Arbeiten als Tischler/-in?

Was ist dein Job als Tischler/-in?

Sägespäne fliegen, du kannst den Geruch von Leim riechen und das raue Holz spüren. Nach einiger Zeit steht endlich dein Tisch vor dir. Wenn du einen Beruf suchst, in dem du deine Arbeit nicht nur auf dem Papier vor dir sehen kannst, sondern sie tatsächlich anfassen kannst, ist Tischler bzw. Schreiner, wie der Beruf auch genannt wird – genau dein Traumberuf. Von maßgefertigten Schränken über ausgewöhnliche Stühle bis hin zu platzsparenden Aufbewahrungssystemen – als Tischler kümmerst du dich um alle Arten von Einrichtungsgegenständen und machst auch vor schwierigen Aufträgen deiner Kunden nicht halt. Häufig wirst du direkt zu ihnen nach Hause oder in die Firma gerufen, um dir Wünsche und Vorstellungen anzuhören. Anschließend fertigst du einen oder mehrere Entwürfe an und stellst sie vor. Wenn eine der Skizzen deine Kundschaft überzeugt, fertigst du das Produkt an und montierst es gegebenenfalls vor Ort. Solltest du für eine Tischlerei arbeiten, die einen Ausstellungsraum besitzt, kann es auch sein, dass du Möbel nach deinen Vorstellungen anfertigst und sie zum Verkauf stellst. Neben der Herstellung von neuen Produkten, restaurierst du auch alte Möbel und Treppen oder reparierst kaputte Fenster und Türen.

Fakten

Einkommen:
Ö: 1.620 - 1.790 Euro/Monat
Ausbildungsvergütung:

D: 1. Jahr: 419 - 606 Euro/Monat, 2. Jahr: 480 - 680 Euro/Monat, 3. Jahr: 583 - 780 Euro/Monat

Ö: 1. Jahr: 577 - 853 Euro/Monat, 2. Jahr: 727 - 1.021 Euro/Monat, 3. Jahr: 853 - 1.361 Euro/Monat

Männlich/Weiblich:
Männer: 89% – Frauen: 11%
Bildungsweg:

Ausbildung/Lehre

Regelstudienzeit:
3 Jahre
Fun Fact:
Ein norwegischer Tischler hat den Käsehobel erfunden, weil er sich immer ärgerte, dass seine Käsescheiben ungleichmäßig dick waren
Wichtige Schulfächer:

Mathematik, Physik, Werken

Zukunftsaussichten als Tischler/-in

Gute Arbeiter im Handwerk sind begehrt, weshalb deine beruflichen Aussichten als Tischler allgemein sehr positiv sind. Als einer der häufigsten Lehrberufe haben ausgebildete Tischler gute Chancen in ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Zusätzlich hast du neben Tischlereien auch die Möglichkeit in der Industrie als Facharbeitskraft eingesetzt zu werden. Allerdings nimmt hier die Zahl der Angestellten aufgrund der zunehmenden Automatisierung durch Maschinen ab. Während dieser Beruf früher fast ausschließlich von Männern erlernt wurde, gibt es heutzutage einen steigenden Frauenanteil. Durch moderne Maschinen wurde die körperliche Belastung in diesem Job deutlich verringert. Mit der Weiterbildung zum Tischlermeister kannst du dich selbstständig machen und die nächste Generation des Handwerks quasi in deiner Werkstatt formen, indem du ihnen deine Kniffe und deinen Arbeitsethos beibringst.

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