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Claus Sipöcz
Produktionsleiter
bei Coca-Cola HBC Austria GmbH
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Produktionsleiter*in
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Wir sind der einzige Standort der Coca-Cola Company in Österreich und meine Hauptaufgabe ist es, die Abfüllung kosteneffizient und unter idealer Nutzung der Ressourcen zu gestalten, so Claus Sipoecz von der Coca-Cola HBC Österreich, wo er als Produktionsleiter arbeitet. „Die Personalführung meiner 70 Mitarbeiter bereitet mir besonders viel Freude“.

Transkript

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Mein Name ist Sipoecz Claus, ich bin Produktionsleiter in Edelstal der Firma Coca-Cola HBC Österreich.

Worum geht es in Deinem Job?

Coca-Cola HBC Österreich ist ein Abfüllbetrieb, der eine Tochterfirma der Coca-Cola Company darstellt und wir sind im Prinzip der einzige Standort in Österreich für die Coca-Cola Company. Wir sind für die Abfüllung, Logistik, Einlagerung, Verkauf des Produktes, für den ganzen Prozess verantwortlich. Meine Hauptaufgabe ist, die Abfüllung kosteneffizient und mit dementsprechendem Ausnutzen der Ressourcen umzusetzen. Es beginnt mit einer Jahresplanung, wir kennen das Volumen für das Folgejahr, schätzen dann ab, welche Linien, welche Schichtmodelle wir brauchen und definieren dann Teams, die an der Anlage tätig sein werden und stellen die Ressourcen zur Verfügung. In meinen Produktionsbereich fallen die PT Limonaden Linien, die sogenannten Carbonated Soft Drinks oder kurz CSD, die an vier unterschiedlichen Linien produziert werden, in diversen Flaschengrößen von 0,5 Liter bis 2 Liter und Produktpalette von bis, Fanta, Sprite, Coca-Cola, Coke Zero und so weiter. Aber auch Römerquelle Produkte, wie zum Beispiel Römerquelle Emotion mit Geschmack. Und in Summe am Standort in Edelstal fast 551 Millionen Liter pro Jahr. Das Hauptaufgabengebiet ist die Ressourcenplanung. Wir sind hier im Standort mehrmals im Jahr mit unterschiedlichen Schichtmodellen ausgestattet, das heißt, man muss sich auch überlegen, welche Mitarbeiter welche Aggregate lernen, zum Teil auch Rohmaterial Optimierung. Das heißt, wir versuchen kostensparend und umweltschonend zu produzieren. Zu den Sicherheits-, Qualitäts- und Leistungsrichtlinien, die wir hier im Standort verfolgen, gehören für meinen Aufgabenbereich die Kontrolle, die Rundgänge und das Ausbilden der Mitarbeiter zum Hauptpunkt. Ein weiterer Teil meiner Aufgaben ist die Personalführung. Ich habe insgesamt fast 70 Mitarbeiter, die ich verantworten darf und das Ganze ist unterteilt in drei Hierarchieebenen. Das heißt, direkt unter mir befinden sich die Schicht Supervisoren, die jeweils zwischen sechs und zehn Personen führen, je nach Produktionslinie.

Was ist das Coolste an Deinem Job?

Einmal im Jahr ist die Produktionstruppe gemeinsam mit der Qualitätsabteilung und unserer Instandhaltung sehr gefordert. Da werden die Maschinen überholt, teilweise auch modifiziert, umgebaut und es ist immer sehr spannend, wenn sich da irgendwie 10 Fremde, also externe Monteure zusammenfinden, mit unseren Jungs und da Dinge geleistet werden, die fast unglaublich sind. Und wenn die Linie dann wieder hochfährt und jeder eine gewisse Erkenntnis gewonnen hat, das ist sicher ein Highlight im Jahr.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Wo es mit Sicherheit nicht so viel Spaß macht und etwas einschränkt, ist die Anpassung der Schichtmodelle. Es gibt je nach Volumen Situationen, das eine oder andere Mal im Jahr gilt es, Schichtmodelle anzupassen. Und dann ist es halt immer schwierig, den Mitarbeitern zu erklären, dass sie in anderen Bereichen eingesetzt werden müssen.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ich bin aufgewachsen im Neusiedler Bezirk, das heißt, ich bin auch Burgenländer, genauso wie der Standort des Unternehmens. Ich habe nach dem Gymnasium in Neusiedl eine HTL in Wien besucht und bin unmittelbar nach der HTL eingestiegen in einem Unternehmen aus der Papierindustrie und habe dort die ersten zehn Jahre Berufserfahrung gesammelt. Ich habe mich dann neben dem Beruf weitergebildet über ein Studium und habe dann nach Abschluss des Studiums mich nach einem bekannteren Produkt, als eine Verpackung umgesehen und habe dadurch die Firma Coca-Cola entdeckt. Mein Einstieg hier war über Projektmanagement Tätigkeiten, das heißt, ich habe in erster Linie mit der Produktion zusammengearbeitet, habe Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprojekte betreut und im Zuge dieser Aufgaben mehr und mehr Prozesse kennengelernt und mich dann angetragen, als eine Vakanz im Unternehmen war.

Ginge es auch ohne Deinen Werdegang?

Um den Job ausüben zu können, denke ich, braucht es Erfahrung in der Produktion, aber auch in Fertigungsabläufen und eine gewisse Neugierde, um eben Effizienz vorantreiben zu können.

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich...?

Wenn ich heute noch einmal 14 wäre, würde ich wieder in der Wahl der Ausbildung, in der Wahl der Schule, dem Rat der Eltern folgen. Aus meiner Sicht kann man mit 14 Jahren sich noch nicht so richtig festlegen, was die nächsten Jahrzehnte sein Schwerpunkt sein soll. Und von daher würde ich das auch einem 14-Jährigen raten, den Eltern auch zuzuhören, auch wenn man das nicht in jeder Lebensphase möchte. Und man muss sich erst viel später festlegen, als man das mit 14 oder 16 denkt.

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