sein. Das ist ja ganz normal. Die Kreativität hat man halt noch. Man muss die wieder zurückfinden, die Inspiration und dann ist das eigentlich nichts Unmenschliches. Man muss halt einfach, müssen wir auch versuchen, nicht festzufahren und halt auch mal ein bisschen raus zu denken. Und deswegen haben wir jetzt dann auch irgendwie gesagt, ey, dann machen wir jetzt diesen geilen Kinofilm.

Worum geht es in Deinem Job?

Ja, Y-TITTY, das sind drei lustige Typen irgendwie. Also zumindest finden wir es natürlich einigermaßen lustig, wenn man das so umschreiben kann. Ja, es sind immer neue Herausforderungen, wir haben halt einfach, es ist irgendwann so, man ist nicht nur mehr so YouTuber irgendwie so. Weil, es ist ja eigentlich nur eine Plattform, die wir halt bespielt haben. Aber dann ist man alles Mögliche. Man ist ja Social Media, Online TV, wenn man so sagen könnte. Und man ist ja auch, dass auch so hinter der Kamera, dieses Geschäftswesen wird ja dann auch gestärkt und so. Also das ist so 360 Grad, alles, man schnuppert überall ein rein, Buch geschrieben, zwei Stück. Und Musik und auf Tour und jetzt halt ein Kinofilm. Ja, also als wir dann wirklich regelmäßig jede Woche, weil, da macht man eben nicht nur jede Woche ein Video, am Fri-TITTY-Tag haben wir immer eins gemacht. Sondern halt auch Behind the Scenes dazu und dann halt auch unseren Die-Jungs-Kanal bespielt. So mit Reality oder halt wirklich Videos, hinter den Kulissen. Und das war halt sehr viel Arbeit mit Struktur, dass man da halt dann so den Überblick irgendwie behalten muss. Deswegen haben wir es auch so aufgeteilt. Also das war so mein Grundding, dass ich mich darum gekümmert habe, um den Schnitt, und alles. Und dann halt auch um unsere Social-Media-Auftritte so, auf Facebook und alles. Da dann präsent zu sein, dass da auch immer wieder was Neues da kommt. Und jetzt ist es natürlich dadurch, dass wir nicht mehr ganz so regelmäßig, weil wir halt den Film gerade vorantreiben. Wo wir dann halt versuchen, YouTube irgendwie auch noch, also wenn wir halt da irgendwie eine geile Idee haben, wollen wir es denn auch direkt machen. Weil, es ist ja das, was YouTubes ausmacht. Wir müssen uns nicht erst irgendwie einen Sendeplatz holen, sondern wir haben ja den Kanal. Wir können den einfach bespielen. Aber dass wir jetzt einfach beim Film eben, weil wir gesagt haben, wir machen, wenn wir was machen, 100 % und dann geben wir jetzt beim Film Vollgas.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ja, ich bin geboren hier in Deutschland. Bin dann auf die Grundschule, bin dann aufs Gymnasium gegangen. Und wo ich dann auch Philipp kennengelernt habe und dann Philipp eben der Nachbar von TC und so weiter. Ja, da ich mal am Knie operiert wurde ein paar Mal, war ich dann eher so ein Stubenhocker. Und was sich dann aber ganz gut irgendwie, herausgestellt hat, dass es ganz gut ist so. Und ich dann mit den Jungs eben zusammen das machen konnte, weil wir uns irgendwie dann gegenseitig ergänzt haben. Deswegen würde ich sagen, zum Glück, Schicksal und so. Also seit dem... Und dann haben wir, nach dem Abi haben wir uns gesagt, ey, studieren können wir dann immer noch so, weil, irgendwo haben wir gelesen, Eintrittsdurchschnittsalter im Studium ist irgendwie 25. Da haben wir gesagt, haben wir noch sechs Jahre. Sind wir dann mit 19 einfach mal nach Köln gezogen. Also TC und ich. Und Philipp hat ja sein Zivi noch gemacht. Und wir haben uns erst mal die WG im Getto geholt. Und ein bisschen noch mit BAföG und so, weil ich halt im Studium noch eingeschrieben war, Wirtschaftsmathematik. Weil ich mir irgendwie dachte, so am Anfang, ja, vielleicht geht es ja so nebenbei. Aber das habe ich ja relativ schnell gemerkt, dass das auch nicht geht. Und eben, was wir jetzt gesagt auch, wir, ich will das nicht so halb-halb. Was bringt mir denn, so ab und zu in die Vorlesung zu gehen, das ist verschwendete Zeit, wenn ich es nicht Vollzeit mache. Und dann habe ich das auch abgebrochen so, weil, das kann ich immer noch, ich habe mein Abi. Und, ja, und dann haben wir einfach gesagt, wir geben Vollgas und professionalisieren uns da so ein bisschen. Und haben uns halt mal in den Arsch getreten und pünktlich irgendwie immer treffen, Meetings quasi untereinander ausmachen und so. Dass da eine Struktur ein bisschen reinkommt. Steuern, dass man sich da mal mit befasst so. Also das ist, klar, wir mussten alles irgendwie selbst, autodidaktisch, weil wir uns auch so filmen und alles immer selbst beigebracht haben. Und das auch. Und, ja, dann ist alles einfach immer so eins nach dem anderem gekommen. Dass wir dann mal ein Buch geschrieben haben. Dann haben wir ein Album herausgebracht. Dann haben wir noch ein Buch und eine Tour jetzt gemacht. Und das ist halt, das ist unbeschreiblich eigentlich, wenn man so zurück guckt irgendwie. Und dass das jetzt innerhalb eigentlich von viereinhalb Jahren war. Und in den viereinhalb Jahren so viel passiert ist. Und jetzt bin ich verlobt. Und meine zukünftige Frau hier getroffen und so. Also alles Schicksal. Und ich bin sehr glücklich und dankbar dafür.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Ich würde sagen, dass wir, was wir gemacht haben, ist nichts Übermenschliches so. Das kann eigentlich jeder mit Ehrgeiz und der auch an der richtigen Zeit zur richtigen Stelle irgendwie ist. Und der die nötige Kreativität und Durchhaltevermögen hat, kann man so was auch machen. Also wenn dann eben Glück auch dabei ist. Und das heißt aber auch nicht im Umkehrschluss, dass, wenn man eine Ausbildung hat, da ein Mediengestalter oder so, dass man das nicht machen kann. Man muss halt einfach aufpassen, dass man nicht zu festgefahren in irgendwelchen Strukturen ist und sagt, das muss so sein. Weil, meistens muss es nicht so. Es geht, gibt irgendwie immer irgendwie einen einfacheren Weg, der genauso gut ist im Endprodukt.