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Meinhard MühlmannReporterbei Hitradio Ö3
Stadt
Wien

“In den ersten Jahren, wie ich als Reporter gearbeitet habe, war ich schon fasziniert allein vom ‘Ich komm in so viele verschiedene Häuser rein, in die ich sonst nicht reingehen würde’”, erinnert sich Hitradio Ö3 Reporter Meinhard Mühlmann an seine Anfänge. “Eine zentrale Herausforderung bei der Arbeit ist sicher die zeitliche Komponente, soll heißen, dass dieser Job eigentlich nie wirklich fertig ist.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Also meinem 14-jahrigen Ich würde ich raten: keine Sorge, das Richtige kommt, geduldig bleiben. Ich würde ihm raten, manchmal ein bisschen offensiver zu sein und manchmal auch ein bisschen selbstbewusster zu sein.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Meinhard Mühlmann, Ö3 Reporter.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste an meinem Job ist, dass wirklich kein Tag dem anderen gleicht. Es ist tatsächlich so, dass man in der Früh nicht weiß, wo man zu Mittag, am Abend sein wird, mit wem man reden wird. Das kann tatsächlich vom Bundespräsidenten bis zum Obdachlosen gehen. Man weiß nicht, an welche Orte man kommen wird, man kommt an Orte, wo man es sich nicht hätte träumen lassen, im positiven, wie im negativen Sinne. Ich kann mich erinnern, in den ersten Monaten, auch eigentlich Jahren, wie ich als Reporter eben gearbeitet habe, dass ich schon fasziniert war, alleine vom, ich komme in so viele verschiedene Häuser rein, in die ich sonst nicht reingehen würde. Alleine bei der Tür reingehen, wo man sonst eben vorbei geht, reingehen, raufgehen, wie schaut es da drinnen aus, wie sind die Menschen, die da drinnen sind, wie arbeiten sie zusammen, wie ist die Stimmung. Das sind wahnsinnig viele Eindrücke, die dann wirklich jeden Tag sehr interessant machen. Und letztendlich ist es natürlich, Ö3 ist ein wahnsinnig angenehmes Arbeitsumfeld, mit vielen, sehr professionellen Mitarbeitern, Kollegen, sehr flache Hierarchie, im Sinne von, wir arbeiten alle sehr gut zusammen. Es gibt immer die Sache, die im Vordergrund steht, und das macht natürlich das Arbeiten hier wahnsinnig angenehm und interessant.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Eine zentrale Herausforderung bei der Arbeit als Radioreporter ist mit Sicherheit die zeitliche Komponente. Soll heißen, dass dieser Job eigentlich nie wirklich fertig ist. Das ist weit entfernt von ninetofive, selbst wenn es manche Tage gibt, wo man tatsächlich dann relativ genau in diesem Rahmen arbeitet, aber es geht einfach darum, ständig die Augen offen zu haben, ständig Ideen zu haben, ständig Gedanken weiterzutragen, zu entwickeln und es lässt einen nie wirklich los. Weil die entscheidenden Ideen, die kommen tatsächlich, wie jeder weiß, irgendwann, unter der Dusche, knapp nach dem Aufwachen knapp vor dem Einschlafen, wo auch immer. Und insofern trägt man schon sehr viel von der Arbeit einfach auch im Alltag mit. Und meiner Meinung nach, muss man dazu bereit sein, das zu akzeptieren und eigentlich lustvoll anzunehmen, sage ich mal, weil sonst wird man, glaube ich, in diesem Beruf nicht wirklich glücklich werden.

Worum geht es in Deinem Job?

Ich arbeite in der Ö3 Redaktion beim größten Radiosender in Österreich. In der Redaktion ist meine Aufgabe, als Reporter letztendlich Geschichten zu erzählen. Wichtige, richtige, gute Geschichten zu erzählen, die es wert sind, erzählt zu werden. Der Tag beginnt bei uns in der Früh mit der Redaktionssitzung, wo alle Redakteure kommen und die wichtigsten Themen des Tages besprechen. Da hat man sich dann meist schon nach dem Aufstehen überlegt, okay, was ist denn heute so. Man screent alle möglichen Medien, schaut, welche Themen sind ... überlegt sich selbst Zugänge dazu, hat vielleicht selbst Themen, aus dem Alltag herausgenommen, wo man das Gefühl hat, ja, das ist heute wichtig und richtig. Schlägt das in der Redaktionssitzung vor und wenn dann sozusagen das Redaktionskollektiv und der Chefredakteur sagen: okay, wollen wir machen, dann beginnt die Recherchearbeit. Viel telefonieren, viel recherchieren im Internet, rausfahren, Interviews machen, wieder zurückkommen, die Interviews einspielen, selbst schneiden, Beiträge fertig gestalten. Das heißt, man ist beim Radio wirklich für die gesamte Dramaturgie des Beitrages und auch die technische Umsetzung letztendlich als Reporter selbst verantwortlich.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Also ich habe sehr allgemein begonnen. Allgemein höherbildende Schule, also sehr, sehr offen. Und entsprechend offen war auch meine Vorstellung, was dann später mal möglich sein würde für mich. Interessiert hat mich ein ganz anderer Bereich, nämlich Architektur und habe dann mit einem Architekturstudium begonnen, nach meiner Matura, und das war tatsächlich ein Meilenstein und eigentlich ein relativ schmerzvoller Meilenstein, weil ich fast drei Jahre studiert habe. Wissend, dass ich es gerne machen würde, aber dass es eigentlich nicht das Richtige für mich ist. Und in dieser Zeit hat sich dann eigentlich mein wirklicher Berufswunsch herauskristallisiert, nämlich tatsächlich Radio machen, als Reporter beim Radio arbeiten. Ich bin dann von Innsbruck nach Wien übersiedelt, habe mich bei mehreren Sendern beworben, auch bei Ö3, und hat dann tatsächlich funktioniert und mittlerweile arbeite ich hier in den verschiedensten Bereichen, aber am längsten in der Redaktion, seit 15 Jahren.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Einerseits ja, weil mein Werdegang hat jetzt nicht unmittelbar auf den Bereich Arbeitnehmer Radio hingeführt. Andererseits nein, weil jeder dieser vielen Schritte einfach notwendig war, dass ich letztendlich hier in der Form arbeiten hab können und nach wie vor kann, wie ich es eben jetzt tue. Das heißt, letztendlich muss man, glaube ich, für die Arbeit im Radio wirklich sehr breit aufgestellt sein. Man muss sehr viel Interesse an allen gesellschaftlichen Vorgängen haben, man muss sich wirklich für alles interessieren und auch das Bedürfnis haben, sich damit auseinanderzusetzen und es auch weiterzuerzählen. Im besten Sinne des Wortes weiterzuerzählen, nämlich, dass die Botschaft ankommt. Also interessiert sein, beharrlich sein, flexibel sein, sind, glaube ich, sehr wichtige Eigenschaften für den Radioreporter.

Wie werde ich

Journalist*in

Als Journalist arbeitest du für verschiedene Massenmedien in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen oder im Online-Bereich. Für eine Zeitung oder Zeitschrift recherchierst du beispielsweise zu aktuellen Themen, sammelst Informationen, schreibst Nachrichtenmeldungen oder auch meinungsbildende Kommentare. Beim Radio führst du unter anderem Interviews, schneidest Beiträge und sprichst zum Teil auch selbst bei deinen Reportagen. Für das Fernsehen bereitest du in Redaktionen Sendungen vor. Von Nachrichten- über Wissens- bis hin zu Ratgeberformaten ist hier alles möglich. Im Online-Bereich kommen vermehrt multimediale Herausforderungen auf dich zu, da hier die Verknüpfung von Text, Bild, Audio, Video und z.B. interaktiven Grafiken im Vordergrund steht. Im Journalismus gibt es sowohl die Möglichkeit fest angestellt bei einem Medienunternehmen oder als freier bzw. freiberuflicher Journalist zu arbeiten. Hierbei wird unterschieden in Redakteure, die bei Presse, Hörfunk oder auch in Nachrichtenagenturen arbeiten, sowie in Reporter, die sozusagen im Außeneinsatz bei aktuellen Ereignissen zur Recherche vor Ort sind. Daneben gibt es noch Korrespondenten, die z.B. im Ausland für ihre Heimatredaktion tätig sind. Auch Pressefotografen und Bildredakteure gelten als Journalisten. Hinzu kommt der Bereich Öffentlichkeitsarbeit, denn in Pressebüros von Unternehmen, Organisationen oder Behörden sind Pressesprecher und Pressereferenten mit journalistischer Expertise sehr gefragt.

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