Thomas OberherberAuszubildender Elektronikerbei SIEMENS AG Österreich
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Mir gefällt am meisten, dass man das in der Arbeit Erlernte zu Hause anwenden kann.” Thomas Oberherber ist Lehrling im Bereich Angewandte Elektronik bei Siemens. Dafür entschieden hat er sich, weil ihm sein bisheriger Bildungsweg zu theoretisch war, er wollte praktisch arbeiten. Sein Rat: “Richtig mit den Leuten kommunizieren, nett sein! Dann sollte das alles funktionieren.”

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Hallo, ich bin der Oberheber Thomas, ich bin neunzehn Jahre alt, arbeite bei Siemens, bin im zweiten Lehrjahr im Modul angewandte Elektronik.

Worum geht’s in deiner Lehre?

In jedem Gerät kommen Kondensatoren, Widerstände, Transistoren vor und die berechnen wir eben, wie die Schaltung aufgebaut ist, wie man das am günstigsten, aber trotzdem qualitativ machen kann. Und von Lehrjahr zu Lehrjahr kommen komplexere Bauteile dazu, die wir berechnen müssen und so haben wir immer einen gewissen Grad der Herausforderung. Also zu Zeit lernen wir die Fertigkeiten von den elektronischen Bauteilen, Widerstand, Kondensator, Transistor et cetera. Und später drittes, viertes Lehrjahr kommen wir dann oft auf Montage, da sollen wir eben dann die Kenntnisse gut einsetzen können. Also ich habe, zum Beispiel, in Banken Videokameras montiert, Alarmtaster montiert, alles angeschlossen, Widerstände vor Ort gelötet und da ist man auch schon ein bisschen gefordert, dass man alles richtig macht, dass man auch im Stress gut klarkommt. Das Lehrjahr bei uns ist eigentlich ziemlich abwechslungsreich, geblockt einmal Grundlehrgang, da machen wir eben die Fertigkeiten, Löten, Mechanisches, dann kommt zehn Wochen Berufsschule, da werden wir mit Theoretischem wieder vertraut gemacht. Wenn man dann auf Montage kommt, dann kann man das auch wirklich einsetzen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Also ich war vorher zwei Jahre auf der HTL, das war mir dann doch zu theoretisch. Ich habe mir gedacht das Praktische interessiert mich mehr, wir haben immer nur berechnet und berechnet, ich habe mich eigentlich nie wirklich ausgekannt, was das eigentlich in Wirklichkeit ist. Und da habe ich mir gedacht: Siemens. Da haben zwei Verwandte von mir gearbeitet, es hat einen guten Ruf. Ich frage da mal an und das hat dann super funktioniert.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Technisches Verständnis, logisch, braucht man für den technischen Beruf, dann Kreativität fördert sicher die Eigenständigkeit und kundengerechtes Verhalten ist auch sehr gewünscht. Weil man eben auf Montage dann zum Beispiel Brandmelder montiert und wenn man den Plan nicht versteht, dann kann man einfach nachfragen wie der Kunde das genau haben will und eben richtig kommunizieren mit den Leuten, nett sein und dann sollte das alles problemlos funktionieren.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Mit gefällt am meisten, dass man das Erlernte in der Arbeit zu Hause anwenden kann, zum Beispiel wenn wir Transistoren berechnen und ich, als Musiker, interessiere mich vor allem für Verstärker und das Drumherum, da finde ich es ganz interessant, wenn man das Mal aufschraubt und sieht, was da wirklich passiert und noch ein guter Nebeneffekt, zum Beispiel ist, wenn defekte Geräte daheim liegen, die man selber reparieren kann. Das spart Geld und es ist ein cooler Nebeneffekt.

Was ist die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist bestimmt, dass man am Stand der Technik bleibt. Täglich kommen neue Sachen raus, komplexer, schwerer zu berechnen. Das fordert einiges an Interesse und Lernfähigkeit, dass man da am Stand der Dinge bleibt und zu Schluss gut aus der Lehre rauskommt.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Wenn du nicht mehr weiter weisst, verschaffe dir einen groben Überblick, dann findest du schon wieder rein.

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