Urs SchaeppiCEObei swisscom
Stadt
Bern
Karriere Level
Führungskraft

“Ich hab sehr viele unterschiedliche Themenformen und es ist als wäre man auf einer Expedition und das ist sehr spannend.” Der gelernte Ingenieur Urs Schaeppi ist seit über 10 Jahren bei Swisscom und heute als CEO verantwortlich für fast 20 000 Mitarbeiter. “Ich brauche rund 50% meiner Zeit für den Kontakt mit unseren Stakeholdern, bestehend aus Kunden, Partnern oder der Politik und die restlichen 50% sind nach intern gerichtet, wobei ich viel in Meetings und Besprechungen bin, von spannenden und grösseren Projekten.”

Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Was sind so 3 Themen, wo ich mir mitgeben würde, wenn ich selbst noch 14 wäre. Wir haben selten, dass es eine gute Balance hat zwischen Arbeit und Hobbies und Familie. Das man dort immer versucht, die Balance zu suchen. Das ist etwas, was wichtig ist. Das zweite ist, dass alles wir machen mit Spaß machen. Und das dritte ist: Ja, dass man selber schauen muss, dass man zufrieden ist. Also man muss jeden Tag ehrlich genug sein – mit sich selber. Und sagen: Gefällt mir das oder gefällt mir das nicht. Und was kann ich ändern? Ich glaube, das sind so drei Sachen, wo ich mir stärker hinter die Ohren schreiben würde.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Auf meiner Visitenkarte steht: Urs Schaeppi, CEO Swisscom.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste an diesem Job ist, dass wir sehr viel unterschiedliche Sachen, sehr viel unterschiedliche Themenstellungen haben, man sich mit diesen beschäftigen muss, Wege nach vorne suchen muss. Das ist das, was spannend ist. Immer etwas anderes. Das ist so ein bisschen Exploration. Das ist so, wie wenn man auf einer Expedition ist. Und das macht es spannend.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Wie jeder Job hat natürlich auch der Job seine Sonnen- und Schattenseiten, oder? Und ich meine, das ist ein bisschen individuell: Was ist Sonne und was ist Schatten? Was einem sicher zum Teil ein bisschen Sorgen macht: Wir stehen für alles, was passiert, da stehst du immer selber im Zentrum, oder? Und das kann man gern haben oder weniger gern haben. Das ist sicher eines von den Downsides. Auf der anderen Seite gibt es viel, viel mehr Upsides. Man kann etwas gestalten, man ist viel mit Leuten zusammen und das macht es spannend.

Worum geht es in Deinem Job?

Ja, wenn ich mir anschauen muss, wie ich meine Zeit einsetze. Das ist schon auch relevant. Das sieht man es. Ich brauche etwa 50% meiner Zeit im Kontakt mit sogenannten Stakeholder. Das ist irgendwie - das sind Mitarbeiter, das sind Kunden – insbesondere Kunden, Politik, Partner. Also relativ viel Zeit gegen außen. Und dann aber 50% gegen innen. Da geht es um wichtige Projekte. Das geht es um gewisse strategische Themen. Die E-Mails. Das E-Mail-Lesen gehört auch noch zu meinem Job. Viele Meetings, das ist so. Man hat eigentlich zu viele im Normalfall. Man muss schauen, dass man auch ein bisschen Freiraum hat. Aber bei diesen Meetings geht es meistens um das Projekt, geht es meistens um eine Sache, um ein gewisses Thema und das macht es sehr abwechslungsreich.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Also aufgewachsen bin ich in Leubringen, das ist Oberhalb von Biel. Schöne Gegend, Jurasüdfuß. Habe auch dort die Schule gemacht, bin nachher an der ETH gewesen, habe dort Ingenieur studiert. Habe danach noch als Ingenieur gearbeitet, ein paar Jahre. Und nachher habe ich die HSG gemacht, Betriebswirtschaft. Danach bin ich in verschiedenen Firmen gewesen, unterschiedliche Industrien. Heute bin ich bei der Swisscom, seit über zehn Jahren. Faszinierendes Unternehmen und bewegt sicher immer. Man kann viel gestalten und das ist das, was mich fasziniert.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Es gibt verschiedene Wege nach Rom und unterschiedliche Karrierepfade, dass man so einen Job übernehmen kann. Ich glaube schon - was aber wichtig ist - in so einem Job, dass man die Branche kennt, dass man wirklich auch das Verständnis hat. Das ist nicht so einfach als Quereinsteiger - das ist jetzt meine persönliche Meinung - in die Swisscom hineinzukommen und nachher die Swisscom zu führen. Man muss sicher einen höheren inneren Antrieb haben. Man muss sicher auch einen gesunden Leistungswillen haben. Ausdauer - es braucht viel Ausdauer. Wichtig scheint mir auch, dass man gut mit Leuten kann. Der Job ist ein voller Beziehungs-Job. Man ist immer mit unterschiedlichen Leuten in Kontakt. Das sind so Fähigkeiten, wo es braucht, oder?

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