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Sarah KunertAuszubildende Gesundheits- & Krankenpflegerinbei Asklepios Kliniken
Stadt
Hamburg
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Gib alles, nur nicht auf!” Das ist Sarah Kunerts wichtigster Ratschlag an ihr 14-jähriges Ich. Sie befindet sich in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bei der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, die sich in praktischen und theoretischen Teil gliedert. Angefangen von der Körperpflege über Krankheitsbilder bis hin zu Medikamentenkunde werden alle wichtigen Themenbereiche abgedeckt. Wichtige Eigenschaften? “Teamfähigkeit, psychische und physische Belastbarkeit und Empathiefähigkeit.”

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Sarah Kunert, ich mache eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Asklepios Klinik Barmbek und ich bin im zweiten Lehrjahr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Asklepios ist ein großer Krankenhauskonzern, ich selber arbeite in der Asklepios Klinik Barmbek und bin noch Auszubildende, das heißt die Ausbildung ist unterteilt in schulische und praktische Teile. Der praktische Teil ist in einer Klinik in dem jeweiligen Haus und der theoretische Teil in der Berufsschule im Bildungszentrum von Asklepios. Ganz am Anfang fängt man an mit der Körperpflege, man begleitet hauptsächlich die Patienten und dann je weiter man in der Schule ist, desto mehr darf man auch mitmachen. Man bekommt vor allem mehr Verantwortung aufgetragen, man darf selbstständiger arbeiten. Im zweiten Lehrjahr ist auch viel mit Medikamenten dazugekommen, mit den Krankheitsbildern, das heißt man darf Medikamente vorbereiten und mitausteilen. Man kann zum Beispiel im dritten Lehrjahr auch oft mal mit in den OP hinunter, sich das auch noch einmal ansehen oder wenn man auf die Onkologie kommt, dann kommt man ja auch noch einmal mit ganz anderen Sachen in Berührung wie Zytostatika etc. Die Berufsschule ist das Bildungszentrum von Asklepios, das ist in der Eifelstraße. Wir haben Blockunterricht, das heißt man fängt auch am Anfang der Ausbildung mit zwei Monaten Blockunterricht an. Das heißt man bekommt erstmal einen schönen Überblick bevor man ins kalte Wasser geschmissen wird. Dann fängt es mit dem Aufbau des Körpers an. Später in der Ausbildung kommen die Krankheitsbilder dazu, Medikamente, was man so beachten muss. Es wird immer unterteilt in Anatomie und kurz danach kommt der pflegerische Teil dazu. Wenn ich in der Anatomie zum Beispiel die Knochen durchgenommen habe, dann haben wir danach in der praktischen Anleitung im Demoraum die Verbände dazu gemacht oder wir haben zum Beispiel auch Blutentnahmen geübt an einem Gummiarm. Es war auch immer sehr interessant und hat auch Spaß gemacht, es hat ein bisschen eine lockere Atmosphäre geschaffen, zu dem reinen Lernen und Aufschreiben.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich habe hier in Hamburg mein Abitur gemacht, musste in der Schulzeit mehrere Praktika machen und habe in der Krankenhausapotheke von Asklepios am Klinikum Nord mein erstes Praktikum gemacht. Ich wollte eigentlich nie so nah an den Patienten heran, ich dachte immer: Nein, das ist zu viel für mich. Ich musste dann aber Spritzen von der Apotheke in den OP bringen und dann habe ich mir gedacht: Gut da schlafen die Patienten, sieht man sich das einmal an. Dann habe ich Praktika in Altona und im Marien-Krankenhaus im OP gemacht und dachte, es interessiert mich aber mehr, was mit den Menschen danach passiert oder vor der OP, nicht nur wie sie aufgeschnitten werden oder wie wird zum Beispiel ein Tumor entfernt. So bin ich dann auf die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin gekommen, weil ich dachte mir: Gut, wenn das nichts für dich ist, kannst du danach immer noch in den OP gehen. Dann hab ich 2015 mit meiner Ausbildung begonnen.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Man sollte teamfähig sein, belastbar sein - psychisch so wie körperlich - weil man sehr viel auf den Beinen ist. Man sollte Empathie den Patienten gegenüber zeigen.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Dass man alle Funktionsbereiche durchlaufen kann. Man ist nicht nur auf Stationen und kann in den OP gehen, man kann sich auch mal die Pathologie ansehen, Funktionsbereiche - wie eine Bronchoskopie - miterleben. Es ist auf jeden Fall sehr spannend.

Was ist die größte Herausforderung?

Herausforderungen sind auf jeden Fall, dass man mit anderen Kulturen zurechtkommen muss, auch wenn man sich da überhaupt nicht hineinfühlen kann. Oder Entscheidung, wie eine Bluttransfusion abzulehnen, dass man da trotzdem dahinter steht und sagt: Okay es ist in Ordnung, wenn Sie das nicht wollen, dann ist das so. Man muss trotzdem den Patienten Empathie zeigen und das kann, finde ich, auch schon eine sehr starke Herausforderung sein.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Gib alles, nur nicht auf.

Wie werde ich

Pflegefachmann*frau

Dir geht es wie Sheldon Cooper von The Big Bang Theory und du siehst an jeder Ecke Bakterien, die auf dich lauern? Der Kontakt mit Menschen ist dir generell eher unangenehm und außerdem hast du panische Angst vor Nadeln und Blut? Dann ist der Beruf von Pflegefachmännern*frauen nicht für dich geeignet. Denn in diesem Job hilfst du kranken und pflegebedürftigen Menschen, sich zu rehabilitieren und übernimmst die Gesundheitsversorgung. Du assistierst Ärzten und führst ihre Anweisungen durch. Das bedeutet, du legst Infusionen, nimmst Blut ab, versorgst Wunden und kümmerst dich um gesundheitliche Checks, wie das Blutdruckmessen und die Kontrolle des Körpergewichts. Anschließend informierst du die Ärzte über Auffälligkeiten. Außerdem unterstützt du die Patienten in Sachen Ernährung und Körperpflege. Besonders im ambulanten Pflegedienst hilfst du ihnen beim Waschen und bei der Nahrungsaufnahme. Dabei achtest du darauf, die Versorgung individuell an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen. Du musst zum Beispiel Allergien und emotionale Hintergründe berücksichtigen. Denn für viele Menschen bist du auch eine Art Seelsorger. Unregelmäßige Arbeitszeiten sollten dich nicht abschrecken, denn du arbeitest vor allem in Schichten. Das bedeutet, je nach Wochenplan bist du morgens, tagsüber oder nachts eingeteilt. Auch an Feiertagen und Wochenenden wirst du deinen Tag nicht immer zuhause verbringen. Denn ein Krankenhaus kann nicht einfach für ein paar Tage schließen, während Patienten versorgt werden müssen. Allerdings bekommen Pflegefachmänner*frauen als Entschädigung für die Arbeitszeiten einen Gehaltsausgleich in Form von Zuschlägen und Freizeitausgleich.

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