Arbeiten als Gerichtsmediziner/-in?

Was ist dein Job als Gerichtsmediziner/-in?

Wenn du liest, dann am liebsten Krimis, und du weißt dabei auch immer ganz genau, wer der Mörder ist? Du findest keinen Horrorfilm zu gruselig und Blutspritzer an der Wand findest du eigentlich ganz hübsch? Du löst gern Rätsel und Ratespielchen? Dann würdest du im Beruf des Gerichtsmediziners total aufgehen. Als Gerichtsmediziner stellst du der Justiz deine medizinische Expertise zur Verfügung. Du führst Obduktionen durch, untersuchst Leichen und stellst Todesursachen fest. Du untersuchst im Labor Blut-, Haar- und Speichelproben und entnimmst manchmal auch am Tatort selbst Proben. Wenn die Identität eines Toten nicht bekannt ist, ist es auch deine Aufgabe, diese anhand verschiedener Techniken festzustellen. Du arbeitest aber auch mit lebendigen Menschen, etwa in Fällen von Körperverletzung. Dann siehst du dir ihre Verletzungen an und weißt genau, wie sie zugefügt wurden. Nach deinen Untersuchungen schreibst du Gutachten für Justizbeamte, Anwälte und Richter, damit diese ihren Fall aufklären können.

Fakten

Einkommen:

D: 3.500 - 4.300 Euro/Monat
Ö: 3.080 - 3.420 Euro/Monat

Bildungsweg:

D: Medizinstudium und Ausbildung zum Facharzt für Rechtsmedizin
Ö: Studium der Humanmedizin und Ausbildung zum Facharzt für Gerichtsmedizin

Regelstudienzeit:

D: Regelstudienzeit: 6 Jahre, Facharzt: 5 Jahre
Ö: Regelstudienzeit: 6 Jahre, Facharzt: 6 Jahre

Wichtige Schulfächer:

Biologie, Englisch

Zukunftsaussichten als Gerichtsmediziner/-in

Für den Beruf des Gerichtsmediziners brauchst du eine sehr umfangreiche Ausbildung, danach hast du aber auch sehr spannende Karriereaussichten. Du arbeitest an rechtsmedizinischen Instituten, im Krankenhaus oder im Labor, verbringst aber auch viel Zeit im Sektionssaal oder vor Gericht. Wenn du an einem Universitätsinstitut arbeitest, kannst du auch medizinische Forschung betreiben, Studien durchführen und eine akademische Karrierelaufbahn verfolgen. Dann bist du zuerst Post-Doc-Forscher, dann Assistenzprofessor und schlussendlich Universitätsprofessor. Wenn du an der Uni bleibst, wirst du auch Vorlesungen halten und Studenten unterrichten. Wenn dich die akademische Welt nicht so reizt, kannst du nach einigen Jahren etwa auch ein kriminologisches Labor leiten. Gefragt sind deine Kenntnisse auf jeden Fall, denn der Staat kommt ohne Gerichtsmediziner nicht aus, und du kannst auch mit einem überdurchschnittlich hohen Gehalt rechnen. Auch, wenn du eines Tages in die Privatwirtschaft wechseln möchtest, wirst du problemlos eine Stelle finden.