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Biotechnologe*in

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Wie werde ich Biotechnologe*in?

auch bekannt als Biotechniker*in, Bio Engineer, Bioverfahrenstechniker*in

Labore üben eine unerklärliche Faszination auf dich aus? Du weißt, was ein Erlenmeyer ist und hast auch noch nie einen zerbrochen? Du hast in den letzten Weihnachtsferien ein paar Plätzchen zu viel gegessen und ein schicker Labormantel wäre genau das richtige, um die Speckröllchen zu verstecken? Dann bist du als Biotechnologe*in perfekt geeignet. Biotechnologen*innen suchen und erforschen neue chemische oder biologische Wirkstoffe, entwickeln Produktionsmöglichkeiten und modifizieren Organismen, verarbeiten und entwickeln Rohstoffe. Sie arbeiten vor allem im Labor, kennen die Maschinen in- und auswendig, gehen verantwortungsvoll mit dem Material um und müssen alle sicherheits- und umweltschutztechnischen Vorgaben immer genau einhalten. Sie planen Versuche, führen sie durch, schreiben Ergebnisse zusammen und präsentieren sie Mitarbeitern*innen aus anderen Bereichen. Außerdem führen sie Qualitätskontrollen an verschiedensten Stoffen und Substanzen durch.

Arbeiten als Biotechnologe*in

Wichtige Fähigkeiten als Biotechnologe*in

Als Biotechnologe*in brauchst du selbstverständlich hervorragende Fachkenntnisse in den Bereichen Biologie und Chemie. Zusätzlich arbeitest du teils mit sehr komplexen Maschinen und Geräten und musst genau wissen, wie diese zu bedienen sind. Um auf dem neuesten Forschungsstand zu bleiben und die wissenschaftliche Literatur problemlos verstehen zu können, solltest du Englisch in Wort und Schrift beherrschen und kommst somit auch als Naturwissenschafter*in nicht ganz um Sprachen herum. Du solltest logisch-analytisch denken können, um Versuche gut durchplanen zu können, und brauchst auch wie in jeder anderen Naturwissenschaft ein grundlegendes mathematisches Verständnis. Du musst sehr genau und gewissenhaft arbeiten können, weil Versuche genau durchgeführt und protokolliert werden müssen und du dich auch stets an Sicherheits- und Umweltschutzrichtlinien halten musst, zum Beispiel im Umgang mit ätzenden oder gefährlichen Chemikalien. Außerdem musst du teamfähig sein und interdisziplinär arbeiten können, weil du als Biotechnologe*in gemeinsam mit Chemikern, Physikern und anderen Experten*innen an hochkomplexen Projekten arbeiten wirst. Schlussendlich solltest du auch relativ unempfindlich sein, denn trotz Schutzmaßnahmen bist du in deinem Berufsalltag als Biotechnologe*in ständig sehr starken Chemikalien ausgesetzt. Wenn du sehr empfindliche Haut hast oder deine Augen sehr leicht gereizt werden, bist du im Labor eher schlecht aufgehoben.

Wie werde ich Biotechnologe*in?

Um Biotechnologe*in zu werden, brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung und einen Studienabschluss. Je höher dieser ist, desto besser sind deine Karriere- und Gehaltsaussichten – du solltest also jedenfalls bis zum Master durchhalten, ein Doktorat bringt dir nur weitere Vorteile. Du kannst mehrere Fächer studieren, um Biotechnologe*in zu werden. An klassischen Universitäten bieten sich etwa die Fächer Biologie und Chemie an. Fachhochschulen haben ein breiteres Angebot an spezifischeren und angewandten Studien. So kannst du an manchen FHs Biotechnologie studieren, aber auch bioanalytische Verfahrenstechnik oder Biomedizin.

Fortbildungen und Spezialisierungen

Wie in allen Naturwissenschaften brauchst du auch als Biotechnologe*in die Bereitschaft, dich ständig weiterzubilden, da du am neuesten Stand der Forschung bleiben musst, um deinen Job gut zu machen. Du solltest daher regelmäßig Kongresse, Tagungen und Symposien in deinem Fachgebiet besuchen, um dir anzuhören, woran momentan geforscht wird. Wenn du besonders motiviert bist, kannst du auch noch einen relevanten Hochschullehrgang an dein Studium anhängen - wenn du in der Lebensmittelbranche arbeitest, zum Beispiel im Bereich Lebensmitteltechnologie.

Zukunftsaussichten als Biotechnologe*in

Biotechnologie beeinflusst von der Lebensmittelindustrie bis hin zur Pharmazie so gut wie jeden unserer Lebensbereiche. Biotechnologen*innen machen Pflanzen gegen Keime resistent, entwickeln Waschmittel und arbeiten an biologisch abbaubaren, umweltfreundlichen Verpackungen. Als Biotechnologe*in kannst du daher in sehr vielen Branchen Fuß fassen, von der universitären Forschung bis hin zur Pharmaindustrie. Besonders gefragt bist du in Zukunft in der Medizin, vor allem da unsere Gesellschaft altert und komplett neue Probleme und Krankheiten erforscht und Heilmittel entwickelt werden müssen. Auch in der Energietechnik bist du gefragt und kannst neue alternative, saubere Energien und Formen der Energiegewinnung mit entdecken und entwickeln. Besonders in Großkonzernen hast du auch gute Aufstiegsmöglichkeiten, zum Beispiel zum Abteilungs- oder Produktionsleiter*in. Auch deine Gehaltschancen sind als Naturwissenschafter*in ziemlich gut, besonders, wenn du dich für eine Karriere in der Privatwirtschaft statt in der öffentlichen Forschung entscheidest.