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Mirjana PavlovicAuszubildende Präperatorin • Zoologische Präperationbei Naturhistorisches Museum Wien
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

"Das typische Gruselbild ist es gar nicht". Für Mirjana Pavlovic vereint der Beruf der zoologischen Präparatorin ästhetische, kreative und wissenschaftliche Aspekte. Warum in der Präparation des NHM Speckkäfer zu den Mitarbeitern zählen, erzählt sie dir hier.

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Mirjana Pavlovic und ich bin Tierpräparatorin.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Es geht um Vieles. Es geht einerseits um das Bearbeiten der Haut und das Präparieren. Im Museum geht es auch um wissenschaftliche Arbeit. Da wird zum Beispiel jeder Knochen aufgehoben. Alles ist wichtig, vor allem Daten sind wichtig; wo das Tier gefunden wurde, wann, in welchem Zustand. Das Museum bearbeitet die Tiere weiter. Die wissenschaftlichen Präparate, die Bälge, die werden so präpariert, dass das Tier wie im toten Zustand daliegt, damit die Wissenschaftler Schnabellänge, Stosslänge, Flügellänge und alles was für sie relevant ist nachmessen können. Ich bin für die Speckkäfer verantwortlich. Die kommen ursprünglich in Afrika vor, die Art die wir hier haben, es gibt verschiedene Arten. Die Speckkäfer sind sehr wichtig für uns, sie sind unsere kleinen Mitarbeiter, die das Fleisch von den Knochen fressen. Ich bin für sie (die Speckkäfer) zuständig und sammle die Knochen auf, nachdem die Speckkäfer fertig gefressen haben. Dann gebe ich ihnen Aquagel. Das ist ein Gel, das als Wasserersatz dient, weil die Körper trocken sind, wenn sie zu den Speckkäfern kommen, und damit diese nicht verdursten, bekommen sie Aquagel.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Das ist mein zweiter Bildungsweg. Ich habe vorher studiert und habe gemerkt, dass das nicht das Wahre ist. Dann bin ich auf Präparation gekommen, auf den Beruf der Präparation und der Beruf hat alles vereint was mich interessiert. Sowohl das Künstlerische als auch das Wissenschaftliche, Tiere vor allem.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Ich habe ein falsches Bild davon gehabt. Ich habe geglaubt, wenn du Präparator bist, dann bist du blutig und stehst mit dem Messer da, das typische Gruselbild. Aber das ist es gar nicht. Es ist eher was ästhetisches, künstlerisches. Ich war schon immer interessiert an dem Wissenschaftlichen, an der Anatomie, also hat mich das nie geekelt.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Das Allercoolste für mich ist der Abwechslungsreichtum, weil mir schnell langweilig wird. In dem Beruf bekommt man jedes Mal was Neues. Zum Beispiel einen Marder oder einen Vogel. Und jeder Vogel, auch wenn es die selbe Art ist, ist auch individuell anders, also es ist sehr interessant.

Was ist die größte Herausforderung?

Es ist ein anspruchsvoller Beruf, man muss ein gewisses Auge für Anatomie haben. Bei Tieren ist das sehr wichtig, damit man ihnen die richtige Stellung geben kann.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Glaub an dich und tu das was dir Spaß macht, auch wenn alle anderen sagen, nein, das ist kein Zukunftsberuf, glaub daran.

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