Alexandra PeerAuszubildende Industriekeramikerinbei RHI Magnesita GmbH
Stadt
Leoben
Alter
18 - 24
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Pflichtschule
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

„Mein persönliches Highlight war ein Versuch mit einem achteckigen Stein, der in eine Stahlhülse eingegossen wurde. Die ersten fünf Mal hat es nicht funktioniert aber dann schon und da freut man sich einfach irrsinnig.“ Alexandra Peer ist im 3. Jahr ihrer Ausbildung zur Industriekeramikerin bei RHI Magnesita. „Die größte Herausforderung ist bestimmt auch das Coolste, nämlich, dass man sich immer umstellen muss. Zum Beispiel hat man eine Form und man braucht eine Negativform dazu.“

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Alexandra Peer, bin in der Ausbildung zur Industriekeramikerin bei der RHI Magnesita in Leoben im dritten Lehrjahr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

RHI Magnesita ist ein Konzern der feuerfeste Produkte herstellt, zum Beispiel Steine und Massen für Stein-, Kupfer- oder Glasindustrie. Als Industriekeramiker wirst du dahingehend ausgebildet, dass du dich in allen Bereichen auskennst, damit man dich in allen Bereichen einsetzen kann. Im ersten Lehrjahr wird man in allen Bereichen eingeschult, das bedeutet, dass man überall ca. zwei Wochen verbringt und dann kommt man in die Berufsschule wo man auf die gleichen Bereiche theoretisch eingeht. Außerdem lernt man viel über die Rohstoffe in der herkömmlichen Keramik und man lernt zusätzlich töpfern und gipsen. Im zweiten Lehrjahr hat man den Lehrlingsaustausch, der sehr wichtig ist, damit man sieht wie es in anderen Werken oder Standorten aussieht. Im dritten Lehrjahr geht man viel auf die Vorbereitung für die Lehrabschlussprüfung ein, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Jetzt bin ich gerade im Formenbau. Da ich bereits im dritten Lehrjahr bin, darf ich auch schon selbst viele Aufträge übernehmen. Ich komme morgens in die Firma und schaue im System nach welche Aufträge offen sind und bearbeite diese dann. Meistens beginne ich mit einer Form die ich baue. Dazu wiege ich die Masse die ich benötige ein, gieße sie ab und lasse sie ein paar Tage stehen. Danach wird es ausgeformt und weiter bearbeitet. Ich bin in jeder Abteilung, je nachdem wo sie mich brauchen. Ich helfe in der Aufbereitung Rohstoffe zu zerkleinern oder im Massenlabor Massen abzugießen oder im Probeneingang die Proben zu sortieren. Meine Aufgaben sind sehr umfangreich.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich bin in St. Kathrein an der Laming aufgewachsen. Das ist in der Nähe vom Grünen See. Dort habe ich die Volks- und Hauptschule besucht. Danach habe ich das Gymnasium in Kindberg besucht und mir gedacht, dass ich eine Lehre machen sollte. Ich habe im Internet recherchiert und die RHI Magnesita gefunden. Da habe ich mich kurzerhand beworben. Im Februar hatte ich das Vorstellungsgespräch und einen Aufnahmetest und im September habe ich dann mit meiner Lehre bei der RHI Magnesita begonnen.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Die wichtigsten Eigenschaften die man mitbringen sollte, wenn man Industriekeramiker werden will sind, glaube ich: Teamfähigkeit, damit man gut mit den Kollegen zusammenarbeiten kann. Es funktioniert nur im Team. Man sollte neugierig und wissbegierig sein – es kommt jeden Tag etwas neues auf einen zu. Ein gewisses technisches und räumliches Vorstellungsvermögen und dass man ordentlich ist und genau arbeitet.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Mein persönliches Highlight war ein Versuch mit einem achteckigen Stein, der in eine Stahlhülse eingegossen wurde. Die ersten fünf Mal hat es nicht funktioniert, aber dann hat es funktioniert und man freut sich irrsinnig, wenn es endlich funktioniert.

Was ist die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist auch das Coolste an der Ausbildung und zwar, dass du dich immer umstellen musst. Dadurch, dass du in Leoben nicht täglich mit dem Gleichen zu tun hast, musst du umdenken können. Du musst dir zum Beispiel folgendes überlegen: du hast eine Form und du brauchst aber eine Negativform dazu. Das ist bestimmt das Schwerste daran.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Der wichtigste Ratschlag in meinem Leben war sicher von meiner Mama, dass ich nicht aufgeben sollte und auch nicht verzweifeln sollte, wenn es einmal nicht so läuft, wie ich es gerne hätte. Man kann durchaus auch über Umwege an sein Ziel kommen. Es ist wichtig, dass man weiter kämpft und einfach sein Bestes gibt.

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