Marko MilekicAuszubildender Elektronikerinbei Siemens AG Österreich
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Wenn ein anderer Lehrling etwas nicht versteht, kann ich helfen. So können wir gemeinsam lernen und niemand wird ausgeschlossen. Das ist Integration.” Ursprünglich wollte Marko Milekic eine Lehre zum Koch machen. Heute ist er froh, bei Siemens zum Elektroniker ausgebildet zu werden: “Mir gefällt es, mit den Dolmetschern Witze zu machen und Spaß zu haben. Wir verstehen uns immer gut mit Gebärden.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Marko Milekic. Ich bin achtzehn Jahre alt und lerne den Beruf Elektroniker bei der Firma Siemens. Und ich bin jetzt schon im dritten Lehrjahr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Im ersten Lehrjahr haben wir begonnen, ein Werkstück aus Stahl zu bearbeiten. Etwas später haben wir gelernt, mit verschiedenen Maschinen zu arbeiten, wie zum Beispiel der Bohrmaschine oder der Drehmaschine und feilen. Im ersten Lehrjahr habe ich an einem Werkstück gefeilt. Am Anfang haben wir gelernt, wie man das macht und Erfahrung gesammelt. Wenn eine Arbeit fertig war, und sie war nicht so gut, musste ich weiter daran arbeiten, bis sie perfekt war. Wenn ich dann fertig war, bekam ich die nächste Aufgabe. Die Werkstücke sind immer besser geworden. Ich habe vom Ausbildner die nächste Arbeit bekommen. Es waren immer andere Arbeiten zu machen. Die nächsten habe ich dann alleine geprüft und weiter daran gearbeitet. Geprüft habe ich mit Haarwinkel, ob alle Flächen eben waren. Im 2. Lehrjahr haben wir verschiedene Schaltungen gelernt. Zum Beispiel haben wir mit dem Programm LOGO gearbeitet und mit dem Computer. Im Pneumatik-Raum haben wir Pneumatik und Elektropneumatik gelernt.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Am Anfang wollte ich Koch lernen. Das habe ich einen Tag probiert. Aber das Problem war, dass die Firma keine gehörlosen Personen möchte. Weil mich andere nicht verstehen, und ich nicht alles hören kann. Deshalb kann ich nicht Koch werden. Und ein Problem ist auch zum Bsp. Mehl zu heben. Zwanzig Kilogramm, das ist schwer. Mein Arzt sagt es sei wegen meinem Herzproblem gefährlich, jeden Tag dreissig oder vierzig Kilogramm heben. Deshalb suchte ich einen anderen Beruf. Zum Beispiel Tischler. Wenn ich aber mit Holz arbeite, ist das auch schwer und die Dämpfe sind auch gefährlich für mein Herz. Dann hat mir die Arbeitsassistenz geholfen, damit ich eine andere Firma finde. Ich habe dann eine gefunden. Ich soll es als Elektroniker bei Siemens probieren. Ich habe so dann drei Schnuppertage besucht und war zufrieden. Am Anfang haben wir Biegeübungen mit Messingdraht gemacht. Das war ganz gut. Dann bin ich wieder zurück in die Schule gekommen und musste einen Bericht schreiben.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Genaues Arbeiten ist wichtig. Zum Beispiel beim Löten darf man nicht nervös sein. Man muss Anfangs ruhig arbeiten und aufpassen und genau löten. Man sollte nicht auf andere Dinge schauen und da ich gehörlos bin sollten andere Lehrlinge nicht von hinten auf mich zukommen wenn ich löte, damit ich nicht erschrecke und nichts passiert. Wenn jemand etwas sagen will, soll er vorher ein Zeichen geben.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Mir gefällt es, mit den Dolmetschern Witze zu machen und Spaß zu haben. Wir verstehen uns immer gut mit Gebärden. Manchmal gibt es eine Diskussion, aber das ist normal. Wenn ich eine Aufgabe bekomme, dann schaue ich zuerst selbst, ob ich verstehe. Es interessiert mich, wenn ich eine neue Schaltung bekomme. Wenn mich etwas interessiert und ich verstehe, dann lerne ich gerne und weiß viel und kann viel machen.

Was ist die größte Herausforderung?

Am Anfang zum Beispiel probiere ich selbst die Aufgabe zu lösen. Manchmal ist es schwer, wenn ich nicht alles klar verstehe. Deswegen brauche ich manchmal einen Dolmetscher. Dieser kommt dann, übersetzt und erklärt. Wenn ich verstanden habe, kann ich alleine weiter arbeiten. Es gibt verschieden schwere Aufgaben. Neue Aufgaben sind immer schwer, das ist normal.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Wenn ein anderer Lehrling etwas nicht versteht und nicht weiß wie er etwas machen soll, dann ist das kein Problem, ich kann helfen. Auch anderen Lehrlinge vom ersten und zweiten Lehrjahr kann ich helfen, damit auch sie alles lernen. So können wir gemeinsam lernen und niemand wird ausgeschlossen. Das ist Integration.

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