Omar NazifAuszubildender Koch
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Fleißig und pünktlich zu sein“, beschreibt Omar Nazif als wichtige Voraussetzung, um mit einer Kochlehre zu beginnen. Am Anfang wird man in der Bankettküche eingesetzt und lernt beispielsweise schneiden und Salate waschen. Das Coolste für ihn? “Ich verstehe mich mit den Arbeitskollegen sehr gut und wir haben immer Spaß. Das ist für mich sehr cool.“

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Omar Nazif, ich bin Lehrling als Koch im Hotel.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Meine Lehre dauert drei Jahre. Ich bin im ersten Lehrjahr. Meine Berufsschule ist im zwölften Bezirk in der Längenfeldgasse. In der Berufsschule hat man viele Fächer: Englisch, Französisch, EWK, SMK, BOT, Kochen, Deutsch. Am Anfang ist man öfter in der Personalküche. Dort lernt man das Schneiden, Salate Waschen und Putzen. Und wenn der Chef was will, dann macht man das. Das beginnt jeden Tag um acht Uhr und geht bis halb fünf. Dann hat man eine halbe Stunde Pause, die braucht das Personal auch. Um sechs Uhr muss man Frühstück machen, aber das ist die zweite Station. Zuerst muss man am Anfang zwei, drei Monate um acht Uhr kommen. Dann um sechs Uhr muss man Frühstück machen und lernen, wie man die Sachen macht und für den nächsten Tag produziert und zum Beispiel an der Schneidemaschine schneiden. Die dritte Station bedeutet dann, dass man um 12 Uhr “a la carte” arbeitet, wenn eine Bestellung aufgegeben wird, zum Beispiel Spaghetti Bolognese. Da kommt dann der Kellner und serviert den Teller.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich bin in Ägypten geboren. Ich habe dort die Volksschule besucht und die Hauptschule bis zur zweiten Klasse. Damals war ich 13 Jahre alt und bin dann mit meinem Vater nach Österreich gekommen. Ich wollte nie mein Land verlassen, weil das ist schwierig wenn man auf einmal woanders hingeht - eine andere Welt, eine andere Kultur, eine andere Sprache und meine Freunde halt. Das war am Anfang echt nicht einfach. Nach und nach habe ich ein bisschen deutsch gelernt, aber dann hatte ich keine Lust mehr. Ich war in der Schule, Hauptschule vierte Klasse. Dann bin ich irgendwann nicht mehr hingegangen sondern bin nach Italien gegangen. Ich war dort sozusagen für zehn Monate im Kurzurlaub und habe auch die Hauptschule besucht und italienisch gelernt. Die italienische Sprache war wirklich sehr einfach für mich. Dann bin ich wieder hierher gekommen und habe die Hauptschule besucht, weil ich die nicht geschafft hatte. Dann habe ich sie endlich geschafft und jetzt mache ich die Berufsschule und die Lehre. Ich wollte schon immer Koch werden, aber irgendwie habe ich gedacht, dass das nicht so einfach ist. So wollte ich lieber irgendwo in einem Büro oder im Billa arbeiten - Hauptsache Kontakt mit Menschen. Und dann habe ich mir doch überlegt, dass mir das irgendwie gefällt und habe das dann doch gemacht. Im Februar habe ich dann mit einem Bekannten geredet, der dort arbeitet. Ich habe ihm gesagt, dass ich auf der Suche nach einer Lehrstelle bin. Er hat dann mit dem Küchenchef geredet und ich hatte dann ein Vorstellungsgespräch. Ich habe zuerst drei Monate lang Praktikum gemacht und dann haben sie mich übernommen.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Man sollte fleißig sein und Pünktlichkeit ist auch sehr wichtig. Und sauber sein sollte man auch. Es ist sehr wichtig, dass der Koch seine Arbeit sauber erledigt.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Ich verstehe mich mit dem Chef und mit den Arbeitskollegen sehr gut. Wir machen immer Spaß und begrüßen die Anderen, das finde ich sehr cool.

Was ist die größte Herausforderung?

Wenn mein Chef mir eine Aufgabe gibt, die ich nicht verstehe, dann ist es ein bisschen schwierig. Dann muss ich vielleicht einen anderen Chef bitten, mir zu helfen, das finde ich etwas peinlich. Aber wenn ich das dann öfter gemacht habe, wird das immer leichter für mich.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Jeder Mensch ist anders. Man muss mit den Menschen so umgehen wie sie sind, egal ob sie schwarz oder weiß sind, Mensch ist Mensch.

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