Feriha ZingalAssistentin des Vorstandsvorsitzendenbei AXA Konzern AG
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“Ratschläge sollten immer nur dazu da sein, um sich zu inspirieren”, findet Feriha Zingal und würde ihr 14-jähriges Ich ermutigen, die Dinge mit etwas Leichtigkeit zu sehen. Das Coolste an ihrem Job als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden bei der AXA Konzern AG ist es, “dass man wirklich sehr viele Leute kennenlernt, dass man sehr vielfältige Aufgaben hat und gerade in dieser Position sehr unterschiedliche Eindrücke bekommt.”

Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Mein erster Ratschlag wäre, erst mal alle Ratschläge zu vergessen und sich selber zu überlegen: Was würde man sich selber denn eigentlich raten? Ratschläge sollten immer nur dazu da sein, um sich zu inspirieren. Und wenn ich mein 14-jähriges Ich nochmal inspirieren sollte, dann würde ich sagen erstens: Versuche nicht, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern versuche, ein wertvoller Mensch zu sein. Es ist wichtig, innere Überzeugungen zu haben und der Rest wird sich dann sicherlich ergeben. Nummer 2 ist: Arbeite stets an dir selber. Versuche einfach, dich täglich ein wenig zu verbessern. Das kann man ganz einfach machen, indem man sich abends überlegt: Was ist gut gelaufen, was schlecht? Und am nächsten Tag einfach versuchen, ein bisschen besser zu werden und dabei sich gar nicht mit anderen zu vergleichen. Es wird immer Leute geben, die besser sind als man selbst und das spielt überhaupt gar keine Rolle. Nummer 3 ist: Versuche, das Ganze auch mit ein wenig Leichtigkeit zu sehen und mit ein bisschen Spaß durch das Leben zu gehen. Es ist gut, Ziele zu haben. Aber wichtig ist, dass man diese Ziele nicht mit den Scheuklappen versucht zu erreichen, sondern auch ein bisschen rechts und links schaut und einfach mal sieht: Was kann ich für den Moment auch für einen Spaß haben? Und dann wird der Weg sicherlich ein wenig erfreulicher.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Auf meiner Visitenkarte steht: Feriha Zingal, Assistentin des Vorstandsvorsitzenden, AXA Konzern AG.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste an meinem Job ist, dass man wirklich sehr, sehr viele Leute kennenlernt, viele coole Leute kennenlernt. Dass man sehr vielfältige Aufgaben hat und gerade in dieser Position als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden wirklich sehr unterschiedliche Eindrücke auch kriegt. Also einen sehr breiten Überblick auch bekommt über das Unternehmen, das ist schon sehr cool. Und man hat in dieser Position sehr viel Verantwortung. Man muss auch sehr eigenverantwortlich arbeiten und damit wird einem natürlich sehr viel Vertrauen auch entgegengebracht und das weiß ich auch sehr zu schätzen.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Eine Einschränkung im Job ist sicherlich die Zeit, die man im Privatleben dann vielleicht nochmal ein bisschen zurückschrauben muss. Das Zweite ist, man ist sehr in der Breite unterwegs. Man hat sehr viele Eindrücke in sehr unterschiedliche Bereiche, was sehr schön ist. Aber gleichzeitig natürlich die Kehrseite der Medaille ist, dass man natürlich dadurch auch nicht so sehr in die Tiefe einsteigen kann, in die einzelnen Bereiche, wie das vielleicht ein Spezialist tun könnte.

Worum geht es in Deinem Job?

AXA ist ein Versicherungsunternehmen und ich arbeite hier als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden. Und worum geht es dabei? Da geht es, wie der Name im Grunde schon sagt, darum, den Vorstandsvorsitzenden zu unterstützen. Und das kann sehr vielfältige Aufgaben mit sich ziehen. Das sind einige regelmäßig wiederkehrende Themen, es sind aber auch Ad-hoc-Themen. Also regelmäßig wiederkehrend ist beispielsweise sowas wie Protokolle schreiben in Vorstandssitzungen oder gewisse Reportings, die regelmäßig gebraucht werden, diese zu erstellen. Aber Ad-hoc-Themen sind dann doch die größeren Arbeitsblöcke, sage ich jetzt mal. Und das kann dann alles Mögliche sein, also wirklich ad-hoc. Was beim Vorstandsvorsitzenden gerade anfällt, was er dann mir zuruft, was dann erledigt werden muss, aber auch, was aus den Fachbereichen im Zweifel kommt, was die benötigen vom Bereich des Vorstandsvorsitzenden. Das muss dann auch erstellt werden. Und in gewisser Weise fungiert man in dieser Stelle als, ich sage mal, Bindeglied zwischen dem Vorstandsvorsitzenden und den Fachbereichen und muss dann eben auch so ein bisschen Informationen hin und her bewegen. Also einen typischen Alltag gibt es de facto nicht, gerade, weil man sehr viele Ad-hoc-Arbeiten macht. Es passiert auch sehr häufig, dass man am Abend denkt: Morgen muss ich das, das und das erledigen. Und dann kommt morgen und es kommt doch ganz anders, weil man eine E-Mail-Flut hat, ganz andere Themen bearbeiten lassen muss und insofern kann man eigentlich nie sagen, dass man einen typischen Arbeitsablauf hat.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ich bin geboren in Solingen, bin dann dort auch zur Schule gegangen und habe auf dem Gymnasium dann mein Abitur gemacht. Ich war nicht unbedingt eine Glanzschülerin, muss man sagen. Also ich war ein Mal versetzungsgefährdet und habe auch nicht ein brillantes Abitur gemacht, habe dann aber trotzdem beschlossen, studieren zu gehen. Habe Wirtschaftswissenschaften studiert mit Schwerpunkt Marketing, wo ich dann irgendwann gemerkt habe, es macht vielleicht doch Sinn, sich vielleicht mal reinzuhängen in die Themen, und habe dann da irgendwann die Kurve gekriegt, was auch gut war. Und anschließend habe ich dann angefangen, als Produktmanagerin zu arbeiten in einem Verlag. Das habe ich zwei Jahre lang gemacht, um dann zu beschließen, dass ich doch wieder zurück an die Uni will. Bin dann zur Uni Köln gegangen, wo ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet habe und in dieser Zeit dann auch meinen Doktor im Bereich "Marketing" gemacht habe. Und direkt danach im Jahr 2014 bin ich dann hier zu AXA gekommen als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Ich denke schon, dass es ohne diesen Werdegang auch geht. Man braucht sicherlich nicht exakt die gleichen Stationen durchlaufen zu haben, um hier anzufangen als Assistentin, aber ich denke, es gibt schon einige Dinge, die einem helfen können, wenn man eine gewisse Berufserfahrung auch mitbringt. Man braucht bei diesem Job definitiv sehr gutes Organisationsvermögen. Man muss strukturiert arbeiten können. Man muss auch pragmatisch sein in gewisser Weise. Und ich denke, in meinem Werdegang gab es gewisse Stationen, die mir da auch geholfen haben, diese Skills zu erwerben.

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